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Referat 47.2 (Straßenbau Ost) des Regierungspräsidium Stuttgart

Interviews

Herr Bürgermeister Schlenker:

Was wird sich für Mögglingen nach der Verkehrsfreigabe der OU verändern?

Eigentlich alles. Mögglingen war in den vergangenen Jahrzehnten so stark vom Verkehr auf der Ortsdurchfahrt geprägt, dass man sich nach der Eröffnung der Ortsumfahrung sicherlich erst einmal völlig umgewöhnen muss, wenn es um die Verkehrsbeziehungen im Ort geht. Aber wir freuen uns sehr auf diese Chance, für die Mögglingen ja auch jahrzehntelang gekämpft hat. Es gibt uns die Möglichkeit, dass das Mögglingen südlich und das Mögglingen nördlich der B 29 endlich richtig zusammenwachsen.

Hat es Beschwerden seitens der Bevölkerung über das Bauvorhaben gegeben? Wenn ja, wie sind sie damit umgegangen?/ Wie ist das Bauvorhaben bei Ihren Mitbürgern in Mögglingen angekommen?

Keine Baumaßnahme dieser Größe kann völlig ohne Beeinträchtigungen von Statten gehen. Das war den Mögglingern aber auch bewusst. Beschwerden hat es trotzdem gegeben und wo immer möglich haben wir uns dieser Probleme angenommen, bspw. eine temporäre 30er-Zone in der Lauterstraße eingerichtet. Wo immer das möglich war, wurde auch von Seiten des RP auf solche Beschwerden eingegangen und insgesamt muss man sagen, dass nach verhaltenem Start und mit großem Glück beim Wetter die Maßnahme sehr zügig umgesetzt wurde.

Was wird Ihnen bezüglich des Bauvorhabens OU Mögglingen besonders in Erinnerung bleiben?

Auf jeden Fall die große Freude bei der Bekanntgabe, dass endlich gebaut wird. Dann das lange Warten – ziemlich genau ein Jahr – auf den Spatenstich. Der schleppende Beginn und die Zweifel, ob alles rechtzeitig vor der Gartenschau fertig wird wie angekündigt. Aber auch das große Engagement von RP und Baufirmen, diesen Termin unbedingt zu halten, mit Wochenendarbeit, Arbeit unter Flutlicht und das hervorragende Bauwetter, das das alles erst ermöglicht hat. Auch das Dankesessen der Bürgerinitiative für RP und Baufirmen war ein sehr schönes Ereignis. Sicherlich wird schlussendlich aber die Eröffnung in ganz besonderer Erinnerung bleiben.

Herr Haufe, RP Stuttgart, Projektleitung:

Was sind Ihre Aufgaben als Projektleiter?

Als Projektleiter hat man insbesondere die Bauzeit sowie die Baukosten im Fokus, um das angestrebte Ziel entsprechend zu erreichen. Ebenso ist die Koordinierung des Bauablaufes der einzelnen Firmen vor Ort eine zentrale Aufgabe, bei welcher die Kommunikation aller am Bau Beteiligten eine sehr wichtige Rolle spielt. Abschließend sind noch die Abstimmung mit weiteren Behörden sowie die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort mit den Gemeinden, Anliegern und Bürgerinnen und Bürgern als ein Teil der Kernaufgaben zu nennen.

Wie sind sie zum Bauingenieurwesen gekommen?

Dies hat bei mir eine gewisse familiäre Vorprägung. Zudem macht die Vielseitigkeit des Bauingenieurwesens diesen Beruf interessant – insbesondere die direkte Wahrnehmung der Ergebnisse, welche aus dem eigenen Tun entstehen. Dies war insbesondere bei der B 29 OU Mögglingen der Fall. Als Beispiel möchte ich hier die Böschungssicherungsmaßnahme mittels des Systems Krismer nennen, welches als Sondervorschlag umgesetzt wurde.

Was macht für Sie den Reiz an der Baumaßnahme OU Mögglingen aus?

