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  • 30.04.2018
    Besichtigung und Information zu den Ausgrabungen im Bereich zwischen der Hofstatt- und Katharinenstraße im Zentrum der historischen Altstadt von Reutlingen
     Lehmfußboden mit verkohlten Resten einer Holzkiste (Foto: ArchaeoConnect)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vor die Errichtung des Wohn- und Geschäftsquartiers „Katharinenhof“ durch die Firma Exklusiv Wohnwert GmbH findet seit dem 21. März 2018 auf den Bauflächen eine archäologische Untersuchung der Grabungsfirma ArchaeConnect GmbH statt. Dabei werden die Relikte aus den vergangenen Jahrhunderten dokumentiert. Sondagen des Landesamtes für Denkmalpflege hatten bereits 2017 gezeigt, dass die Besiedlung sicherlich bis in das hohe Mittelalter zurückverfolgt werden kann. Auf der aktuellen Grabung finden sich in den oberen Schichten Spuren, die auf den großen Stadtbrand von 1726 zurückgeführt werden können. 

    Bei einem Rundgang über die Grabung werden weitere Bebauungsreste aus der Zeit vor dem Stadtbrand gezeigt und erklärt. Vor Ort werden die bisherigen Funde aus den verschiedenen Jahrhunderten präsentiert. 

    Die Besichtigung findet statt 

    am Freitag, 4. Mai 2018
    um 13:00 Uhr
    72760.Reutlingen, Ecke Hofstattstraße/Glaserstraße
    am Eingang zur Grabungsfläche 

    Für Fragen vor Ort stehen Ihnen 

    Dr. Jonathan Scheschkewitz, Landesamt für Denkmalpflege,
    Sybil Harding M.A., ArchaeoConnect und
    Maik Baumann, Exklusiv Wohnwert GmbH, zur Verfügung. 

    Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Mail (pressestelle@rps.bwl.de) oder telefonisch (0711/904-10002). 

    Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

    Mit freundlichen Grüßen 

    Saskia Becker
    Pressestelle Regierungspräsidium Stuttgart, Telefonl 0711/904-10002

    Hintergrundinformationen: Auf der aktuellen Grabung finden sich in den oberen Schichten Spuren, die auf den großen Stadtbrand von 1726 zurückgeführt werden können. So zeigte sich eine teils stark brandgerötete Oberfläche auf einem einstigen Lehmfußboden. Dort fanden sich verbrannte Strukturen, vermutlich einer Holzkiste, in der viele runde, stark verkohlte Objekte lagen. Sie erinnern an Eierkohlen, lassen sich aber eindeutig als Äpfel identifizieren. Eine aufwendig gepflasterte Hofeinfahrt mit Entwässerungsrinne aus der Neuzeit zeigt die teils sehr guten Erhaltungsbedingungen auf der Fläche.


    Details der verkohlten Äpfel aus der Zeit des Standbrandes 1726 (Foto: ArchaeoConnect)


    Gepflasterte Hofeinfahrt mit Abflussrinne (Foto: ArchaeoConnect)

​​Pressestelle

Ruppmannstr. 21
70565 Stuttgart
Telefon 0711 904-10002
Telefax 0711 7846940


Katja Lumpp
Pressesprecherin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Désirée Bodesheim
Pressereferentin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Sonja Hettich
Pressereferentin
EMail pressestelle@rps.bwl.de

Melin Güler
Assistenz der Pressestelle
EMail pressestelle@rps.bwl.de