A 8 Enztalquerung: - Veröffentlichung der Ausschreibung des Hauptloses

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat heute (27.11.2020) die Ausschreibungsunterlagen zum Hauptlos der Enztalquerung veröffentlicht. Die Unterlagen stehen den Bietern auf der zentralen Vergabeplattform des Landes Baden-Württemberg im Staatsanzeiger zur Verfügung.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Ich freue mich, dass wir nun an der Enztalquerung endlich einen entscheidenden Schritt vorankommen“. Durch die Beseitigung dieses letzten Nadelöhrs zwischen Karlsruhe und Stuttgart werden einerseits Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit auf der A 8 deutlich verbessert und andererseits Umlandgemeinden von Ausweichverkehren entlastet. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner werden durch die umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen künftig besser geschützt. „Dass wir dieses hohe Lärmschutzniveau mit Einhausung und Trassenabsenkung erreichen konnten, freut mich besonders, auch wenn es erhebliche Kosten verursacht hat,“ erklärte der Minister.

„Nach der Genehmigung der Kostenfortschreibung durch den Bund können wir nun auch diesen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Projektumsetzung passieren“, sagte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. Das Hauptlos beinhaltet die wesentlichen Arbeiten in den Bereichen Erd-, Straßen- und Ingenieurbau. Das europaweite Vergabeverfahren soll planmäßig im Juni nächsten Jahres zum Vertragsabschluss führen. Mit einem Baubeginn kann somit im Spätsommer 2021 gerechnet werden. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt rund fünfeinhalb Jahre.

Wenn auch die Umsetzung dieses äußerst komplexen Projektes bislang unerwartete Probleme und Zeitverzug mit sich brachte, so konnte die Ausführungsplanung durch die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten nun zum Abschluss gebracht werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die zur Erhöhung der Verkehrssicherheit konzipierte Stauwarnanlage. In Fahrtrichtung Karlsruhe wird die Anlage zum Jahreswechsel und in Fahrtrichtung Stuttgart Ende Januar in Betrieb gehen. Diese Anlage soll mit der Stauwarnung und der integrierten dynamischen Geschwindigkeitsbeeinflussung das Unfallgeschehen nachhaltig reduzieren.

Zum 1. Januar 2021 wird das Projekt von der Landesverwaltung an die Autobahn GmbH des Bundes übergeben. Die bundeseigene Gesellschaft ist ab dann für alle Autobahnprojekte in Deutschland zuständig, so auch für das Projekt Enztalquerung. Der Vergabeprozess wird davon jedoch nicht beeinträchtigt.

Hintergrund
Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 8 (A 8) zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd (Enztalquerung). Die Enztalquerung der A 8 ist einer von noch zwei verbliebenen Abschnitten für den sechs-streifigen Ausbau der gesamten A 8 in Baden-Württemberg. Die Maßnahme beinhaltet neben dem Ausbau der A 8 auf einer Länge von rund 4,8 Kilometern den vierspurigen Ausbau der B 10 im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, den Umbau der Anschlussstelle Pforzheim-Ost mit leistungsfähigen Zufahrten, den Ersatzneubau mehrerer Kreuzungsbauwerke, die Ersatzneubau der Enzbrücke, die Reduzierung der Steigung beziehungsweise des Gefälles, die Lärmschutzeinhausung auf 380 Metern und weiterer Lärmschutzwände und -wälle sowie die Abdichtung der Trasse und die Fassung und Reinigung des gesamten Oberflächenwassers.

Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen im Internet, unter www.baustellen-bw.de.

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