Pressemitteilung

30. Spargeltag in Karlsruhe


Termin: Mittwoch, 21. November 2018
Zeit: 13.00 – 16.30 Uhr
Treffpunkt: Messe Karlsruhe, 2. OG, Konferenzraum 04,
76287 Rheinstetten-Forchheim


Im Rahmen der expoSE 2018, Europas Leitmesse der Spargel- und Erdbeererzeuger, bieten das Regierungspräsidium Karlsruhe und das Landwirtschaftsamt im Landratsamt Karlsruhe, ein spezielles Forum für Erzeuger und Vermarkter an:

Der 30. Spargeltag gibt Besuchern in Form von Vorträgen und Diskussionen, Gelegenheit zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch. Spargel ist im Raum Nordbaden ein wichtiges Standbein für viele landwirtschaftliche Betriebe. Kulturführung und Vermarktung erfordern ein hohes Maß an Kenntnissen über aktuelle Entwicklungen und Versuchsergebnisse. Die überregionale Bedeutung des badischen Spargels trägt zur Attraktivität unseres Raumes bei und wird durch den Spargeltag in Karlsruhe präsentiert und unterstützt.
Eröffnet wird der 30. Spargeltag am 21. November 2018 um 13 Uhr von Herrn Prof. Dr. Menzel, Dezernatsleiter Umwelt und Technik des Landratsamtes Karlsruhe.

Spargelanbau in Spanien
Zum Auftakt der Veranstaltung wird ein internationaler Gast den Spargelanbau in Spanien vorstellen: Jaime Urbina Diás aus Torre de Burgo, Region Guadalajara, nahe Madrid, vertritt den Familienbetrieb Explotaciones Agricolas Hermanos Urbina S.L., der hauptsächlich Grünspargel produziert und vermarktet.

Spanien zeichnet sich durch einen Anbau von vorwiegend Bleichspargel in den Gebieten Navarra und Estremadura aus, während in Andalusien fast ausschließlich Grünspargel angebaut wird. Alle Regionen produzieren neben dem Frischbedarf im Inland auch für den Export und in hohem Maße auch für die Konservenindustrie.

Spargelrost
In dem sich anschließenden Vortrag „Spargelrost - Ein alter Erreger mit neuer Bedeutung“ beschreibt Dr. Ludger Aldenhoff einen pilzlichen Erreger, der im Spargelanbau früher sehr verbreitet, nun aber lange Zeit zurückgedrängt war. Aufgrund verschiedener Faktoren breitet sich der Spargelrost inzwischen in fast allen Teilen Deutschlands wieder stärker aus und kann zu einem plötzlichen und folgenschweren Absterben des Laubes führen. Besonders in dem diesjährigen heißen Sommer konnte die Aggressivität des Erregers beobachtet werden, der sich als „Schönwetterpilz“ besonders bei Hitze verbreitet und allein mit morgendlicher Taubildung auskommt. Mit ausreichenden Kenntnissen über die Biologie des Pilzes und über effektive Behandlungsmaßnahmen kann die Gefahr weitgehend gebannt werden.

Saisonarbeitskräfte im Spargelanbau
Das Thema Saisonarbeitskräfte ist für alle Spargelbetriebe von zunehmender Bedeutung. Neben der steigenden finanziellen Belastung durch den Mindestlohn verschärft sich die Situation in den Betrieben durch die schlechte Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Jeder Betriebsleiter weiß von vorzeitigen und unerwarteten Abreisen seine Mitarbeiter zu berichten und ganze Felder mangels Personal unbeerntet blieben. Viele planen aufgrund des Arbeitskräftemangels in den kommenden Jahren Flächenreduzierungen. Zunehmend wichtig ist es deshalb für die guten und eingearbeiteten Arbeitskräfte im Betrieb Anreize zu schaffen, damit sie in den nächsten Jahren wiederkommen.
Isabelle Bohnert, Pressesprecherin des Verbandes Süddeutscher Spargel und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE), berichtet in Ihrem Vortrag, „Die Situation der Arbeitskräfte aus betrieblicher Sicht“, über die Ergebnisse einer Umfrage des VSSE zum Thema Saisonarbeitskräfte, an der sich über 350 Betriebe beteiligt haben. Im Anschluss wird Sarah Grallath vom Schreiberhof in Gerolsheim von eigenen Erfahrungen und Bemühungen hinsichtlich eines verbindlichen Kontaktes zu den Erntehelfern berichten. „Gute Kommunikation und Bindung zu Erntehelfern schaffen“, heißt der Titel ihres Vortrages.

