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RP Tübingen, Steuerung, Verwaltung und Bevölkerungsschutz
  • Abteilung 01
    02.10.2015
    660 Flüchtlinge erreichen vorläufige Notunterkunft in Ulm
    Großartige Gemeinschaftsleistung von rund 160 freiwilligen Helferinnen und Helfern

    ​Am 1. Oktober 2015, ab 13:40 Uhr bis in den späten Abend hinein kamen sie an, die ersten 660 Flüchtlinge auf dem Messegelände in Ulm. Empfangen wurden sie von einem hochmotivierten Team aus Ehrenamtlichen, die unter der Leitung von Bezirksbrandmeister Siegfried Hollstein vom Regierungspräsidium Tübingen sowie Dr. Bernd Kühlmuß und Harald Wiedmann vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Beachtliches auf die Beine gestellt hatten.

    Einen Abend zuvor, am 30. September gegen 18:30, so die zutreffende Ankündigung, kamen etwa 1.000 Betten in Ulm an. Neben anderen aufwändigen Vorbereitungsmaßnahmen wurden diese Betten samt Schlafsäcken und Abtrennungen bis spät in die Nacht in den Hallen 6 und 7 der Messe Ulm aufgestellt. Ein solcher Kraftakt ist nur möglich, wenn ehrenamtliche Helfer bereit sind, mitzuwirken. Der Bezirksbrandmeister des Regierungspräsidiums Tübingen hatte das Glück, mit der Feuerwehr von Ulm, dem DRK, dem Technischen Hilfswerk, dem Arbeiter Samariterbund, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft sowie dem „Verein Menschlichkeit Ulm“ rund 160 Helferinnen und Helfer zur Verfügung zu haben, denen ihre Unterstützung Herzensangelegenheit ist. In einer beeindruckenden Aktion wurde bis in die Nacht gearbeitet, um den in Ulm Schutz suchenden Flüchtlingen ein erstes Dach über dem Kopf zu bieten. „Wir begegnen im ganzen Land sehr viel Hilfsbereitschaft, aber das, was in Ulm von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde, ist schon etwas Besonderes, dafür braucht es Herzblut“, bemerkt Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan vom Regierungspräsidium Tübingen anerkennend.
     
    Doch auch die Messe Ulm als Vermieterin der beiden Messehallen unterstützt die kurzfristige Notunterkunft. So wurde eine weitere, vom Regierungspräsidium nicht angemietete, Halle zur Verfügung gestellt, um den Flüchtlingen eine höhere Zahl an Sanitäranlagen anbieten zu können. Mit seinem gestrigen Besuch vor Ort würdigte zudem auch die Stadt Ulm in Person ihres Oberbürgermeisters Ivo Gönner die beeindruckende Unterstützungsaktion aller Haupt- und Ehrenamtlichen.
     
    Die Ankunft der Flüchtlinge verlief Dank eines 30-köpfigen Dolmetscherteams, das die Notfallseelsorge in Zusammenarbeit mit den Moscheevereinen in Ulm bereitgestellt hatte, ohne Sprachbarrieren und damit positiv für Flüchtlinge und Helfer. Und auch bei der medizinischen Versorgung war auf Ulm Verlass. Die erste Augenscheinnahme der Ankommenden wurde von Ärztinnen und Ärzten des Bundeswehrkrankenhauses und des Universitätsklinikums Ulm übernommen, die über diese erste Augenscheinnahme hinaus auch in den weiteren Tagen eine Sprechstunde für die in Ulm untergebrachten Flüchtlinge anbieten werden. Acht Soldaten wurden im Übrigen von der Bundeswehr bereitgestellt, um die Essensausgabe für die Flüchtlinge zu koordinieren und aktiv zu unterstützen.
    Im Laufe des heutigen Tages wird voraussichtlich eine weitere Belegung der Messehallen in Ulm erfolgen.
     
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Dr. Daniela Hüttig, Pressesprecherin, Tel.: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.