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  • Abteilung 5
    11.07.2018
    Land bezuschusst am Mühlkanal in Süßen (Kreis Göppingen) die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und den Hochwasserschutz mit 690.000 Euro
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Die Maßnahmen am Mühlkanal Süßen sind eine gelungene Verbindung von Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der Gewässerökologie.“
     Bestehender Wehr Süßen/Fils (Foto: RPS)

    ​Die Stadt Süßen (Landkreis Göppingen) erhält für die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und den Hochwasserschutz am Mühlkanal Landeszuschüsse von insgesamt knapp 690.000 Euro. Die beiden Bescheide wurden der Stadt gestern (10. Juli 2018) übersandt.

    „Das Gesamtprojekt wird die Bürgerinnen und Bürger in Süßen zukünftig vor einem Hochwasserereignis schützen, wie es statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt. Daneben wird dort der Absturz am Wehr zukünftig ökologisch durchgängig sein“, erklärte Regierungspräsident Reimer. Er zeigte sich erfreut, dass es gelungen ist, ein Projekt, bei dem Stadt, Wehrgenossen, Landratsamt und Regierungspräsidium beteiligt sind, gemeinsam zum Erfolg zu führen. „Wir sind uns unserer Verantwortung für Mensch, Umwelt und Wirtschaft bewusst und greifen den Kommunen im Land daher gerne finanziell unter die Arme, wenn sie sich gegen Hochwasser und dessen weitreichende Folgen rüsten wollen“, betonte Wolfgang Reimer. „Ist dies auch noch mit einer ökologischen der Verbesserung des Gewässers verbunden, so ist dies umso mehr hervorzuheben.“

    Die Fils durchfließt Süßen von Südosten nach Nordwesten. Rund 270 m oberhalb der Lautermündung wird die Fils durch ein Wehr aufgestaut, um Wasser für die Stromerzeugung in den Mühlkanal zu leiten. Der Zufluss zum Mühlkanal wird durch ein Schütz reguliert. Bei Hochwasser werden sowohl das Wehr als auch das Schütz im Mühlkanal umströmt, wodurch es ab Abflüssen eines 50-jährlichen Hochwassers zu Überflutungen im Stadtgebiet kommt. Durch den Höhenunterschied am Wehr von rund 6,5 m ist dort die ökologische Durchgängigkeit der Fils nicht gegeben.

    Mit den vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahmen (Verlegung des Schützes um 30 Meter nach Unterstrom, Bau eines kleinen Dammes an der Fils sowie einer Hochwasserschutzwand am Mühlkanal) soll sichergestellt werden, dass ein maximaler Abfluss von 3,5 m³/s im Mühlkanal nicht überschritten wird. Dies entspricht im Stadtgebiet einem bis zu 100-jährlichen Hochwasserschutz.

    Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie wird neben dem Hochwasserschutz auch die ökologische Durchgängigkeit der Fils im Bereich der Wehranlage hergestellt. Hierfür wird eine Fischaufstiegsanlage in Form eines naturnahen Umgehungsgerinnes mit Beckenstruktur errichtet.

    Um den Höhenunterschied von rd. 6,50 m überwinden zu können, ist ein Gerinne bestehend aus 56 Becken und einer Gesamtlänge von etwa 180 m notwendig.

    An den Kosten der Fischaufstiegsanlage beteiligt sich neben der Stadt auch die Wehrgenossenschaft, die am Mühlkanal aus der Wasserkraft regenerative Energie erzeugt.

    Hintergrundinformationen:

    Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit
    Zuwendungsfähige Ausgaben    648.310,90 Euro
    Fördersatz                                 85 %
    Zuwenung                                 551.000 Euro

    Hochwasserschutz am Mühlkanal
    Zuwendungsfähige Ausgaben    399.943,17 Euro
    Fördersatz                                 34,0 %
    Zuwendung                              136.00 Euro

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