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Referat 102 - Ärztliche und pharmazeutische Angelegenheiten
Bild zeigt spielends Kind, Foto: © Oksana Kuzima / Fotolia

Landesärztin für Menschen mit Behinderungen

Eine Behinderung kann jedem Menschen zu Beginn oder im Verlauf des Lebens zustoßen. Deshalb gibt es in Deutschland ein sehr ausdifferenziertes Netz sozialrechtlicher und fachlicher Unterstützung, um die bestmögliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an allen Lebensbereichen zu erleichtern und zu verbessern. Gesundheitliche und soziale Teilhabe sind dabei eng miteinander verbunden.ä

In Baden-Württemberg liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit der Landesärztin bei seit Geburt vorhandenen oder früh erworbenen Behinderungen des Kindes- und Jugendalters und ihren lebenslangen Auswirkungen. Gesetzliche Grundlage ist SGB IX § 62.

Aufgaben

Die Landesärztin für Menschen mit Behinderungen, die über besondere Erfahrungen in der Hilfe behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen verfügen muss,  hat in diesem Netz die Rolle

  • oberste zuständige Landesbehörden und weitere beteiligte Institutionen - einschließlich Selbsthilfeverbänden und ÖGD -  interessenunabhängig zu medizinischen Aspekten von Behinderungen zu beraten 
  • zur Weiterentwicklung von Konzepten, Vorgehensweisen und Methodeneinschätzungen in den Themen Förderung, Behandlung, gesundheitliche Versorgung und Inklusion von Menschen mit (drohender) Behinderung aus medizinischer Sicht beizutragen
  • mit Initiativen zur Realisierung präventiver Angebote dazu beizutragen, die Entwicklung vermeidbarer Behinderungen nach Möglichkeit aufzuhalten
  • als Medizinischer Bereich der Überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung Baden-Württemberg das Netzwerk der interdisziplinären Frühförderung im Land fachlich zu begleiten, zu beraten, Empfehlungen zu geben und das baden-württembergische System fachbezogen in Abstimmung mit dem Sozialministerium weiterzuentwickeln
  • in dieser Schwerpunktaufgabe Frühförderung eng mit dem Pädagogischen Bereich der Überregionalen Arbeitsstelle als Dach der sonderpädagogischen Frühförderung zusammenzuarbeiten 
  • in besonderen Einzelfällen von grundsätzlicher Bedeutung oder besonderer Schwierigkeit Gutachten in der Eingliederungshilfe für Sozialhilfeträger abzugeben.

Weitere beispielhafte Themenfelder

  • Kampagne zur Vermeidung des Schütteltraumas bei Säuglingen
  • Arbeit der interdisziplinären Frühförderstellen mit dem Förder- und Behandlungsplan (FuB) als zentrales Qualitätsinstrument der Landesrahmenvereinbarung Frühförderung
  • Behandlungspflege in Kitas, Schulen, Einrichtungen