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  • Abteilung 5
    21.06.2019
    19.06.2019 | BUGA HEILBRONN: Ausstellungseröffnung zum Leitthema "Nachhaltiges Baden-Württemberg"
    Fünf Ausstellungen zum Leitthema: „Nachhaltiges Baden-Württemberg“ werden vom 19. bis 30. Juni 2019 im Treffpunkt Baden-Württemberg auf der Bundesgartenschau (BUGA) Heilbronn gezeigt

    Das Umweltministerium mit seinen Ausstellungspartnern (NABU, BUND, Umweltakademie) hat gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Stuttgart heute eine Vernissage zur neuen Ausstellungsperiode zum Leitthema „Nachhaltiges Baden-Württemberg“ im Fruchtschuppen des Treffpunkt Baden-Württemberg auf der BUGA Heilbronn veranstaltet.

    Eröffnet werden folgende Ausstellungen:

    • Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg e.V „Natur ganz nah: Biologische Vielfalt in Gärten und Gemeinden 
    • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Verbundene Landschaft – Lebendige Vielfalt“
    • Akademie für Natur- und Umweltschutz: „Keine Angst vor den gelben Brummern – die faszinierende Welt von Hornissen und Wespen“
    • Regierungspräsidium Stuttgart mit zwei Ausstellungen: „Landschaften und Böden im Regierungsbezirk Stuttgart“ und „Der Biber kehrt zurück“

    Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg e.V. „Natur ganz nah: Biologische Vielfalt in Gärten und Gemeinden“

    Der NABU Baden-Württemberg präsentiert die beiden Projekte „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ und „Natur nah dran – biologische Vielfalt in Kommunen fördern“. Bei der Ausstellung können die Besucherinnen und Besucher Ihr Wissen zum Thema lebendige Vielfalt im Siedlungsraum erweitern und sich spielerisch dem Thema Wildbienen nähern. Der Garten des Glücks zeigt verschiedene Elemente eines Naturgartens, die auch kleine Flächen zu Lebensräumen für viele Tiere machen können. „Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter!“, sagen Anna Sesterhenn und Martin Klatt, die die beiden Projekte leiten. „In jeder Stadt, in jedem Dorf und jedem Garten schlummert Potential für mehr biologische Vielfalt. In unserer Ausstellung zeigen wir Möglichkeiten, wie naturnahe Gestaltung gelingen kann.“

    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V. Verbundene Landschaft - Lebendige Vielfalt

    Laubfrosch, Gefleckte Heidelibelle oder Violetter Feuerfalter drohen aus unseren Landschaften zu verschwinden. Die Ursachen: Straßen, Bebauung und intensive Ackerflächen zerschneiden und zerstören Lebensräume. Die BUND-Wanderausstellung „Verbundene Landschaft - Lebendige Vielfalt“ zeigt auf der Bundesgartenschau, wie es um Tiere, Pflanzen und Lebensräume in Baden-Württemberg steht und welche Rolle der Biotopverbund dabei spielt. Die Verbindung der Lebensräume ist ein Schlüsselthema des BUND auf Landes- und Bundesebene: „Mit dem Projekt Biotopverbund im Offenland schafft der BUND Netze des Lebens. Mit den Kommunen Nürtingen und Stockach zeigt der BUND beispielhaft wie der Biotopverbund gelingen kann. Hier verbinden wir mit grünen Trittsteinen voneinander getrennte Lebensräume. Pflanzen und Tiere finden so in den ausgeräumten und zersiedelten Landschaften sichere Wander-, Ausbreitungswege und Nahrungsquellen“, sagt Lilith Stelzner, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg. Bei Nürtingen hat der BUND Blühstreifen und Blühflächen eingesät. Inmitten intensiv bewirtschafteter Ackerflächen finden Wildbienen und andere blütensuchenden Insekten wieder Nahrung. „Flora und Fauna haben so auch langfristig und in Zeiten des Klimawandels eine Überlebenschance“, so Stelzner. Kinder, Kreative und deren Begleiter*innen können beim Besuch der Wanderausstellung Insek-tenkostüme basteln und mit einer Selfie-Box Erinnerungsfotos aufnehmen und sich als Schwebfliege, Libelle, Wildbiene oder Heuschrecke verkleiden. Die Ausstellung ist Teil des BUND-Modellprojektes Biotopverbund Offenland, das durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert wird.

