B 10 Enzweihingen - Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen (A 81): vierstreifiger Ausbau

Lage:

Landkreis Ludwigsburg

Projektlänge: 

12 km

Verkehr:
 

Verkehrsprognose für das Jahr 2030:
25.000 bis 35.000 Kfz/24h je nach Abschnitt,
mittlerer SV-Anteil: 16% (Stand: BVWP 2030)

Das Projekt

Projektbeschreibung

Die B 10 gilt als Hauptverbindung zwischen dem Raum Mühlacker/Vaihingen an der Enz und dem Großraum Stuttgart. Sie bündelt die Verkehre des nordöstlichen Enzkreises (Mühlacker und Illingen) und der westlichen Teile des Landkreises Ludwigsburg (Vaihingen an der Enz, Markgröningen und Schwieberdingen) und dient als Zubringer zur A 81. In Verbindung mit der bei Illingen abzweigenden B 35 ergeben sich zusätzliche Verkehrsbeziehungen für Maulbronn (Enzkreis) sowie den östlichen Landkreis Karlsruhe mit der Stadt Bretten. Damit hat die B 10 eine überregionale Verkehrsbedeutung.
Der durchschnittliche tägliche Verkehr an Werktagen auf der B 10 im Bereich Schwieberdingen lag im Jahr 2017 bei 23.930 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil (SV) von 12 %. Der in weiten Teilen vorhandene zweistreifige Querschnitt der Bundesstraße ist abschnittsweise schon heute überlastet und wird die künftigen Verkehrsbelastungen nicht mehr bewältigen können.

Die Planung des vierstreifigen Ausbaus erfolgt auf Grundlage der Richtlinien für die Anlage von Autobahnen, (RAA) Ausgabe 2008 erfolgen. Diese Richtlinie ist vom Bund verbindlich für die Planung von Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen eingeführt und ist zwingend zu beachten. Für autobahnähnliche Bundesstraßen ist nach den RAA ein vier­streifiger Regelquerschnitt (RQ 28) mit zusätzlichen Seitenstreifen und einer Kronenbreite von 28 m vorgesehen.
Die Planungsmaßnahme beginnt östlich der Ortslage Enzweihingen und schließt unmittel­bar an die sich in der Planfeststellung befindliche Ortumfahrung Enzweihingen an. Das Planungsende liegt westlich der AS Stuttgart-Zuffenhausen (A 81 ). Die gesamte Ausbau­strecke beträgt rund 12,5 km.

Die Ergebnisse der Vorplanungen zum Ausbau der Pulverdinger Kreuzung sowie die Verlegung der Anschlussstelle Müllerheim wurden in das Gesamtprojekt integriert.

Mit einem durchgängigen autobahnähnlichen Ausbau der B 10 wird eine wichtige Verkehrsachse gestärkt, Kapazitätsengpässe abgebaut und die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöht. Durch die Ausbaumaßnahmen ergibt sich letztlich in dem Streckenzug ab Enzweihingen bis zur AS Stuttgart-Zuffenhausen eine einheitliche Streckencharakteristik für die B 10.


Aktueller Sachstand

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) hat im Oktober 2018 mit der Durchführung von Verkehrszählungen und der Beauftragung einer Verkehrsuntersuchung die Vorplanung eingeleitet. Nach Durchführung EU-weiter Vergabeverfahren für die Leistungen der Straßen- und Landschaftsplanung wurde mit der technischen Planung im Frühjahr 2019 begonnen. Derzeit werden verschiedene Ausbauvarianten untersucht, die Verkehrsuntersuchung erstellt sowie die umweltfachlichen Unterlagen für den Variantenvergleich ausgearbeitet. Zwischen April 2019 und April 2020 fanden faunistische Kartierungen im Planungsraum statt.
Die Vorplanung soll bis Mitte 2022 abgeschlossen werden. Anschließend erfolgen die Abstimmung mit dem BMVI zur Vorzugsvariante sowie die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung mit TöB-Anhörung.