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  • Abteilung 5
    24.05.2019
    Land fördert die Instandsetzung des Hochwasserrückhaltebeckens Tiefental des Wasserverbands Egau mit knapp 1,2 Millionen Euro (Landkreis Heidenheim)
    Regierungspräsident Reimer: Hochwasserrückhaltebecken erfordern regelmäßige Instandsetzungen, damit sie ihre Funktion zuverlässig sicherstellen können

    Regierungspräsident Wolfgang Reimer hat heute den Förderbescheid für die Instandsetzung des Hochwasserrückhaltebeckens Tiefental bei Dischingen an Alfons Jakl, Bürgermeister von Dischingen und Verbandsvorsteher des Wasserverbands Egau mit Sitz in Dischingen (Landkreis Heidenheim), übergeben.

    Der Wasserverband Egau mit Sitz in Dischingen betreibt seit 1968 das Hochwasserrückhaltebecken Tiefental nördlich von Iggenhausen auf der Gemarkung Dischingen. Bei diesem Becken handelt es sich um ein Trockenbecken, das nur nach größeren Niederschlagsereignissen eingestaut ist. In Zuge einer routinemäßig durchgeführten vertieften Sicherheitsüberprüfung wurden Sicherheitsmängel festgestellt, die durch den Wasserverband Egau mit einer Instandsetzungsmaßnahme behoben werden sollen. „Hochwasserrückhaltebecken erfordern regelmäßige Instandsetzungen, damit sie ihre Funktion zuverlässig sicherstellen können. Das Land fördert die Instandsetzung des Hochwasserrückhaltebeckens Tiefental des Wasserverbands Egau mit knapp 1,2 Millionen Euro“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

    Mit der Planung wurde ein Büro aus Ellwangen beauftragt. Die Planung sieht vor, die nicht funktionsfähige Asphaltdichtung auf der Wasserseite mit einem Lehmschlag zu überdecken und damit die Dichtigkeit bei einem gefüllten Becken zu gewährleisten. Gleichzeit wird dabei die steile wasserseitige Dammböschung abgeflacht, um die regelmäßig Pflege zu vereinfachen. Eine Erhöhung der Dammkrone zur Sicherstellung des erforderlichen Freibords bei einem Volleinstau ist ebenfalls Bestandteil der Maßnahme. Unter Freibord wird in der Wasserwirtschaft der Abstand zwischen einem Wasserspiegel und einer höher liegenden Kante eines Bauwerkes bezeichnet, meistens die Oberkante eines Dammes oder Ufers. Hierzu wird eine Blocksteinmauer hergestellt. Maßnahmen am der sogenannten Exzenterklappe im Auslaufbauwerk, den Hochwasserentlastungen und den Messpegeln komplettieren die Instandsetzung.

    Von den Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro übernimmt das Land mit 1,17 Millionen Euro 70 Prozent. Wie Regierungspräsident Reimer erklärte, unterstütze das Land bei Hochwasserrückhaltebecken mit überörtlicher Wirkung nicht nur den Bau und die regelmäßige Unterhaltung, auch Instandsetzungen an solchen Anlagen werden vom Land bezuschusst. So wurden im Jahr 2018 die landesweit für die Unterhaltung solcher Becken zur Verfügung stehenden Mittel von 1,5 auf 2 Millionen Euro erhöht. Das Land zeige sich damit als verlässlicher Partner der Abwasserwirtschaft, so Reimer.

    „Als 11-jähriger Junge musste ich in der Nacht vom 29. auf den 30. August 1968 die Hochwasserkatastrophe in Dischingen miterleben. Ein Ereignis, das mir bis zum heutigen Tag in bester Erinnerung geblieben ist und große Schäden in Dischingen verursacht hat. Die Gemeinde Dischingen und der Wasserverband Egau sind deshalb dem Land für die finanzielle Unterstützung zur Instandsetzung des größten Hochwasserrückhaltebeckens auf dem Härtsfeld sehr dankbar, zumal durch den Klimawandel mit immer häufigeren, stärkeren und unwetterartigen Niederschlägen zu rechnen ist. Erfahrungsgemäß bieten die Hochwasserrückhaltebecken hier für die Menschen, Gebäude und Sachgüter den notwendigen Schutz“, sagte Alfons Jakl.

    Hintergrundinformationen:
    Der 1962 gegründete Wasserverband Egau betreibt im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis im rund 250 km² großen Einzugsgebiet der Egau bis zu Landesgrenze bei Ballmertshofen neun Hochwasserrückhaltebecken mit einem Gesamtspeichervolumen von rund fünf Millionen m³.

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