Einen großen Reiz stellt die Baumaßnahme an sich dar. Mit dem Bau von über 10 Ingenieurbauwerken, von 6,9 km Strecke und der insbesondere für die Bauabschnitte 2 und 3 engen Bauzeit, waren viele Herausforderungen und damit auch Reize von Beginn an vorhanden.

An was erinnern Sie sich bezüglich der Baumaßnahme OU Mögglingen besonders gerne?

Hier gibt es sicherlich viele positive Erinnerungen. Eine hiervon ist sicherlich das sehr konstruktive und zielorientierte Zusammenwirken mit anderen Behörden bei notwenigen Genehmigungsverfahren. Gleichzeitig begegnet man über die gesamte Projektzeit gesehen vielen Menschen mit deren unterschiedlichen Ansichten und Anliegen. Neben einigen kritischen Momenten gab es aber eine überwiegende Mehrzahl an schönen Begegnungen hier in Mögglingen.

Welche Erfahrungen, die Sie beim Bau der OU Mögglingen gemacht haben, werden Ihnen bei zukünftigen Projekten weiterhelfen/ werden Sie bei zukünftigen Projekten anwenden?

Gerade bei einer Baumaßnahme dieses Umfangs mussten wir vor Ort viele kleine Bausteine auf dem Weg bringen und zusammenführen. Dies gelang mehrheitlich nur durch zielstrebiges Handeln und dadurch, dass man permanent immer wieder an den gleichen Vorgang erinnerte und diesen bearbeitete. Dabei ist eine interne Arbeitsorganisation sowie Entscheidungsfreudigkeit unerlässlich. Ich denke, dass diese Arbeitsweise das Baubüro Mögglingen mit allen Kolleginnen und Kollegen geprägt hat und ebenso für das künftige Handeln ein wichtiger Bestandteil sein wird.

Herr Apel, IGS Ingenieure, Bauüberwachung:

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit als Bauüberwachung besonders gut?

Im Bauwesen werden ausschließlich Unikate hergestellt. Daher ist keine Bauaufgabe der anderen gleich. Es ergeben sich also immer Sachverhalte, welche planerisch nicht endgültig durchgebildet werden können. Die Bauüberwachung hat hier in Zusammenarbeit mit dem Bauherrn die Aufgabe der Kontrolle der Umsetzung der plan- und vertragsgerechten Leistung, als auch die Möglichkeit Entscheidungen über den Fortgang der Baumaßnahme zu treffen. Dabei ist es erforderlich jederzeit auf Änderungen, Vorschläge und erforderliche Anpassungen reagieren zu müssen und Entscheidungen auf der Grundlage von technischen Möglichkeiten und Erfahrungen zu treffen. Diese tägliche neue Herausforderung ist etwas sehr Schönes an diesem Beruf.

Was ist für Sie das Faszinierende an ihrer Tätigkeit als Bauleiter?

Da ich nicht tagtäglich in der gleichen Firma im Wesentlichen gleiche Tätigkeit verrichten wollte und da sicher auch etwas Fernweh dabei war, entschied ich mich für einen Bauberuf, wissend und wollend diesen Berufsanfang mit einem Studium fortzusetzen. Aus dieser Historie ergibt sich eine gute Grundlage bei Tätigkeiten auf den Baustellen. In der Lage zu sein, Abläufe einzuschätzen, sich mit den Ausführenden an der Basis und mit deren Tätigkeiten zu beschäftigen. Tätigkeiten, die ich selbst ausgeführt habe. Das Faszinierende dabei ist, sich täglich neuen Herausforderungen zu stellen und Entscheidungen treffen zu müssen.

Was muss ein guter Bauleiter wissen?

