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  • Abteilung 3
    23.03.2018
    45. Weissacher Imkertag am Mittwoch, 4. April 2018
    Zentrale Fortbildungsveranstaltung für Imker und Bienenfreunde

    Sehr geehrte Damen und Herren, 

    das Regierungspräsidium Stuttgart veranstaltet am 

    Mittwoch, 4. April 2018, 9:30 Uhr
    in der Strudelbachhalle in Weissach (Landkreis Böblingen) 

    bereits zum 45. Mal den traditionellen Weissacher Imkertag. Hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. Nähere Informationen zum Programmablauf entnehmen Sie bitte der beiliegenden Einladung.

    Während der Mittagspause, gegen 12.15 Uhr, haben Sie die Möglichkeit zu einem Gespräch mit den Referenten (Ansprechpartner des Regierungspräsidiums vor Ort: Herr Dr. Kurt Mezger, Leiter der Abteilung 3 „Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Veterinär-und Lebensmittelwesen“ im Regierungspräsidium Stuttgart und Herr Thomas Kustermann, Bienenfachberater im Regierungspräsidium Stuttgart). Auch über eine Vorabberichterstattung bzw. eine Aufnahme in Ihren Veranstaltungskalender freuen wir uns. Nähere Informationen zum Programmablauf entnehmen Sie bitte der beiliegenden Einladung.

    Bei dieser zentralen Fortbildungsveranstaltung für alle Imker und Bienenfreunde im Regierungsbezirk Stuttgart stehen wieder interessante und aktuelle Themen zur Bienenhaltung und Imkerei auf dem Veranstaltungsprogramm. Zur Veranstaltung begrüßen wird Dr. Kurt Mezger, Leiter der Abteilung 3, Landwirtschaft, Ländlicher Raum und Veterinär- und Lebensmittelwesen, des Regierungspräsidiums Stuttgart. Nach einem Grußwort von Daniel Töpfer, Bürgermeister der Gemeinde Weissach, beschäftigt sich der Vormittag mit Biodiversität, weltweitem Bienensterben und neunen Erkenntnissen zur Varroabekämpfung aus der Wissenschaft. 

    Dr. Gerhard Schaber-Schoor, Leiter der Koordinierungsstelle „Biodiversität und Landnutzung“ am Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz eröffnet die Fachbeiträge. Er stellt in seinem Vortrag die „Ziele und Maßnahmen des Sonderprogramms des Landes zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ vor. Der Ministerrat des Landes hat am 21. November 2017 das "Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt" beschlossen. Aus dem Sonderprogramm stehen dem MLR, dem UM und VM für die Jahre 2018 und 2019 insgesamt 30 Mio. Euro für Maßnahmen und weitere 6 Mio. Euro für Monitoringaufgaben zusätzlich zur Verfügung. Anknüpfend an bestehende Maßnahmen und Programme des Landes zum Schutz und zur Stärkung der biologischen Vielfalt will die Landesregierung mit dem Sonderprogramm weitere Maßnahmen auf den Weg bringen, um dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken und sie für künftige Generationen zu bewahren. 

    Mit dem Vortrag „Varroabekämpfung - aktuelle Situation und Beurteilung neu zugelassener Mittel“ schließt Dr. rer. nat. Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim an. Eine sichere und einfach anzuwendende Varroabekämpfung ist nach wie vor die größte Herausforderung für die praktische Imkerei im Land. Erfreulicherweise sind in den letzten Jahren neue Präparate zugelassen worden - darunter Polyvar yellow, Oxuvar 5,7% und VarroMed - wodurch sich die Flexibilität in der Varroabekämpfung erhöht hat. Die Neuzulassungen werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihrer Eignung in Bezug auf das Varroabekämpfungskonzept Baden-Württemberg vorgestellt. Abschließend wird kurz auf neue Entwicklungen in der Varroabekämpfung eingegangen.

    Anschließen wird M. Sc. Agr. Lea Kretschmer, ehemalige Mitarbeiterin von Dr. Rosenkranz, mit dem Vortrag „Insektensterben – Begriffserklärung, Hintergrundwissen und Fakten“. Seit der Veröffentlichung der Krefelder Studie ist das Insektensterben in aller Munde. Die beschriebenen 75% Verlust der Insektenbiomasse werfen viele Fragen auf. Warum ist der Verlust so hoch? Welche Faktoren spielen eine Rolle und welche Insekten sind eigentlich betroffen? Die Krefelder Studie und das Versuchsdesign werden erklärt, weiter noch werden ähnliche Studien und aktuelle Untersuchungen vorgestellt. Die Unterscheidung zwischen den Begriffen wie Bienensterben und Insektensterben werden erläutert. 

    Wie gewohnt verschafft Thomas Kustermann, Fachberater für Imkerei am Regierungspräsidium Stuttgart, in seinem Vortrag nach der Mittagspause einen Überblick über das vorangegangene Bienenjahr. Durch die starken Spätfröste und die Frostschäden im letzten Jahr ist die Frühjahrstracht in weiten Teilen Baden –Württembergs ausgefallen. Kustermann gibt in bewährter Weise wertvolle Handlungsempfehlungen zur Bewirtschaftung der Völker im Jahresverlauf. 

    Obstbauberater und selbst Imker Alexander Weissbarth stellt in seinem Vortrag „Spannungsfeld: Pflanzenschutz und Imkerei“ dar, dass Pflanzenschutz und Imkerei kein Widerspruch ist. Er erläutert die Rolle des Pflanzenschutzes für den Honigertrag und die Bienen als Bestäuber. „Bei fachgerechtem Einsatz können sowohl die Landwirte als auch die Bienen arbeiten“, so Weissbarth. 

    Der verbleibende Nachmittag verschreibt sich der „Schwarmvorbeuge durch Volksteilung nach der Frühtracht“, so der Vortragstitel von Markus Schwarz, Imkermeister und Betreiber der Honig Manufaktur Spatzenhof.
    „Die Volksteilung nach der Frühtracht soll den Arbeitsaufwand durch Schwarmstimmung reduzieren und zeitgleich in Bezug auf den jahreszeitlichen Entwicklungszyklus eines Bienenvolkes optimierte Spättrachtvölker bringen, die zudem durch die Varroareduzierung den Kontrollvölkern im Vorteil sind“, so die Aussage von Schwarz. 

    Zur besseren Planung des Termins bitten wir um eine kurze Rückmeldung (EMail matthias.kreuzinger@rps.bwl.de oder Telefonl 0711/904-10002).

    Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 

    Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 

    Mit freundlichen Grüßen 

    Saskia Becker
    Pressereferentin beim Regierungspräsidium Stuttgart 

    Einladungsflyer(pdf, 2 MB)

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