Pressemitteilung

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit startet öffentliche Konsultation zu neuem Richtwert für PFC in Lebensmitteln

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 24. Februar 2020 einen Berichtsentwurf zur gesundheitsbasierten Bewertung von per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Lebensmitteln veröffentlicht. Der Bericht ist online verfügbar und kann bis zum 20. April 2020 in einer öffentlichen Konsultation kommentiert werden. Die EFSA wird voraussichtlich im Sommer 2020 unter Berücksichtigung der Konsultationsergebnisse ihren finalen Bericht verabschieden und veröffentlichen.

Im aktuellen Entwurf hat die EFSA als gesundheitsbasierten Richtwert für Lebensmittel eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) für die Summe von vier PFC-Verbindungen abgeleitet:

Pro Woche soll die Summe aus Perfluoroktansäure (PFOA), Perfluoroktansulfonsäure (PFOS), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) und Perfluornonansäure (PFNA) acht Nanogramm je Kilogramm Körpergewicht nicht übersteigen.

Die aktuelle Ableitung der EFSA basiert auf Beobachtungen in epidemiologischen Studien, die bei höheren PFC-Konzentrationen niedrigere Konzentrationen von Impfantikörpern im Menschen gezeigt haben.

Die Auswirkungen und mögliche Konsequenzen des neuen gesundheitsbasierten Richtwertes der EFSA werden derzeit geprüft. Nach ersten Einschätzungen werden nur geringe Auswirkungen auf die Untersuchung und Einstufung pflanzlicher Proben im Rahmen der Lebensmittelüberwachung und des Vorerntemonitorings in Mittel- und Nordbaden erwartet, da in dem Entwurf keine Richtwerte zu den kurzkettigen PFC-Verbindungen wie Perfluorbutansäure (PFBA), Perfluorpentansäure (PFPeA) und Perfluorhexansäure (PFHxA) abgeleitet werden. Die Erfahrungen in der Region haben gezeigt, dass am ehesten kurzkettige PFC-Verbindungen vom Boden in die Pflanzen übergehen. Die neu in die Bewertung aufgenommenen Verbindungen Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) und Perfluornonansäure (PFNA) wurden in pflanzlichen Proben der Region nur sehr selten nachgewiesen. Zu möglichen weiteren Folgen bleibt eine umfassende Prüfung durch die zuständigen Behörden abzuwarten.

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