Neben dem geltenden fachlichen, technischen und rechtlichen Vorschriftenwerk muss ein Bauleiter unbedingt wissen wie er mit den ihm unterstellten Beschäftigten und ihm übergeordneten Mitarbeitern umgeht. Es ist das wichtigste im richtigen Zeitpunkt zu motivieren und mit den Leuten zu arbeiten, so dass jeder am Bau Beteiligter das Gefühl hat, seinen unverwechselbaren Beitrag geleistet zu haben.

Welche Fähigkeit war bei der Baumaßnahme OU Mögglingen ausschlaggebend?

Eine Baumaßnahme dieses Umfanges umfasst im „Normalfall“ einen Zeitraum von ca. 3 Jahren. Als vorgezogene Leistungen werden Brücken errichtet und Dämme gebaut. Die Dämme sollen eine gewisse Zeit liegen damit Setzungen aus dem Untergrund abklingen können. Dann kommen der eigentliche Bau der Ver- und Entsorgungssysteme und der Straßenbau. Bei der OU Mögglingen mit dieser kurzen Bauzeit von ca. 1 1/2 Jahren musste mit einem sehr hohen technologischen Niveau gleichzeitig die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit bewältigt werden. Das erforderte eine unerhörte Entscheidungsvielfalt in kürzester Zeit. Man kann sich nur bei allen am Bau Beteiligten für diese Leistung nur bedanken.

Was macht die Baumaßnahme OU Mögglingen aus Ihrer Sicht besonders?

Die Ortsumgehung Mögglingen beschert den Anwohnern bei geringster zeitlicher Belastung eine Umgehungsstraße auf hohem Niveau und damit eine Entlastung der Ortslage vom Schwerverkehr. Für die realisierte Lösung gibt es in der Bevölkerung, wie bei allen Bauprojekten, ein Für und Wider. Trotz manchmal unterschiedlicher Sicht auf die notwendigen Dinge und Belästigungen, war eine großartige Mitarbeit der Anwohner, Grundeigentümer und Pächter vorhanden und viel Verständnis wurde aufgebracht. Dafür an alle unseren Dank.

Herr Nolle, Viscan, Vermessung

Was sind Ihre Aufgaben als Vermesser?

Wir sind in erster Linie für die Kontrollvermessung der Baumaßnahme zuständig. Das bedeutet wir prüfen die Bauausführung auf ihre Richtigkeit in der Lage und Höhe. So werden u.a. bei den Brückenbauwerken Schalungskontrollen durchgeführt oder aber auch nach der Betonage die Höhen in einem engen Raster achsbezogen geprüft. Weiterhin werden vor Baubeginn die vorhandenen Festpunkte geprüft und bei Bedarf verdichtet. Wir erfassen aber auch die Oberfläche zu verschiedenen Zeiten je nach Baufortschritt u.a. mit Drohnen und Terrestrischem Laserscan und können somit die bewegten Erdmassen berechnen.

Was ist für Sie das Faszinierende an ihrer Tätigkeit als Vermesser?

Die Entstehung eines solch großen Straßenbauprojektes mit den verschiedenen Bauwerken von dem Zeitpunkt noch vor dem ersten Spatenstich bis zur Verkehrsfreigabe mitzuerleben, ist immer wieder spannend. Weiterhin versuchen wir die Möglichkeiten des technologischen Fortschrittes für unsere Arbeiten zu nutzen. Durch den Einsatz von z.B. modernen Drohnen ergeben sich immer wieder interessante Möglichkeiten der Datenerfassung und positive Überraschungen bei der Sichtung der Messergebnisse.

Worin lagen die Herausforderungen an der Baumaßnahme OU Mögglingen? (technisch/ organisatorisch)?

Die OU Mögglingen ist mit fast 7 km Länge und eine Vielzahl an Bauwerken ein großes Bauprojekt. Da hier in 3 Bauabschnitten mit zwei ARGEN und verschiedenen Firmen gearbeitet wird, ist eine konkrete Absprache der erforderlichen Arbeiten untereinander notwendig. Da auch teilweise im Bereich der alten B29 gebaut wurde, sind oft die vorhanden Lage- und Höhenfestpunkte im Zuge der Baumaßnahme verschwunden und mussten aufwendig neu hergestellt werden.

