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Referat 47.2 (Straßenbau Ost) des Regierungspräsidium Stuttgart

B 19 Ersatzneubau Sperbersbachbrücke Untermünkheim

Brückenbauwerk

​Bauwerkslänge: ​210 m
​Bauzeit: ​Mai - November 2015
​Auftragnehmer: ​Andreas Stark GmbH & Co. KG, Aalen

Derzeitiger Zustand:

Die Sperbersbachbrücke besteht derzeit aus drei Teilbauwerken (TBW): TBW A, TBW B und TBW C. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt ca. 210 m. Auf rund 180 Meter liegt das Bauwerk direkt unter der Fahrbahn der B 19. Die TBW A und B befinden sich in Eigentum und Baulast der Straßenbauverwaltung, das TBW C in Eigentum und Baulast der Gemeinde Untermünkheim. 

Oberstromseitig beginnt die Verdolung mit dem Einlaufbauwerk (TBW B, ca. 15 m Länge zzgl. Flügelwände). Dieses stammt aus dem Jahre 1973 und wird einschließlich der Flügelwände vollständig abgebrochen. 

Das ca. 180 m lange Zwischenstück (TBW A) stammt aus dem Jahre 1937. Das Bauwerk ist als frei aufgelegte Massivplatte auf Widerlagerwänden errichtet. Die Massivplatte ist über Betonstahlanker fest mit den Widerlagerwänden verbunden. 

Ausführungsplan TBW A von 1937, Quelle: RP Stuttgart
Ausführungsplan TBW A von 1937


Bestandsquerschnitt TBW A, Quelle: RP Stuttgart

Bestandsquerschnitt TBW A

Im Rahmen der 2010 routinemäßig durchgeführten Bauwerksuntersuchung wurden gravierende Mängel und Schädigungen an TBW A, die die Tragfähigkeit beschränken, festgestellt. Die im Laufe der Zeit eingetretenen Schädigungen haben die Tragfähigkeit der Brücke erheblich beeinträchtigt.


 
Korrosionsschäden an der Massivplatte

Seit Anfang des Jahres 2012 muss das Bauwerk mit Hilfsunterstützungen verkehrssicher erhalten werden, nachdem die Standsicherheit der Massivplatte nicht mehr gegeben ist. Eine grundhafte Sanierung des bestehenden Bauwerks ist aufgrund der Schwere des Schadensbildes nicht möglich. Die bestehende Verdolung muss vollständig abgebrochen und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Lediglich die nordöstliche Seitenwand bleibt als Baugrubensicherung zum größten Teil erhalten. Die Hilfsunterstützungen verbleiben bis zur Ausführung des Ersatzneubaus.


Hilfsunterstützung im Druchflussquerschnitt der Serberbachbrücke unter der B 19

Unterstromseitig befindet sich die Gewölbebrücke, der älteste Teil der Sperbersbachbrücke (TBW C, ca. 15 m Länge). Das TBW C wird ebenfalls vollständig abgebrochen.

Bauablauf und künftiger Zustand:

Es wird mit einer Gesamtbauzeit von 8 Monaten gerechnet, wobei die Zeit der Vollsperrung zwischen der K 2575 und der L 1045 auf max. 6 Monate begrenzt ist.

Das bestehende Bauwerk des Sperbersbaches wird vollständig abgebrochen. Die nordöstliche Seitenwand von TBW A bleibt als Baugrubensicherung erhalten. Um das Gewicht auf die Seitenwände zu vermindern, wird an der verbleibenden Seitenwand bis zur Oberkante Gelände eine Böschung angelegt.

Der Sperbersbach wird während der Bauzeit durch zwei an der nordöstlichen Seitenwand befestigte Rohrleitungen DN 300 umgeleitet.

Das neue Bauwerk wird vor der Seitenwand des alten Durchlasses errichtet und aus 84 geschlossenen Einfeldrahmen-Fertigteilen ohne Arbeitsfugen hergestellt. Die Fertigteile haben eine lichte Breite zwischen 3,75 – 4,05 m und eine lichte Höhe zwischen 1,50 – 1,65 m.
Draufsicht Sperbergsbachbrücke, Quelle: RP Stuttgart

Neuer Querschnitt

Die 210 m lange Baustrecke ist in insgesamt 9 Teilbauabschnitte eingeteilt.



Draufsicht Sperbersbachbrücke
Durch die Einteilung in kleine Teilbauabschnitte wird sichergestellt, dass die Grundstücke der Anlieger und die Geschäftsräume der Gewerbetreibenden, die sich im Baustellenbereich befinden, in der Regel von einer Seite aus anfahrbar bleiben. Die einzelnen Teilbauabschnitte wurden auch mit den Rettungsdiensten in Vorgesprächen abgestimmt. Trotzdem werden während einzelner, kurzer Teilbauabschnitte einige Betroffenen nur fußläufig erreichbar sein.

Jeder Teilbauabschnitt hat eine Gesamtlänge von ca. 25 m und ist nochmals in zwei Takte a und b mit Taktlängen von je 12,50 m aufgeteilt. Die Taktlänge ergibt sich aus der Reichweite der Kranwagen die auf Grund der beengten Verhältnisse die Einzelelemente á 2,5 m „über Kopf“ an Ort und Stelle heben müssen.

Werden in einem Takt die Fertigteile versetzt, wird die Baugrube für den nächsten Takt ausgehoben und die vorbereitenden Arbeiten getroffen. Sind die Fertigteile des ersten Taktes versetzt, wird die Baugrube geschlossen, damit der Kranwagen diese als Aufstellfläche für das Versetzen der Fertigteile im nächsten Takt nutzen kann.

Längsschnitt, Quelle: RP Stuttgart
Längsschnitt Sperbersbachbrücke mit Darstellung Bauzustand
Die Vollsperrung betrifft immer zwei Taktlängen innerhalb eines Bauabschnittes bzw. bauabschnittsübergreifend. Die restliche Baustrecke zwischen der L 1045 und dem Einkaufsmarkt ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Umleitung ist großräumig ausgeschildert Nähere Informationen zur Umleitungsstrecke können dem Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg unter www.baustellen-bw.de entnommen werden.

Mit der Erneuerung der Sperbersbachbrücke wird gleichzeitig der Durchflussquer-schnitt vergrößert und dadurch die Gefahr eines Rückstaus bei Hochwasser und Überflutungen verringert. Durch die Vergleichmäßigung der Sohle (Entfernung der bestehenden Abstürze) und einer Sohleintiefung im Bereich des Auslaufs wird die hydraulische Leistungsfähigkeit wesentlich verbessert.