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  • Abteilung 8
    20.10.2017
    Ausstellung „gemalt und ins glas geschmolzen“ – Die Reformatorenfenster von Ludwig Mittermaier in der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg durch Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, feierlich eröffnet

    Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, eröffnete heute (20. Oktober 2017) die Ausstellung mit dem Titel „gemalt und ins glas geschmolzen“ – Die Reformatorenfenster von Ludwig Mittermaier in der Evangelischen Stadtkirche. Die Ausstellung kann von 21. Oktober bis 24. November 2017 besichtigt werden.
    Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die sieben großformatigen Fenster der Kirche mit den Darstellungen wichtiger Vertreter der Reformation, die ab 1861 von der Werkstatt Mittermaier in Lauingen geschaffen wurden. Sie waren Teil einer vollständigen Neuverglasung der Kirche und stellen einen deutschlandweit einzigartigen Fensterzyklus dar, der bis heute vom Ausdruck des protestantischen Selbstverständnisses im 19. Jahrhundert zeugt. 
    „Die Glasmalerei des 19. Jahrhunderts ist in der Vergangenheit auch von der Denkmalpflege nicht ausreichend beachtet worden und oft genug ging sie im Rahmen einer Gesamtsanierung einer Kirche verloren. Daher ist eine Sensibilisierung der Komplexität der Glasmalerei des 19. Jahrhunderts aber auch eine neue adäquate denkmalpflegerische Bewertung notwendig“, hob Prof. Dr. Wolf hervor.
    Durch den thematischen Bezug der Fenster zum Reformationsjahr, war die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien bereit, das vom Ministerium für  Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg – Oberste Denkmalschutzbehörde – getragene Glasmalereiprojekt, finanziell zu fördern. Vor diesem Hintergrund konnte das  Landesamt für Denkmalpflege  ein Projekt durchführen, dass sich intensiv mit den Fenstern auseinandersetzt und dessen Ergebnisse in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
    „Die Qualität der Malerei ist bei näherer Betrachtung – und dafür bietet diese Ausstellung nun die einmalige Gelegenheit – herausragend und beeindruckend. Mit der Begeisterung und Rückbesinnung auf das Mittelalter im 19. Jahrhundert rückte auch die Glasmalerei wieder in das Blickfeld der Kunstschaffenden“ unterstrich Prof. Dr. Wolf.
    Dr. Ulrike Plate, Landeskonservatorin am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, ergänzte: „Ganz besonderer Dank gilt der Familie Mittermaier für die wertvollen Hinweise zur Person Ludwig Mittermaiers und für die zahlreichen Leihgaben, die sie der Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.“
    Die Ausstellung befindet sich in den beiden Kapellen, die sich an das südliche Seitenschiff der Evangelischen Kirche anschließen. Neben den eingebauten Fenstern sind die original erhaltenen Entwurfskartons sowie zahlreiche Exponate aus dem Nachlass Ludwig Mittermaiers zu sehen und gestatten dem Besucher Einblicke in die Entstehung der Verglasung und die Arbeitsweise einer Glaswerkstatt um 1860.
    Weitere Teile der Ausstellung ordnen die Reformatorenfenster in die Baugeschichte der Kirche ein und erläutern den Umgang mit den vorhandenen Glasmalereien im Laufe ihres 150jährigen Bestehens. Einige ausgewählte und ausgebaute Felder zeigen dem Betrachter in seltener Nahsicht Details in den Darstellungen und ihre malerische Umsetzung durch die Werkstatt Ludwig Mittermaiers.

    Flyer Ausstellung (pdf, 955 KB)
    Flyer Vernissage (pdf, 228 KB)

    Abbildungen (pdf, 3 MB)
    werden zum Download unter https://www.denkmalpflege-bw.de/service/presseoeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/
    bzw. https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/Seiten/pressemitteilungen.aspx zur Verfügung gestellt

    Abb. 1: Gesamtes Fenster mit Friedrich dem Weisen, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Iris Geiger-Messner
    Abb. 2: Ausschnitt aus Zwingli-Fenster, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Iris Geiger-Messner
    Abb. 3. Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, Glasfeld mit Henne, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Iris Geiger-Messner
    Abb. 4 Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, oberer Bereich der Figur, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Iris Geiger-Messner
    Abb. 5: Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, oberer Bereich der Figur, Auge mit Sprungblei, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dunja Kielmann; Kathrin Rahfoth
    Abb. 6: Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, oberer Bereich der Figur, Auge, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dunja Kielmann; Kathrin Rahfoth
    Abb. 7: Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, originale Malereikennzeichnungen, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dunja Kielmann; Kathrin Rahfoth
    Abb. 8: Ausschnitt aus dem Brenz-Fenster, Glasfeld mit Henne, Auge, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Dunja Kielmann; Kathrin Rahfoth
    Abb. 9: Ausschnitt aus dem Zwingli-Fenster, oberer Bereich der Figur, Auge mit Sprungbleien, Foto: Kathrin Rahfoth
    Abb. 10: Kiste mit eingelagerten Glasfeldern im Keller der Evan. Stadtkirche, Foto: Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Susann Seyfert 


    Hintergrundinformationen

    Öffnungszeiten
    Montag bis Samstag von 9-17h
    Sonntag von 12-17 Uhr

    Wegen Veranstaltungen in der Evangelischen Stadtkirche ist die Ausstellung an folgenden Terminen nicht zu besichtigen:
    28.10.2017: ganztägig
    31.10.2017: bis 12 Uhr
    01.11.2017: ganztägig
    12.11.2017: ganztägig     

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