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RP Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege
  • Abteilung 8
    03.04.2019
    ZWÖLF - Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne in Baden-Württemberg
    Vorankündigung: Wanderausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege wirbt ab Juli 2019 für junge Kulturdenkmale
     Bilderbogen, Quelle: LAD BW/Claudia Merk

    Etwa 1.000 Kirchenbauten wurden zwischen 1960 und 1980 in Baden-Württemberg gebaut. Rund 150 Kirchen der sogenannten Nachkriegsmoderne sind zwischenzeitlich denkmalgeschützt. Zwölf exemplarische Bauten für diese theologische wie architekturgeschichtliche Umbruchzeit wird die gleichnamige Ausstellung ZWÖLF zeigen. Sie wurde im Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mit Projektpartnern der evangelischen und katholischen Landeskirchen, unterstützt von der Wüstenrot-Stiftung, konzipiert. Von Juli 2019 bis Juni 2020 wird sie quer durchs Land touren.

    „Die Bauten dieser Epoche werden oft noch missverstanden – wenig schmeichelhafte Spitznamen wie ‚Gebetsabschussrampe‘ oder ‚Vater-Unser-Garage‘ zeugen davon. Das soll die Ausstellung ZWÖLF ändern“, sagt Prof. Dr. Claus Wolf, Leiter der baden-württembergischen Denkmalpflege.

    Die Denkmalpflege will den verbreiteten Vorbehalten begegnen und für Bauwerke von erstaunlicher Qualität und Vielfalt werben: „Die Besucherinnen und Besucher erwarten keine Mauerblümchen, sondern ein opulentes Bouquet aus ZWÖLF beispielhaften Blüten einer reichen architektonischen Flora. Nirgends können die Überlegungen der Erbauer und die realisierten Lösungen besser erfahren werden als vor Ort. Daher dienen ZWÖLF ausgewählte Sakralbauten nicht nur als Objekte, sondern auch als Orte der Wanderausstellung“, erklärt Projektleiter Dr. Martin Hahn die Idee der Wanderausstellung.

    Je eine Kirche stellt sich einen Monat lang mit all ihren Facetten und einem reichen Rahmenprogramm vor: Führungen, Vorträge, Konzerte, Kinderprogramm – für jede Altersgruppe und jede Interessenslage ist etwas geboten. Eine Kirche ist so jeweils im Original zu bestaunen, die anderen elf zeigen sich in einer mobilen Ausstellung. Die Besucherinnen und Besucher werden dort in die Entstehungszeit der Bauten versetzt. Die interessanten, innovativen und individuellen Architekturen entwickelten sich in Zusammenarbeit mit den Bauherren, die auf der Suche nach neuen Formen des Gottesdienstes waren.

    „Alle Interessierten sind eingeladen, ZWÖLF Zeugnisse von liturgischer Neuordnung, ästhetischem Wandel und ingenieurtechnischen Leistungen zu entdecken, virtuose Raumschöpfungen aus raffinierten Formen und geschickt eingesetzten Materialien“, wirbt Dr. Tamara Engert, die Ausstellungskoordinatorin.

    Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Weitere Informationen finden Sie unter www.zwoelf-kirchen.de sowie www.denkmalpflege-bw.de

    Plakat zur Ausstellung inklusive Orten und Daten der Wanderausstellung (pdf, 745 KB)
    Postkarte (pdf, 1.1 MB)


    Kachel-Teaser, Quelle: LAD BW/Claudia Merk