Pressemitteilung

Regierungspräsidium Karlsruhe nimmt Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eggenstein-Leopoldshafen in Betrieb

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat heute, 4. Mai 2020, vom Landkreis Karlsruhe erste Gebäudebereiche der Flüchtlingsunterkunft im Gewann „Am Schröcker Tor“ in Eggenstein-Leopoldshafen übernommen und wird diese nun als weiteren Standort in enger Anbindung an die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) Karlsruhe betreiben.Bereits für Mittwoch, 6. Mai 2020, ist der Einzug der ersten rund 50 Asylbewerberinnen und Asylbewerber in die neue Erstaufnahmeeinrichtung vorgesehen. Die Personen waren zuvor längere Zeit in anderen Einrichtungen im Regierungsbezirk Karlsruhe untergebracht. Nach dem Auszug der derzeitigen noch rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner Mitte Mai und anschließender vollständiger Übergabe der Einrichtung durch den Landkreis wird diese dann allein durch das Regierungspräsidium Karlsruhe für zunächst bis zu 200 Bewohnerinnen und Bewohner genutzt.Für den Betrieb der Einrichtung hat das Regierungspräsidium Karlsruhe mehrere sehr erfahrene Dienstleistungsunternehmen beauftragt, welche die Versorgung, die Betreuung und die Sicherheit der Flüchtlinge gewährleisten. Das Sicherheitsunternehmen wird dabei nicht nur in der Einrichtung selbst tätig, sondern bei Bedarf durch Streifengänge in den von den Asylbewerberinnen und Asylbewerbern frequentierten Bereichen der Gemeinde auch das dortige subjektive Sicherheitsgefühl stärken. Das mit der Durchführung der Alltagsbetreuung betraute Unternehmen wird den Flüchtlingen auch das Ankommen in Deutschland erleichtern, beispielsweise im Rahmen von Willkommensgesprächen mit der Vermittlung der in Deutschland geltenden Werte und Regeln, bei der Bewältigung von alltäglichen Fragestellungen sowie bei der Schaffung von Tagestruktur mittels Sport-, Lern- und Arbeitsangeboten, zu denen auch das Reinigen von Wegen zählt, welche durch die Bewohnerinnen und Bewohner häufig frequentiert werden. Für die örtliche Bevölkerung wird es eine Rufnummer geben, unter welcher bei Fragen und Anregungen jederzeit Kontakt zur Alltagsbetreuung aufgenommen werden kann.

Zum Standard in allen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gehört neben einer integrierten Versorgung durch medizinisches Fachpersonal auch die ergänzende Betreuung durch eine vom Land geförderte unabhängige Sozial- und Verfahrensberatung, welche am neuen Standort in gemeinsamer Trägerschaft der freien Wohlfahrtsverbände angeboten wird. Diese wird für die Flüchtlinge auch einen Streetworker in der Einrichtung und im Gemeindegebiet einsetzen sowie Ansprechpartner für Ehrenamtliche sein, die sich vor Ort – erstmals oder weiterhin – engagieren möchten.

Hintergrundinformationen

Die zwischen der B 36 und dem KIT Campus Nord gelegene Unterkunft „Schröcker Tor“ wurde auf einer im Eigentum des Landes befindlichen Fläche Ende 2016 fertiggestellt und vom Landkreis Karlsruhe und der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen als vorläufige Unterbringung beziehungsweise Anschlussunterbringung betrieben. Die zukünftige Belegung in Eggenstein-Leopoldshafen hängt neben der Belegung der LEA Karlsruhe vom landesweiten Bedarf in allen Erstaufnahmeeinrichtungen und von dem Zugang von Asylsuchenden insgesamt nach Baden-Württemberg ab. Die Standortkonzeption des Landes zur Erstaufnahme von Flüchtlingen sieht deshalb ein flexibles System von Einrichtungen vor, um auf wechselnde Zugangszahlen schnell reagieren zu können.

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