    Akademie für Natur- und Umweltschutz „Keine Angst vor den gelben Brummern – die faszinierende Welt von Hornissen und Wespen“

    Stuttgart/Heilbronn. In Ihrem Rollladenkasten haben sich Wespen einquartiert? „Das ist kein Grund zur Panik“, so die Umweltakademie Baden-Württemberg. „Sommerzeit ist Wespenzeit. Wie jedes Jahr tauchen mit den sommerlichen Temperaturen auch die gelb-schwarzen Brummer wieder vermehrt in Gärten, auf Terrassen und Balkonen auf - und nisten sich auch mangels natürlicher Nisthilfen in Rollladenkästen am Haus ein oder nehmen ungefragt am Kaffeekränzchen auf der Terrasse teil“, weiß Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie. „Panik ist in jedem Falle fehl am Platz.“
    Wer sich um Nester am Haus sorgt oder sein Stück Sonntagskuchen in Ruhe genießen möchte, sollte nicht vorschnell zum Gift oder zur Insektenpatsche greifen, sondern sich stattdessen an die von der Umweltakademie geschulten Hornissen- und Wespenfachberater wenden, die über die unteren Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreise vermittelt werden. Sie sind - übrigens nicht nur im Sommer - Ansprechpartner in Sachen Wespennester, Umsiedelung oder zu allgemeinen Fragen bezüglich der faszinierenden Insekten.
    Mit einer Ausstellung über die gelben Brummer, riesigen Wespennestern, Mitmachaktionen für Kinder und Vorträge für interessierte Erwachsene informiert die Umweltakademie im Treffpunkt Baden-Württemberg. Mit dem Aktionsprogramm will die Umweltakademie auf die Bedeutung der Hornissen und anderen Wespenarten im Naturhaushalt aufmerksam machen.
    Denn nicht erst in Zeiten des Insektensterbens steht für die Natur wesentlich mehr auf dem Spiel als eine Ruhestörung am Kaffeetisch oder durch unliebsame Untermieter. Die Tiere gehören durch die Vernichtungsaktivitäten der Menschen zu den bedrohten Tierarten, heißt es bei der Umweltakademie. Und das, obwohl sie eine wichtige Funktion für die Ausgewogenheit unseres Naturhaushaltes haben. Denn Wespen - und damit auch Hornissen - sind Insektenjäger. Die Larven werden ausschließlich mit erbeuteten, proteinreichen Insekten, und zwar im Wesentlichen häufig vorkommende Fliegen- und Mückenarten, versorgt. Die Völker von Hornisse, Deutscher und Gewöhnlicher Wespe etwa sterben im Herbst desselben Jahres wieder ab. Lediglich die Jungköniginnen überleben, überwintern und gründen im nächsten Jahr einen neuen Staat - Nester aus dem Vorjahr werden jedoch nicht wieder besiedelt. Hornissen und die meisten Wespenarten sind also gar nicht - wie viele Menschen meinen - auf Süßes und Fleischiges von Kaffeetafel und Grillparty aus. „Lediglich die Deutsche und die Gewöhnliche Wespe werden an der Kaffeetafel von Kuchen angezogen und können bei der Grillparty lästig werden“, so die Umweltakademie. Das Abdecken von Limonade, Marmelade, Kuchen und Fleisch helfe hier schon weiter und halte ohnehin auch andere Insekten fern.
    Und was den Nestbau am Eigenheim angeht: Rollladenkästen sind gut vor Wind und Wetter geschützt - kein Wunder, dass sich die Tiere dort gerne einnisten. Die Umweltakademie meint: „Prävention ist der beste Schutz: Betätigen Sie regelmäßig die Rollläden. Denn durch den dadurch entstehenden Lärm fühlen sich Wespenköniginnen normalerweise so gestört, dass sie sich den Ort ihrer Herberge noch einmal gut überlegen.“ Falls es dafür schon zu spät ist, wenden Sie sich einfach an die Fachberater in Sachen Wespen und Hornissen. Denn eigenhändiges Handeln oder gar Abtöten ist bei den meisten, unter Naturschutz stehenden Wespenarten, auch gesetzeswidrig.
    Mit dem europaweit einmaligen Bildungskonzept zur Insektenfamilie der Wespen trägt die Umweltakademie zum Schutz der gefährdeten Tiere bei, indem sie ein flächendeckendes Netzwerk von Fachberatern zu Hornissen- und Wespenfragen für ganz Baden-Württemberg aufgebaut hat und Experten im Sinne der Ehrenamtsförderung regelmäßig fortbildet. So werden Naturschutz und Biodiversitätsbewahrung gleichermaßen auf ökonomisch-ökologische Weise zusammengebracht. Die Fachberater können über die Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreise erreicht werden.
    Unter www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Hornissen/ Wespen für Sie zusammengefasst.

