Pressemitteilung

B39 Schemmelsbergtunnel (Landkreis Heilbronn)

Vorzeitige Aufhebung der Vollsperrung bereits am Samstag, 22. Juni 2024

Einfahrt in einen Tunnel

Die Arbeiten zur Herstellung des 1. Querschlages am B 39 Schemmelsbergtunnel gehen gut voran. Aus diesem Grund kann aller Voraussicht nach die Vollsperrung schon am Samstag, den 22. Juni 2024 um 6:00 Uhr aufgehoben werden. Diese war ursprünglich bis zum 26. Juni 2024, 18:00 Uhr geplant.

Bereits seit November 2023 wird an der B 39 am Schemmelsbergtunnel gearbeitet. Nun graben sich seit März 2024 die Maschinen der Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Firmen August Reiners, Leonhard Weiss und Porr Verkehrstechnik, parallel zur bestehenden Haupttunnelachse in den Berg. Bisher wurde bereits 280 Meter tief in den Berg hineingegraben und das Erdreich mit einer rund 25 cm dicken Spritzbetonschicht gesichert. Jetzt wurde die erste Verbindung zwischen dem Rettungsstollen und der bestehenden Haupttunnelröhre hergestellt. Die Verbindungsstrecke zwischen der Haupttunnelröhre und dem Rettungsstollen beträgt rund 20 Meter. Diese Strecke bezeichnet man als 1. Querschlag. Der Vortrieb durch die Erdmassen des 1. Querschlages ist bereits erfolgt und die bestehende Tunnelwand der Haupttunnelröhre wurde geöffnet. Hierfür wurde über Kernbohrungen und Betonsägeschnitte der benötigte Ausbruchquerschnitt hergestellt. Danach wurde die Öffnung wieder durch eine provisorische Schleuse verschlossen. Diese Schleuse wird benötigt, um im Havariefall den Rettungsweg für die sich im Tunnel befindlichen Arbeiter zu verkürzen. Eine Zugänglichkeit von der Haupttunnelröhre aus ist nur durch die Feuerwehr möglich. Erst mit dem Abschluss der Baumaßnahme Ende 2025 wird der Rettungsstollen dann dem öffentlichen Verkehr übergeben.

Für die Herstellung des 1. Querschlages war eine Vollsperrung des Schemmelbergtunnels seit dem 10. Juni notwendig.

Die Feuerwehr wird am Ende der Arbeiten, welche unter einer zweiwöchigen Vollsperrung durchgeführt werden, diese auch für eine Feuerwehrübung nutzen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass die nächste große Vollsperrung der Tunnelhauptröhre planmäßig Anfang 2025 beginnt und über das gesamte Jahr 2025 andauert.
Für den Zeitraum der Vollsperrungen steht die schon bekannte Umleitungsstrecke zur Verfügung. Diese führt von der B 39 über die L 1101 und die K 2126 vorbei am Klinikum am Weißenhof über die L 1036 zurück auf die B 39. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren drei neuralgische Knotenpunkte auf der Umfahrungsstrecke im Vorgriff auf die Sperrzeiten um- und ausgebaut.

Der Bund investiert mit der Gesamtmaßnahme rund 41,7 Millionen Euro in den Erhalt der Infrastruktur.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während des gesamten Bauzeit.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung).