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Referat 47.2 (Straßenbau Ost) des Regierungspräsidium Stuttgart

Erdbau

Die gesamte Baumaßnahme verläuft durch morphologisch stark bewegtes Gelände, welches Hanglehme, Kiese, Knollenmergel, Gesteine der Sandsteinformation, Kalksteine sowie angewitterte und aufgewitterte Opalinustone aufweist. Diese Böden und Gesteine sind stark wasser- und witterungsempfindlich. Besonders die Einschnitte im anstehenden Gestein sind durch wasserführende Schichten gefährdet. In Abhängigkeit der geologischen Verhältnisse wurden bei schwierigen Untergrundverhältnissen Bodenverbesserungsmaßnahmen sowie Bodenaustausch vorgesehen.

Die Böschungen wurden mit Neigungen von 1:1,5 und 1:2 ausgeführt. Im Bereich der Böschungssicherung mit dem System „Krismer“ konnten Neigung von 1:1 erreicht werden. Ursprünglich war die Böschungssicherung in den Einschnitten mittels Gabionenwänden vorgesehen. Auf Grund der Reduktion des Bodenaushubs, des zügigeren Baufortschritts sowie einer gewissen Kostenersparnis wurde während der Bauphase der Einsatz des Systems Krismer zur Böschungssicherung anstelle der vorgesehenen Gabionenwände gewählt.

Dabei erfolgt die Hang- und Böschungssicherung mit einer Art Bodenvernagelung, auf welcher dreidimensionale Stahlgittermatten angebracht werden. Diese Stahlgittermatten werden mit Schottermaterial gefüllt, bevor anschließend Oberboden zur Begrünung aufgebracht wird. Hierbei wird ein Oberboden-Wassergemisch mit Pressluft in die Stahlgitterkonstruktion eingeblasen und dank entsprechender Saatmischungen begrünt.

Insgesamt wurden im Zuge der Gesamtmaßnahme etwa 680.000 m³ Erdmassen bewegt. Davon konnten rund 510.000 m³ innerhalb der Baustelle in Dammlagen und der Anschlussstelle Mögglingen-Süd wieder verwendet werden. Der Entsorgung mussten circa 170.000 m³ zugeführt werden.