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  • Abteilung 9
    21.10.2019
    Aktuelle Daten zur Kindergesundheit im Gesundheitsatlas unter www.Gesundheitsatlas-bw.de abrufbar / Regierungspräsident Reimer: „Einschulungsuntersuchung ist von großer Bedeutung bei der Früherkennung möglicher Einschränkungen“
    Dr. Stark, LGA-Leiterin: „Gesundheitsämter im Land führen die wichtige Einschulungsuntersuchung durch / Basis für die Identifizierung von Handlungsbedarfen“

    Steigt der Anteil motorisch ungeschickter und übergewichtiger Kinder? Sind unsere Kinder ausreichend geimpft und in welchen Kreisen bestehen Impflücken? Wie viele Kinder benötigen eine intensive Sprachförderung vor dem Schuleintritt, sodass sie dem zukünftigen Schulunterricht besser folgen und sich aktiv beteiligen können?

    Diese und weitere Fragen zum Gesundheits- und Entwicklungsstatus der Kinder können mit Daten aus den Einschulungsuntersuchungen (ESU) beantwortet werden. Sie können im Gesundheitsatlas Baden-Württemberg unter www.Gesundheitsatlas-bw.de eingesehen werden. Neu eingestellt wurden vor wenigen Tagen die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchung aus dem Jahr 2018. Damit sind ab sofort auch die Daten der aktuellen Schulanfängerinnen und Schulanfänger im Internet abrufbar und herunterladbar.

    „Alle Kinder, die eingeschult werden sollen, werden einer gesundheitlichen Untersuchung durch die 38 Gesundheitsämter im Land unterzogen. In dieser Untersuchung soll der Gesundheits- und Entwicklungsstand der Kinder festgestellt werden, um jedem Kind den bestmöglichen Schulstart, gegebenenfalls durch Förderung oder Therapie, zu ermöglichen. Die Einschulungsuntersuchung ist somit von großer Bedeutung bei der Früherkennung möglicher Einschränkungen“, erklärte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer, in dessen Behörde das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg angesiedelt ist.

    Wie steht es also um die Gesundheit unserer Kinder? Ein Blick in den Gesundheitsatlas verrät:

    • Es gibt heute genauso viele motorisch unauffällige 5-jährige Kinder wie vor fünf Jahren.
    • Auch ist der Anteil übergewichtiger Mädchen und Jungen in den vergangenen acht Jahren nicht gestiegen.
    • Was die Impfquoten betrifft, so variiert beispielsweise der Anteil der gegen FSME ausreichend geimpften Kinder je nach Region stark. So sind beispielsweise in der Stadt Freiburg rund sieben Prozent der Kinder gegen FSME geimpft, während es im Neckar-Odenwald-Kreis 46 Prozent aller Vorschüler sind. Wenig überraschend: Besonders in ländlichen und waldreichen Gebieten – wie im Schwarzwald und Odenwald – sind die Kinder überdurchschnittlich häufig gegen FSME geimpft.
    • Der Anteil der Kinder mit intensivem Sprachförderbedarf lag in den Jahren 2017 und 2018 bei 30 Prozent und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren leicht gestiegen. Ein möglicher Grund für den Anstieg könnte die vermehrte Zuwanderung in den vorangegangen Jahren sein.
    • Die Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchungen U3-U8 ist seit Jahren konstant erfreulich hoch und liegt bei über 90 Prozent.


    Einschulungsuntersuchung in Baden-Württemberg
    Die Einschulungsuntersuchungen werden bei allen Kindern in Baden Württemberg durchgeführt. Ziel ist es, die Chance auf einen guten Schulstart für alle Kinder zu verbessern. „Die ESU dient der Früherkennung von Entwicklungsverzögerungen und gesundheitlichen Einschränkungen, die einen Schulbesuch erschweren können“, erklärte die Leiterin des Landesgesundheitsamts (LGA), Dr. Karlin Stark. Da die ESU jedes Jahr bei einem kompletten Jahrgang durchgeführt werde, würden sich die Daten eignen, um Entwicklungen der Kindergesundheit über die Zeit, regionale Unterschiede und Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen aufzuzeigen, so Dr. Stark weiter. „Damit stellen die Daten eine gute Basis für die Identifizierung von Handlungsbedarfen für Präventions- und Förderprogramme dar“, sagte die LGA-Leiterin.

    In Baden-Württemberg findet die ESU im vorletzten Kindergartenjahr statt – so bleibt bei Bedarf genug Zeit für die Förderung der Kinder vor Schulbeginn. Durchgeführt wird die ESU von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsämter.

    „Pro Jahr werden in Baden-Württemberg rund 93.000 Kinder im Alter von vier und fünf Jahren bei der ESU untersucht“, wies Reimer hin und würdigte gleichzeitig die Arbeit der Gesundheitsämter. Die bei der ESU erhobenen Daten werden am Ende jeden Untersuchungsjahres an das Landesgesundheitsamt übermittelt. Dort werden sie ausgewertet und im Gesundheitsatlas der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

    Hintergrundinformationen:

    Gesundheitsatlas
    Der interaktiver Gesundheitsatlas Baden-Württemberg veröffentlicht seit 2011 unter www.gesundheitsatlas-bw.de Daten zur Gesundheit im Netz. Diese sind für alle Interessierten zugänglich und frei verfügbar. Neben den amtlichen Statistiken und Versorgungsdaten werden regelmäßig die Daten aus den Einschulungsuntersuchungen durch das Landesgesundheitsamt aufbereitet und veröffentlicht. Alle Daten werden auch durch Karten und Grafiken veranschaulicht. Zudem können dort thematische Schwerpunktberichte abgerufen werden, die wichtige Kenngrößen für einen Stadt- bzw. Landkreis in Form eines Kurzberichts zusammenfassen.

    Früherkennungsuntersuchungen
    Um Erkrankungen und Entwicklungsstörungen rechtzeitig behandeln zu können, sind regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen (U1 bis U9) für Kinder ein fester Bestandteil des GKV-Systems. Die Kinderuntersuchungen müssen innerhalb bestimmter Zeiträume wahrgenommen werden. Im Kinderuntersuchungsheft, dem sogenannten Gelben Heft, dokumentieren die Ärztinnen und Ärzte ihre Befunde. Das Gelbe Heft wird den Eltern nach der Geburt von der Entbindungsstation oder durch die Hebamme übergeben.

    Karte FSME-Impfquoten aus den Einschulungsuntersuchungen 2018 auf Gemeindeebene (pdf, 479 KB)
    Grafik Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen im Zeitverlauf (pdf, 32 KB)

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