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  • Abteilung 1
    02.01.2020
    Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen: Informationsaustausch zum Schutzkonzept vulnerabler Personengruppen
    Schwedisch-türkische Delegation besucht die Einrichtung in Ellwangen (Ostalbkreis)
     Vertreter der türkischen Delegation, Leiter der türkischen Delegation Orçun Kaymaz, Karl Engman von der schwedischen Delegation, Aygül Ciraci und Berthold Weiß vom Regierungspräsidium Stuttgart; Quelle: RPS

    ​Die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Ellwangen, die vom Regierungspräsidium Stuttgart betrieben wird, hat in den Jahren 2016 bis 2018 ein Gewaltschutzprojekt für schutzbedürftige Personen innerhalb der LEA Ellwangen erarbeitet.

    Ziel war es, durch geeignete organisatorische und bauliche Maßnahmen zu einem größtmöglichen Schutz für diese besonders schutzbedürftigen, sogenannten vulnerablen Personengruppen, innerhalb der LEA beizutragen. Zu den vulnerablen Personengruppen zählen unter anderem allein reisende Frauen, Flüchtlinge aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder auch Flüchtlinge mit Behinderung. Zum Schutz dieser Personen wurden hierzu konkrete Maßnahmen definiert und umgesetzt.

    Das in Ellwangen erarbeitete Konzept hat offensichtlich überzeugt. Bereits im Vorjahr waren auf Empfehlung des Bundesfamilienministeriums Vertreterinnen und Vertreter der schwedischen Migrationsbehörde zu Besuch in der LEA in Ellwangen. Die Delegation informierte sich dabei über die konkreten Maßnahmen zum Schutz, insbesondere von Frauen und Kindern, aber auch von Menschen mit Behinderung, die in Ellwangen bereits umgesetzt werden.

    Im Dezember 2019 besuchte die schwedische Delegation erneut die LEA in Ellwangen, dieses Mal gemeinsam mit einer Delegation aus der Türkei. Auch hier standen die Themen und Maßnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund. Die Gruppe wurde von dem Leiter der LEA, Berthold Weiß, in die Sicherheitsarchitektur der Einrichtung eingeführt. Dabei erhielten die Delegationen aus der Türkei und aus Schweden einen Einblick in das Schutzkonzept.

    Das Konzept beinhaltet neben Aspekten der Sicherheitsüberwachung der Gebäude, in denen sich die betroffenen Personengruppen aufhalten, ebenso Punkte für die professionelle Kinderbetreuung sowie die psychologische Betreuung der Betroffenen. Ein Schwerpunkt bildet dabei ein eigenes Unterkunftsgebäude für Frauen und deren Kinder, Angebote speziell für Frauen, wie der Nähtreff oder das Frauencafé, eine spezifische medizinische Betreuung im Bereich der Frauenheilkunde, Erziehungsthemen und auch die psychologische Betreuung der Frauen, die oftmals sexuelle Gewalt, Zwangsprostitution oder auch weibliche Genitalverstümmelung erleiden mussten.

    Bei der Erarbeitung des Konzepts waren unter anderem die Alltagsbetreuung, die Sozial- und Verfahrensberatung, der Sicherheitsdienst, die Krankenstation, die Ehrenamtskoordination, die Kinderbetreuung und auch das medizinische Zentrum der LEA mit eingebunden.

​​Pressestelle

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Telefax 0711 7846940


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Pressereferentin
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