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Fächerübergreifende Themen des Referat 75 des Regierungspräsidium Stuttgart

Heterogenität und Individualisierung

Differenzierung und Individualisierung an den Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart

Ziele des Gymnasiums

Die besondere Aufgabe des Gymnasiums besteht darin, Schülerinnen und Schülern mit entsprechenden Begabungen und Bildungsabsichten zu einer breiten und vertieften Allgemeinbildung und zur allgemeinen Studierfähigkeit zu verhelfen.

Damit werden zugleich die Voraussetzungen für eine Ausbildung in Berufen mit erhöhten Anforderungen und für die verantwortungsbewusste Wahrnehmung von Führungsaufgaben in allen Bereichen geschaffen. Diesem Ziel dienen alle Formen moderner Didaktik und Methodik. Im Zentrum der pädagogischen Arbeit stehen die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Persönlichkeiten und Begabungen.

Individualisierung, Differenzierung, Fachlichkeit und Denken in Systemen

Die Talente und Interessen der Einzelnen zu fördern ist für jede Lehrkraft eine große Herausforderung. Differenzierende und individualisierende Unterrichtsmethoden bieten Lösungen dafür an. Neben diesen Unterrichtselementen werden an den Gymnasien aber immer auch Unterrichtsmethoden notwendig sein, die die fachlichen Inhalte strukturieren, systematisieren und damit eine gemeinsame Basis für die Arbeit in den Lerngruppen schaffen. Insbesondere in der Oberstufe muss gymnasialer Unterricht sowohl im fachwissenschaftlichen Bereich als auch in den Lernformen auf die Hochschulen vorbereiten.

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Äußere Differenzierung

… durch die unterschiedlichen strukturellen Profilierungen der Gymnasien.

Gemäß ihren Begabungen und Interessen können die Schülerinnen und Schüler spezifische Profile belegen. Im Regierungsbezirk Stuttgart gibt es ca. 15 verschiedene Profilierungen, nahezu alle Gymnasien bieten mehrere Profile an.

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Kennzeichen des naturwissenschaftlichen Profils

NwT ist ein interdisziplinäres Fach, es öffnet den Unterricht für technische Fragestellungen und praktische Aufgaben und behandelt Themen, die mehreren Naturwissenschaften und der Technik zuzuordnen sind.

Der verstärkte Alltagsbezug sowie die konsequente Anwendung handlungsorientierter Unterrichtsformen und Arbeit in Projekten fördert die Motivation für naturwissenschaftlich-technische Themen und schafft die Voraussetzung für eine berufliche Orientierung hin zum naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeld.

Neben NwT sind zwei Fremdsprachen Pflicht.

Profilfach Naturwissenschaft und Technik, NwT

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Kennzeichen des sprachlichen Profils

  • Unterricht in drei Fremdsprachen.
  • Je nach Gymnasium Wahlmöglichkeiten zwischen modernen Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch).
  • Je nach Gymnasium Wahlmöglichkeit in den Alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch.

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Sprachliche Profile mit vertieftem Unterricht in einzelnen Fremdsprachen

Bilinguale Züge

Fremdsprachenlernen heißt auch, die Kompetenz zu erwerben, die Fremdsprache als Arbeitssprache in den Sachfächern anzuwenden. Dies kann innerhalb des bilingualen Sachfachunterrichts oder innerhalb bilingualer Inseln bzw. Module geschehen.

In den bilingualen Abteilungen werden die Schülerinnen und Schüler nach zwei Schuljahren mit verstärktem Fremdsprachenunterricht in verschiedenen Sachfächern bzw. einer Naturwissenschaft (deutsch-englische Abteilungen) bilingual unterrichtet.

Deutsch-Englische Abteilungen

Nach dem Besuch der deutsch-englischen Abteilungen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre

Deutsch-Französische Abteilungen

In den deutsch-französischen Abteilungen können sie die deutsche allgemeine Hochschulreife zusammen mit dem französischen Baccalauréat (Doppelabschluss Abibac) erwerben.

Schulversuch Deutsch-Italienisch

Als besonderes Angebot wurde im Schuljahr 2006/07 am Königin-Katharina-Stift in Stuttgart ein bilinguales Profil deutsch-italienisch als Schulversuch eingerichtet. Italienisch wird dort ab der 8. Klasse bilingual, d. h. sprachlich verstärkt und mit Sachfachunterricht in Geschichte und Geographie angeboten. Die Schülerinnen und Schüler dieses Profils erwerben mit ihrem Abschluss sowohl die deutsche als auch die italienische Hochschulzugangsberechtigung (esame di stato).

Weitere Informationen auf der Webseite des Königin-Katharina-Stiftes

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Kennzeichen des Musikprofils

  • Ab Klassenstufe 8 wird Musik als vierstündiges Profilfach unterrichtet.
  • Das Profilfach Musik setzt in den Klassen 5 bis 7 einen verstärkten Fachunterricht voraus; zur Hinführung auf das Profilfach stehen werden in der Kontingentstundentafel zusätzliche Musikstunden ausgewiesen.
  • Musikmentorenausbildung: Im Bildungsplan für das Musikprofil ist auf S. 404 Folgen-des zu lesen: "Durch die höhere Zahl von Unterrichtsstunden, auch in den Klassen 5 bis 7, erhalten die Schülerinnen und Schüler im Profilfach eine deutlich verbreiterte musikalische Ausbildung…" Darüber hinaus wird den Schülern in Klassenstufe 10 angeboten, eine Ausbildung zum Musikmentor zu erhalten.