    Regierungspräsidium Stuttgart „Landschaften und Böden im Regierungsbezirk Stuttgart“

    „Mit unserer Ausstellung ‚Landschaften und Böden‘ möchten wir das Interesse der Besucherinnen und Besucher auf unsere Böden lenken, die neben Wasser und Luft eine unverzichtbare Lebensgrundlage für uns sind - und gleichzeitig bedeutender Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen“, sagt Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Die Ausstellung führt eindrücklich die Vielfalt der Landschaften im Regierungsbezirk Stuttgart vor Augen, die maßgeblich von Geologie, Klima und Böden und deren Nutzung durch uns Men-schen geprägt wurden und werden. Die Ausstellung vermittelt viel Wissenswertes über die un-terschiedlichen Böden im Regierungsbezirk und zeigt außerdem deren Einfluss auf unsere eigene Geschichte auf. Als Höhepunkt werden daneben zwei beeindruckende Bodenexponate präsentiert. Diese wurden im Stuttgarter Schlossgarten entnommen, bevor die Bagger für den neuen Tiefbahnhof für Stuttgart 21 anrückten - zwei Böden mit besonderer Geschichte also.

    „Der Biber kehrt zurück“

    „Der Biber kehrt zurück“ - so lautet das Motto der zweiten Ausstellung des Regierungspräsidium Stuttgarts auf der BUGA, die mit vielen Exponaten und Bildern ausgestattet ist. Seit den 1970er Jahren ist der Biber allmählich in seine alte Heimat Baden-Württemberg zurückgekehrt. Dabei gestaltet er seinen Lebensraum nach seinen Ansprüchen, was uns Menschen oft vor Herausforderungen stellt. Neben der Lebensweise dieser Tierart wird besonders der Umgang mit Konflikten im Rahmen des landesweiten Bibermanagements beleuchtet und aufgezeigt, welche Lösungsmöglichkeiten für ein Nebeneinander von Menschen und Bibern existieren. Regierungspräsident Wolfgang Reimer sagt bei der Ausstellungseröffnung: „Der Biber ist ein aktiver Land-schaftsgestalter, der uns zwar vor Herausforderungen stellen kann. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass Biber ein Stück Natur zurück an unsere Fließgewässer bringen und so zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.“

    Begleitet wird die Ausstellung vom Ökomobil des Regierungspräsidiums Stuttgart, das ab Mittwoch, 19. Juni bis Freitag, 21. Juni 2019, vor Ort ist und Aktionen rund um den Biber anbietet. Wer noch mehr über die Biber erfahren möchte, ist herzlich zum Biber-Vortrag am Mittwoch, 19. Juni 2019, 16:00 Uhr, im Treffpunkt Baden-Württemberg eingeladen.

    Quelle: https://www.buga2019.de/de/index.php