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  • Abteilung 4
    03.09.2018
    L 1138 Ortsumgehung Benningen: Einigung im Grunderwerb erzielt
    Baubeginn der Neckarbrücke Benningen im April 2019
     Visualisierung der Neckarbrücke im Zuge der OU Benningen, Bild: Regierungspräsidium Stuttgart

    ​Am 08. Juni 2015 fand unter Anwesenheit von Verkehrsminister Winfried Hermann, des damaligen Regierungspräsident Schmalzl sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Benningen, Klaus Warthon, der feierliche Spatenstich der Ortumfahrung Benningen statt. Die Maßnahme OU Benningen begann mit dem Bau der Wirtschaftswegunterführung. Die Fertigstellung erfolgte im Frühjahr 2016.

    Auf Grund langwieriger Grunderwerbs- und Entschädigungsverhandlungen konnte jedoch im Anschluss der Bau der Neckarbrücke nicht wie geplant ausgeschrieben werden. Die seit dem Jahr 2002 erforderlichen Planänderungen, u.a. wegen Richtlinienänderungen, Vorgaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes, bedingten einen Mehrbedarf an Grundstücksflächen. Vor allem bei der Karl Epple GmbH & Co. KG am Standort Benningen hätte dies zu erheblichen dauerhaften betrieblichen Beeinträchtigungen geführt. Daher fanden intensive Gespräche und Beratungen zur einvernehmlichen Lösung zwischen dem Unternehmen, der Gemeinde Benningen und dem Regierungspräsidium Stuttgart, Abteilung 4, statt. Heute (03. September 2018) wurde der Kauf der für den Bau der Ortumfahrung Benningen, vor allem für den Bau der Neckarbrücke, erforderlichen Flächen von der Karl Epple GmbH & Co KG  notariell beurkundet. Der Vertrag regelt den Grunderwerb, die Entschädigungen für die temporären und dauerhaften Erschwernisse sowie die Nutzung des Firmengeländes Epples während des Baus.

    Abteilungspräsident  Andreas Hollatz zeigte sich erfreut: „Der Durchbruch ist nun geschafft. Dank der Übereinkunft konnte ein erneutes, über mehrere Jahre dauerndes Genehmigungsverfahren, vermieden werden.“

    Die Straßenbauverwaltung und die beteiligten Ingenieurbüros arbeiten nun unter Hochdruck, um die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für die Neckarbrücke einschließlich Stützwand abzuschließen sowie den landschaftspflegerischen Begleitplan und Ausführungsplan zu aktualisieren. „Mit dem Bau der Neckarbrücke werden wir im April 2019 beginnen“, fügte Hollatz hinzu.

    „Wir sind erleichtert über die erzielte Einigung und freuen uns, dass es jetzt zügig vorangeht. Nach Fertigstellung der Straße kann unsere Kundschaft wieder ohne Einschränkung in gewohnter zuverlässiger Art und Weise bedient werden“, ergänzten die Vertreter der Karl Epple GmbH & Co. KG anlässlich der Unterzeichnung.
    Die Einigung mit der Karl Epple GmbH & Co. KG beinhaltet auch den Bau einer ca. 100 m langen Stützwand im direkten Anschluss der Neckarbrücke.

    Auf Grund der gestiegenen Marktpreise im Bau sowie den höheren Kosten im Bereich Grunderwerb erfolgt noch im September die Aktualisierung der Kostenfortschreibung.

    Des Weiteren finden zurzeit im zukünftigen Baugebiet Artenschutzuntersuchungen statt. Die Grunderwerbsverhandlungen für die Ausgleichsflächen werden fortgeführt. Demnächst stehen die Feinabstimmungen mit dem Landratsamt Ludwigsburg zur aktuellen Planung an.

    „Für Benningen am Neckar ist die Realisierung der Nordumfahrung eine der wichtigsten infrastrukturellen Maßnahmen in der Geschichte der Gemeinde. Ich freue mich, dass dieser Weiterbau vor allem für die lärmgeplagten Anwohner und die Gewerbebetriebe ein wichtiges Signal ist“, betonte Bürgermeister Klaus Warthon.

    Die EU-weite Ausschreibung des Baus der Neckarbrücke und Stützwand ist zu Beginn des 4. Quartals 2018 vorgesehen. Mit dem Bau der Neckarbrücke soll im April 2019 begonnen werden. Der Straßenbau startet im Sommer 2020. Ziel ist es, die Ortsumfahrung Benningen bis Ende 2021 für den Verkehr freizugeben.

    Hintergrundinformationen

    Zur Entlastung des Ortskerns von Benningen sowie der alten Neckarbrücke und zur Entzerrung des Verkehrsknotenpunkts L 1138 Freiberg a.N. - Marbach a. N. mit der  K 1672 Ludwigsburg – Marbach a. N., wird die L 1138 als Ortsumfahrung (OU) neu gebaut. Das Baurecht für diese Maßnahme wurde mit dem Bebauungsplanbeschluss im Jahr 2002 erlangt. Die Genehmigung des RE-Entwurfes  durch das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration erfolgte im Jahr 2006. Der RAB-ING -Entwurf für die neue Neckarbrücke wurde durch das Ministerium für Verkehr im Jahr 2015 genehmigt.

    Die Streckenführung sieht vor, dass die L 1138 westlich der Ortschaft Benningen nach Norden schwenkt. Im Bereich des Neckarvorlandes geht diese in eine Rechtskurve über und überquert den Neckar mit einer konstanten Krümmung. Im weiteren Verlauf durchquert sie das Gewerbegebiet Krautlose parallel zum Neckar in östlicher Richtung. Nördlich der alten Neckarbrücke wird der neue Knotenpunkt mit der K 1672 als Kreisverkehr ausgebildet.


    Visualisierung der Neckarbrücke im Zuge der OU Benningen, Bild: Regierungspräsidium Stuttgart


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