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  • Abteilung 9
    23.03.2018
    Welttuberkulose-Tag 2018
    Trotz eines leichten Rückgangs bleibt die Zahl der registrierten Tuberkulose-Erkrankungen in Baden-Württemberg auf erhöhtem Niveau

    ​Am 24. März ist Welt-Tuberkulosetag. Tuberkulose gehört mit fast 1,7 Millionen Todesfällen pro Jahr immer noch zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Geschätzt 10,4 Millionen Menschen erkrankten 2016, darunter fast eine halbe Million an multiresistenter Tuberkulose, bei der die beiden wichtigsten Tuberkulose-Medikamente nicht mehr wirken.

    Die Anzahl der in Deutschland neu gemeldeten Tuberkulosefälle ist im Jahr 2017 erstmals seit einigen Jahren wieder leicht gesunken. So wurden dem Robert Koch-Institut nach vorläufigen Daten für 2017 insgesamt 5.486 Tuberkulose-Fälle übermittelt, nach 5.949 im Jahr 2016 und 5.834 in 2015 (Datenstand 1.3.2018).

    Auch in Baden-Württemberg hat die Anzahl der an das Landesgesundheitsamt nach Infektionsschutzgesetz übermittelten Tuberkulose-Fälle im Jahr 2017 erstmals seit 2014 leicht abgenommen. Während im Jahr 2016 noch 804 Tuberkulosemeldungen verzeichnet wurden, sank die Anzahl der Tuberkulosemeldungen um 3% auf 778 Fälle für das Jahr 2017. Die zwischenzeitliche Zunahme der Fallmeldungen ist auch Ergebnis der Gesundheitsvorsorge. Ausländer, die in einer Gemeinschaftsunterkunft oder in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen haben, werden nach § 62 Asylgesetz in Verbindung mit § 36 Absatz 5 Infektionsschutzgesetz (IfSG) von den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern auf akute übertragbare Erkrankungen, insbesondere Tuberkulose, untersucht. Trotz des leichten Rückgangs bleibt die Zahl der registrierten Tuberkulose-Erkrankungen in Baden-Württemberg auf erhöhtem Niveau. Etwa 80% der Tuberkulosen betreffen Personen aus Herkunftsländern, in denen Tuberkulose meist aufgrund einer unzureichenden allgemeinen Gesundheitsversorgung deutlich häufiger auftritt als in Deutschland. 

    Ziel ist es, Tuberkulose-Erkrankung frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und Folgeinfektionen zu verhindern. In Deutschland stehen hierfür moderne und effektive Maßnahmen sowie Wissen und Ressourcen zu Verfügung. Voraussetzung ist jedoch, dass Ärzte/-innen bei Symptomen wie länger bestehenden Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme immer auch an Tuberkulose denken und die erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Schritte veranlassen.
    Eine wichtige Grundlage für die optimale Patientenversorgung bilden die im letzten Jahr erschienenen AWMF-Leitlinien (AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.) für die Erwachsenen und die Kindertuberkulose. Gerade für Niedriginzidenzländer in der Präeliminationsphase gewinnt der Einsatz molekularer Methoden zur Früherkennung von Infektionsketten und resistenten Erregern zunehmend an Bedeutung.

    Weitere Informationen finden Sie auch unter folgendem Link:

    https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2018/02_2018.html
    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/11-12_18.pdf?__blob=publicationFile

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