Was ist BIM und wie sehen Sie die Anwendung bei derartigen Baumaßnahmen?

BIM bedeutet Building Information Modeling und ist weit mehr als nur die reine 3D Darstellung der geplanten Baumaßnahme. Diese Methode umfasst von der Planung über die Bauausführung bis hin zur Bewirtschaftung alle wichtigen Informationen, auch in einem zeitlichen Bezug, in einem Modell. Das bedeutet, die in 3D geplanten Bauwerke können mit allen erdenklichen Informationen verknüpft werden. Zusätzlich ist die vermessungstechnische Prüfung während der Bauausführung in einem größeren Umfang möglich, da die Planung in 3D vorliegt und so mit den erfassten 3D Vermessungsergebnissen abgeglichen werden kann. Unter anderem sind somit Kostenplanungen, Mengenermittlungen und Datenfortschreibungen ohne großen Aufwand möglich.

Herr Koepke, ARGE B29 OU Mögglingen BA 2+3, Bauleitung der ausführenden Firma:

Worin bestehen Ihre Aufgaben als Bauleiter der ausführenden Firma?

Die Aufgaben als Bauleiter sind sehr vielfältig. Zum einen ist man für die Organisation der Baustelle zuständig, d.h. Disposition von Personal und Gerät, Material und Nachunternehmer, so dass alles zum richtigen Zeitpunkt, in ausreichender Menge an Ort und Stelle einsatzbereit ist. Zum anderen ist man für das Einhalten der Sicherheitsanforderungen auf der Baustelle zuständig. Hierfür muss eine Gefährdungsbeurteilung speziell angepasst für jede Baustelle und deren Anforderungen erstellt und die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter und Nachunternehmer durchgeführt werden. Eine weitere Aufgabe des Bauleiters bestehe darin, das Baustellenteam abzustimmen, zu führen und zu kontrollieren, wie z.B. Vermesser im Innen- und Außendienst. Ebenso müssen die Kalkulationsvorgaben umgesetzte als auch eingehalten, die Arbeitskalkulation regelmäßig angepasst und Abweichungen vom Bauvertrag erkannt werden. Zu den Kernaufgaben zählen auch Baubesprechungen mit dem Arbeitgeber bzw. der Bauüberwachung und die Koordination mit Dritten.

Warum wollten Sie Bauingenieur werden?

Ich war von zu Hause aus handwerklich geprägt, habe mit einer Maurerlehre begonnen und danach über den 2.Bildungsweg Bauingenieurwesen studiert. Mich hat fasziniert, in welchen Bereichen der Bauingenieur tätig ist (Konstruktiver Ingenieurbau, Brückenbau besonders, Verkehrswegebau etc.) und damit verbunden jeweils die Schwerpunkte Planung, Bauleitung, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung und so weiter.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag auf der Baustelle der OU Mögglingen aus?

Hier, bei dieser Großbaustelle, verteilen sich die Aufgaben auf mehrere Bauleiter. Allein hätte man keine Chance die Fülle von Aufgaben zu erledigen. Meine 3 Bauleiter und ich teilen uns die Aufgaben.

Oberbauleiter Frank Herrmann hat die Arbeitsvorbereitung als Aufgabe, d.h. er plant die nächsten Arbeiten im Vorfeld, ermittelt Material-, Geräte- und Personalbedarfe, fordert die Geräte und ggfls. Nachunternehmer an – dies wird mit den Schachtmeistern besprochen und die Priorisierung der Arbeiten festgelegt. Zu den Aufgaben gehört zudem die Betreuung der Nachunternehmer für die Bauwerke 8 und 9, sowie die Koordination mit Dritten, hier Unternehmen für BW 7, Schutzplankenarbeiten, Beschilderung, Markierung etc.

