B 295 / B 464 Lückenschluss bei Renningen

Lage:

Landkreis Böblingen

Projektlänge: 

1,645 km

Verkehr:
 

VeDTVw = 29.000 Kfz/24h (SVZ 2015) Werte sind beeinflusst durch den Bau des Verflechtungsstreifens auf der A 8
Prognose-Planfall 8 modifiziert 2025:
DTVw = 35.700 Kfz/24h (nach vollständiger Freigabe der B 464)

Das Projekt

Projektbeschreibung

In den Planungen der inzwischen realisierten Maßnahmen des Ausbaus der B 295 Renningen - Leonberg und des Neubaus der B 464 Sindelfingen - Renningen ist die Verknüpfung der B 295 mit der B 464 nicht enthalten. Der dreistreifige Ausbau der B 295 endet von der BAB A 8 kommend kurz vor Renningen, der zweistreifige Neubau der B 464 endet von der BAB A 81 kommend südlich von Renningen. Die Maßnahme stellt den Lückenschluss zwischen beiden Projekten dar.
Der Landkreis Böblingen hat im Jahr 2013 im Planungsbereich des Lückenschlusses ein Provisorium aus den Überschussmassen des Neubaus der B 464 errichtet und eine provisorische Verkehrsführung mit zwei Kreisverkehren erstellt. Die Wirkung der provisorischen Verkehrsführungen wird derzeit beobachtet.

Der Bundesstraßenstreckenzug von der BAB A 8 (Anschlussstelle Leonberg-West) bis nordöstlich von Renningen sowie von der BAB A 81 (Anschlussstelle Böblingen-Hulb) bis südlich von Renningen ist bereits mit planfreien Knotenpunkten ausgebildet. Aufgrund der hohen Verkehrsnachfrage ist eine leistungsfähige und verkehrssichere Verknüpfung im Planungsbereich des Lückenschlusses nach dem Regelwerk des Bundes nur mit planfreien Knotenpunkten möglich. Nur ein durchgehend leistungsfähiger Lückenschluss vermeidet auch langfristig Durchgangs- und Schleichverkehr durch Renningen.

Im bisherigen Planungsverlauf wurde eine Vielzahl an Varianten untersucht, die sich im Wesentlichen in der Südanbindung Renningens in Richtung B 464 und dem Anschluss der K 1008 an die B 295 unterschieden. Zuletzt waren noch zwei Varianten in der engeren Auswahl. Der Bund hat im Mai 2018 der Vorzugsvariante 8 modifiziert, die die geforderte Südanbindung Renningens enthält, zugestimmt. Auf dieser Grundlage wird die Planung weitergeführt.


Aktueller Sachstand

Das RP Stuttgart hat auf Bitte der Stadt und der Interessengemeinschaft Burg-Hummelbaum-Kindelberg einen Variantenvergleich für die Anbindung der Leonberger Straße an die B 295 erstellt. Dabei wurden die Vor- bzw. Nachteile einer Über- bzw. Unterführung untersucht. Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass die Überführung deutlich mehr Vorteile aufweist. Die Ergebnisse des Variantenvergleichs wurden in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 24.09.2019 in Renningen vorgestellt. Die Gemeinde Renningen hat sich im Nachgang für die Variante Überführung ausgesprochen.

Der RE-Vorentwurf wird derzeit auf Grundlage des Planfalls 8 modifiziert mit Überführung der Leonberger Straße über die B 295 erstellt.