Pressemitteilung

Naturschutzgebiet „Ölberg“ - Neuer Lebensraum für Eidechse, Zippammer, & Co durch Pflegmaßnahmen im stillgelegten Steinbruch - Kletterfelsen vom 3. bis 8. Februar 2020 gesperrt

​Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe werden vom 3. bis 8. Februar 2020 umfangreiche Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet „Ölberg“ durchgeführt. Durch Gehölzentnahme erhalten seltene Tier- und Pflanzenarten, wie der Singvogel Zippammer und die Mauereidechsen, im Naturschutzgebiet wieder neuen Lebensraum.

Die Pflegemaßnahme findet in Abstimmung mit der Stadt Schriesheim statt. Auch die Arbeitsgemeinschaft Klettern und Naturschutz im Odenwald e.V. ist informiert. Um Kletterer nicht zu gefährden, sind während der Arbeiten die Zugänge zu den Kletterfelsen im Naturschutzgebiet gesperrt.

Hintergrundinformationen:
Durch den Abbau von Quarzporphyr, einem vulkanischen Gestein, auch bekannt als Rhyolith, entstanden im heute stillgelegten Steinbruch am Ölberg wertvolle Biotope, die rasch von wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten besiedelt wurden. In den sonnenbeschienenen Felsbereichen finden Mauereidechsen und Schlingnattern ideale Bedingungen vor. Unscheinbare Moos- und Flechtengesellschaften mit teilweise sehr seltenen Arten überziehen die kargen Felswände. Auch die Zippammer, ein kleiner Singvogel, benötigt einen offenen Landschaftscharakter mit freien Felswänden und Geröllhalden zum Brüten und zur Nahrungssuchen.

Die größte Gefahr für diese licht- und wärmeliebenden Lebensgemeinschaften stellt die natürliche Wiederbewaldung des ehemaligen Steinbruches dar. Dieser wird durch die circa alle fünf Jahre stattfindenden Gehölzentnahmen entgegengewirkt. Die letzten umfangreichen Pflegemaßnahmen fanden 2014 statt.

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