Oberbauleiter Herr André Kittel kümmert sich hauptsächlich um die Organisation der Baustelle, d.h. bespricht die Prioritäten mit den Schachtmeistern, gibt die Pläne, Änderungen, Anweisungen aus den Baubesprechungen weiter und ist für die Bodenentsorgung zuständig. Weiter hat Herr Kittel die Nachunternehmer für die Bauwerke 4 – 6 zu betreuen.

Bauleiter Herr Eldert Groos betreut die Bauwerke 1 und 3, ist für die Böschungssicherung System Krismer zuständig und betreut die Vermesser im Außen- und Innendienst etc.

Ich bin bei dieser Maßnahme als Projektleiter tätig und versuche übergreifend mit meinen Kollegen unsere Aktionen bzw. Arbeiten zu steuern, d.h. meine Tätigkeiten sind eher im Innendienst, z.B. Aufbau und Pflege der inneren Strukturen, Schriftwechsel mit dem Auftraggeber, Nachtragserstellung und Verhandlungen mit dem AG, Teilnahme an Bau- und Koordinationsbesprechungen mit dem AG / Bauüberwachung und Nachunternehmern, Kontrolle der Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsvorgaben etc.

Was macht für Sie den Reiz an Ihrer Tätigkeit aus?

Ich bekomme eine große Eigenverantwortlichkeit. Weiter finde ich es interessant so ein Team führen zu dürfen.

Was macht die OU Mögglingen aus Ihrer Sicht zu einer einzigartigen Baumaßnahme?

Allein die Größe der Baumaßnahme (Auftragsvolumen und auch Massenbewegung) ist eine gewaltige Herausforderung. Dazu kommt, dass normalerweise die Brückenbauwerke im Vorfeld erstellt werden. Hier besteht die Aufgabe darin, diese 7 Brückenbauwerke gleichzeitig zu erstellen, parallel dazu den Streckenbau durchzuführen, und dies alles in 18 Monaten Bauzeit zu schaffen, ist mehr als nur spannend! Hier hatten wir bisher das Glück des Tüchtigen, ich denke da besonders an den langen, trockenen Sommer 2018. Das hatte unterm Strich einen positiven Einfluss auf den Baufortschritt.

Herr Walter, RP Stuttgart, Ansprechpartner Landschaftsplanung

Worin bestehen Ihre Aufgaben bei der Baumaßnahme der B 29 OU Mögglingen?

In Planung und Umsetzung der planfestgestellten landschaftspflegerischen Kompensations- maßnahmen (Vermeidungs- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen), sowie der vorgezogenen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Artenschutz. Des Weiteren in der Zuarbeit bei fachspezifischen Problemstellungen im Zuge der Bauausführung.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit besonders gut? 

Die Möglichkeit für die aus der Baumaßnahme resultierenden Eingriffswirkungen einen sinnvollen ökologischen Ausgleich schaffen zu können und damit einen Beitrag zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten.

Die Kombination aus planerischer und bauleiterischer Tätigkeit und die vielfältigen Berührungspunkte mit verschiedensten Fachdisziplinen wie Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz, Straßenbau, Wasserwirtschaft, Bodenschutz, …

Was macht die Baumaßnahme OU Mögglingen aus Ihrer Sicht besonders?

Auch wenn die neue Trasse einen erheblichen Eingriff in Natur und Landschaft darstellt, so verringern die großzügigen Brückenbauwerke über Rems, Sulzbach, Lauter, Dobach und Schettelbach die Zerschneidungswirkung und ermöglichen eine naturnahe Gestaltung der Gewässerbereiche darunter. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund. Ebenso die begrünten Fahrbahn- nebenflächen und die angegliederten Ausgleichsflächen. Entlang der Trasse werden sich von Böbingen über Mögglingen bis Essingen künftig auf 7 Kilometer Länge zwei Vegetationsbänder mit artenreichen Wiesen- und Gehölzstrukturen erstrecken, die in die umgebende Landschaft hineinwirken und das Artenspektrum von Flora und Fauna erweitern.