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Kennzeichen des Kunstprofils

  • Ab Klassenstufe 8 wird Bildende Kunst als vierstündiges Profilfach unterrichtet.
  • Das Profilfach Bildende Kunst setzt in den Klassen 5 bis 7 einen verstärkten Fachunterricht voraus; zur Hinführung auf das Profilfach stehen werden in der Kontingentstundentafel zusätzliche Kunststunden ausgewiesen.

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Kennzeichen des Sportprofils

  • Ab Klassenstufe 8 wird Sport als vierstündiges Profilfach unterrichtet.
  • In den Klassen 8 bis 10 wird eine Sporttheoriestunde zusätzlich unterrichtet.

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Schulversuche

  • Chinesisch oder Portugiesisch als Fremdsprache;
  • Schulversuche zum neunjährigen Bildungsganges neben dem Regelgymnasium, das in acht Jahren zur allgemeinen Hochschulreife führt;
  • die frühe Einführung naturwissenschaftlicher und technischer Angebote;
  • Kooperationen mit Firmen, anderen Schularten;
  • Schulversuch „europäisches Gymnasium“:
    Das "Europäische Gymnasium" schafft eine didaktische Verbindung von zwei modernen mit zwei alten Sprachen in zeitlich gestaffelter Form. Damit entfällt die bisherige Notwendigkeit, sich zwischen Griechisch und Französisch oder einer anderen modernen Fremdsprache entscheiden zu müssen. Das "Europäische Gymnasium" zielt auf ein europäisches Identitätsbewusstsein und auf die Notwendigkeit eines interkulturellen Dialogs. Mit diesem Modell soll vor allem ein Zugang zu den geistigen Traditionen Europas geschaffen werden.
    Mehr Informationen
  • Informationen zur Stundenverteilung der Profile

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Differenzierung innerhalb der Schule

… durch spezifische pädagogische Konzeptionen.

Im Rahmen der Zielsetzung einer operativ eigenständigen Schule nutzen die Gymnasien die neu gewonnen Möglichkeiten durch eine Flexibilisierung der Unterrichtsinhalte, der Verteilung der Unterrichtsstunden und ergänzender Angebote, um dem unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen.

An erster Stelle stehen Förderkonzepte, die die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen, aber auch Neigungsangebote und Angebote für besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler.

Beispiele:

  • Aus einem Pool frei verfügbarer Stunden der Schulen werden Förder- und Differenzierungsangebote durchgeführt, als Wahlpflicht- oder auch als Pflichtangebote.
  • Hausaufgabenbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe.
  • Differenzierung in leistungshomogene Lerngruppen neben konventionellen Lerngruppen, z. B. wird in 4-stündigen Fächern in drei Stunden konventionell und in einer Stunde in leistungshomogenen Gruppen unterrichtet.
  • Instrumentalklassen bieten musikalisch begabten Schülerinnen und Schülern ein Angebot des vertieften Musikunterrichtes.
  • Sozialcurricula schreiben für jede Klassenstufe Aktivitäten im sozialen Bereich fest, angefangen bei Sozialpraktika bis hin zur Durchführung von Patenschaften für Kinder aus der Dritten Welt.
  • Methodencurricula legen für jede Klassenstufe fest, welche Methoden erlernt werden, angefangen bei der Erstellung von Power-Point-Präsentationen bis hin zu Debating-Gruppen.
  • Etablierung von Konfliktmanagementsystemen, bei denen Schülerinnen und Schüler als Mediatoren ausgebildet werden und in Konflikten zwischen ihren Mitschülern schlichtend eingreifen können.

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Differenzierung innerhalb des Unterrichts

… durch Binnendifferenzierung, besondere didaktische Modelle und Unterrichtsmethoden.

Bei der Differenzierung in den Unterrichtsstunden selbst spielt der kompetenzorientierte Lern- und Leistungsbegriff eine zentrale Rolle. Kompetenzen sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen. Kompetenzorientierter Unterricht fragt danach, was Schülerinnen und Schüler können müssen und welche Bereitschaft sie mitbringen müssen, um dies zu erlernen.

Es lassen sich vier Kompetenzbereiche unterscheiden:

  1. Inhaltlich-fachliche Kompetenzen
  2. Methodische Kompetenzen
  3. Personale Kompetenzen
  4. Soziale Kompetenzen

Beispiele für differenzierende und individualisierende Unterrichtsmethoden, die die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlicher Weise aktivieren:

  • Anwendung der klassischen Formen offenen Unterrichts, z. B. der Gruppenarbeit, Projektarbeit oder Freiarbeit.
  • Individualisierung in Form von Zusatzaufgaben, der Arbeit mit Tages- oder Wochenplänen
  • Arbeit mit sogenannten Kompetenzrastern, die verbindliche Ziele für individuelle Lernprozesse festlegen und den individuellen Weg der Zielerreichung über Kompetenzstufen beschreiben. Sie dienen sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften neben den klassischen Formen der Leistungsmessung als Lernstandsdiagnosen.


Weitere Informationen


Ansprechpartner Gymnasialreferat:

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