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  • Abteilung 5
    12.05.2017
    Tagung der Naturschutzbeauftragten des Regierungsbezirks Stuttgart am 10. und 11. Mai 2017 im oberen Wental (Landkreis Heidenheim)
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer dankt den Beauftragten: „Ihre engagierte Arbeit sorgt für unabhängige Präsenz und ist damit ein wichtiges Instrument des Naturschutzes in unserem Land“

    ​Ein aktiver Naturschutz ist unabdingbar für die blühenden und vielfältigen Landschaften in unserem Land. Daher hat das Land Baden-Württemberg bereits frühzeitig ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte (NSB) eingesetzt. Seit den 1930er Jahren steht die Institution der ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten den Naturschutzbehörden in Baden-Württemberg zur Seite. So setzt Baden-Württemberg auch ein aktives Zeichen gegen einen drohenden Artenverlust wie etwa dem Insektenschwund.

    Die ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragen sind Naturschutzfachbehörde und Ehrenamt in einer Funktion. Rund 220 Naturschutzbeauftragte gibt es im Land, 55 davon im Regierungsbezirk Stuttgart. Die Naturschutzbeauftragten werden von den Stadt- und Landkreisen für die Dauer von fünf Jahren bestellt und sind dort den unteren Naturschutzbehörden angegliedert.

    Als Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Stuttgart fallen auch die Aufgaben der höheren Naturschutzbehörde in den Zuständigkeitsbereich von Wolfgang Reimer. Er dankte Im Rahmen eines Besuchs der Tagung im Landkreis Heidenheim den Engagierten: „Ihre Arbeit sorgt für unabhängige Präsenz und ist damit ein wichtiges Instrument des Naturschutzes. Insbesondere zu Zeiten, in denen die Aufgaben des Naturschutzes immer vielfältiger und komplexer werden, verdient Ihr ehrenamtlicher Einsatz höchsten Respekt. Das ist Ehrenamt im Wortsinn. Die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Natur und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes sind sehr hohe Schutzgüter.“

    Der Schwerpunkt der Arbeit der Naturschutzbeauftragten liegt in der Beurteilung von Vorhaben und Planungen, die mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden sind, bei Stellungnahmen zu Landschafts- und Grünordnungsplänen sowie bei der Beurteilung von Fachplanungen anderer Verwaltungen.

    Die jährliche Fortbildung dient als wichtige Plattform dazu, den Informationsfluss zu gewährleisten, sich auszutauschen und die Ehrenamtlichen auf den neusten fachlichen und rechtlichen Stand zu bringen. So stehen Neuerungen im Bundesnaturschutzgesetz und Baugesetzbuch und das Verfahren zu Ersatzgeldern ebenso auf der Tagesordnung wie Projekte rund um Kiebitz, Rebhuhn oder Steinkrebs.

    Auch die Praxis kommt bei der zweitägigen Tagung nicht zu kurz. So nehmen die Teilnehmer an einer themenorientierten Exkursion durch den Landkreis Heidenheim teil. Regierungspräsident Reimer, Naturschutzbeauftragte und weitere Vertreter der Höheren Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart erkunden gemeinsam die besonders eindrucksvollen Naturschutzgebiete „Wental“ und „Eselsburger Tal“. Schnell wird deutlich: Diese Besuchermagnete bedürfen intensiver Pflege und konsequenter Besucherlenkung. „Naturschutzbeauftragte und Landschaftserhaltungsverband unterstützen hier das Regierungspräsidium entscheidend“, betonte Reimer.

    Dies fängt bei der Heidepflege an, setzt sich über spezielle Maßnahmen für das Artenschutzprogramm des Landes fort und hört bei der Öffentlichkeitsarbeit, wie sie im Biberzentrum Brenz/Eselsburg, einem kommunalen Projekt, begutachtet wird noch lange nicht auf.

    Der Landkreis Heidenheim hat viel Natur zu bieten und zu bewahren. Gerade in Landschaften wie dem Wental, einem typischen Trockental nordwestlich von Steinheim am Albuch auf der Karsthochfläche, das nahezu vollständig in mehreren Schutzgebieten liegt, dem neuen Naturschutzgebiet rund um den Meteoritenkrater „Steinheimer Becken“ und dem Eselsburger Tal, oder der geologisch interessanten Brenztalschlinge mit einer Vielzahl wertvoller Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten, wird die immense Aufgabenstellung der Naturschutzbeauftragten und mit ihr der Erhaltungswert der Natur unmittelbar erlebbar.

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