Herkunftsbestimmung von Spargel
Frau Marina Creydt von der Hamburg School of Food Science der Universität Hamburg, stellt die Ergebnisse ihrer Forschungstätigkeit zur Herkunftsbestimmung von Spargel vor. Die von ihr entwickelte „Metabolomics-basierte Herkunftsbestimmung von Spargel“ soll als schnelles und kostengünstiges Nachweisverfahren dienen, um die Herkunft von Spargel sicher zu überprüfen. Die geographische Herkunft von Lebensmitteln spielt eine zunehmende Rolle für deutsche Konsumenten, die grundsätzlich bereit sind, für regionale Lebensmittel höhere Preise zu akzeptieren. Die Problematik der Herkunftsverfälschung ist in der Spargelbranche schon seit längerer Zeit bekannt. Die Anwendung der vorgestellten Methode soll den deutschen Spargelmarkt davor schützen.

Landessortenversuch Spargel
„Aktuelle Ergebnisse zum Landessortenversuch Spargel“ heißt der Titel des abschließenden Vortrages von Thomas Schuster, Berater am Gartenbauzentrum Bayern Süd-West im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Augsburg. Der Spargelversuch startete 2013 mit 14 Früh- und sechs Spätsorten und steht unter Praxisbedingungen auf den Flächen eines Spargelbetriebes. 2016 kam er erstmals in den Vollertrag. Die Frühsorten waren dreifachgedeckt, bei den Spätsorten war die Taschenfolie zu Beginn auf weiß gedreht. In Schrobenhausen, das ein bedeutendes Spargelanbaugebiet ist, soll mit dem Landessortenversuch Spargel untersucht werden, welche Sorten unter den dortigen klimatischen Bedingungen die höchsten marktfähigen Erträge bringen, wie sich die Sorten langfristig verhalten und wie viele Jahre der Ertrag wirtschaftlich ist.

Durch das Programm des 30. Spargeltages führen Angelika Appel, Obst- und Gartenbaureferentin im Regierungspräsidium Karlsruhe und Isabelle Kokula, Spargelberaterin im Landratsamt Karlsruhe. Der Eintritt ist frei.

Kontakt für weiterführende Fragen
Angelika Appel, Regierungspräsidium Karlsruhe, Tel. 0721 926-2758
Isabelle Kokula, Landratsamt Karlsruhe, Tel. 0152-542 107 12

30. Spargeltag
begleitend zur Europäischen Spargel- und Erdbeerbörse „expoSE“
21. November 2018, Messe Karlsruhe

Programm


13.00 Uhr

Begrüßung

Prof. Dr. Menzel

Landratsamt Karlsruhe, Dezernat Umwelt und Technik

 

 

13.15 Uhr

Spargelanbau in Spanien

Jaime Urbinas Diás

Produktionsbetrieb Grünspargel, Region Guadalajara

Übersetzung Gwen Sanderson, Heidelberg

 

 

14.00 Uhr

Spargelrost - Ein alter Erreger mit neuer Bedeutung

Dr. Ludger Aldenhoff

Beratungsdienst Spargel und Erdbeeren e.V., Hassloch

 

 

14.30 Uhr

Thema Saisonarbeitskräfte

 

Die Situation der Arbeitskräfte aus betrieblicher Sicht - Ergebnisse einer Umfrage des VSSE zum Thema Saisonarbeitkräfte

Isabelle Bohnert, Pressereferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband Süddeutscher Spargel und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE)

 

Gute Kommunikation und Bindung zu Erntehelfern schaffen

Erfahrungsbericht Spargelhof Schreiber

Sarah Grallath, Spargelhof Schreiber, Gerolsheim

 

 

15.00 Uhr

Metabolomics-basierte Herkunftsbestimmung von Spargel

Marina Creydt

Hamburg School of Food Science,Universität Hamburg

 

 

15.30 Uhr

Aktuelle Ergebnisse zum Landessortenversuch Spargel, Kühbach, Bayern

Thomas Schuster

Gartenbauzentrum Bayern Süd-West, AELF Augsburg

 

Veranstalter sind das Regierungspräsidium Karlsruhe und das Landratsamt Karlsruhe.

Durch das Programm führen Sie Angelika Appel, Regierungspräsidium Karlsruhe und Isabelle Kokula, Spargelberaterin am Landratsamt Karlsruhe. Der Eintritt ist frei.


Organisation und Ansprechpartner:

Angelika Appel
Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 4–6, 76131 Karlsruhe
Tel.: 0721/926-2758 - Fax: 0721/926-2753
Mail: angelika.appel@rpk.bwl.de

Isabelle Kokula
Landratsamt Karlsruhe – Landwirtschaftsamt, Am Viehmarkt 1, 76646 Bruchsal
Tel.: 0721/936-88310 und 0152/54210712  - Fax.: 0721/936-89099
Mail: isabelle.kokula@landratsamt-karlsruhe.de

Pressestelle

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Pressesprecherin
Clara Reuß
Stellvertretung