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RP Tübingen, Steuerung, Verwaltung und Bevölkerungsschutz
  • Abteilung 01
    27.10.2015
    Erstbelegung der Bleidorn-Kaserne in Ulm
    Erneut hervorragendes Zusammenspiel ehrenamtlicher Helfer
     Ankunft des ersten Busses in der Bleidorn-Kaserne

    Am letzten Wochenende zogen erstmalig rund 265 Flüchtlinge in die Bleidorn-Kaserne in Ulm ein, die vom Land Baden-Württemberg für die Erstunterbringung genutzt wird.

    Es war fast schon ein wenig Routine spürbar, als die freiwilligen Helfer am Abend des 23. Oktober auf die verspäteten Busse warteten. Man kannte sich bereits vom Einsatz bei den Messehallen vor wenigen Wochen. Die Arbeit der  Helfer von der Dolmetschergruppe um Helmut Schön, der Teams des Deutschen Roten Kreuzes um Einsatzleiter Kai Häckel und des Arbeiter Samariter Bundes von Felix Roßnagel sowie der von Dr. Bernd Kühlmuß angeleiteten Ärzte des Bundeswehrkrankenhauses sowie des Universitätsklinikums Ulm war daher auch eine sehr geordnete und  professionelle. Es zeigte sich erneut, wie wertvoll die Unterstützung von Ehrenamtlichen ist, insbesondere, wenn sie so gut aufgestellt sind, wie die Helferinnen und Helfer in Ulm. Die ersten 126 Flüchtlinge vom Freitagabend sowie weitere rund 140 einer Weiterverlegung aus Karlsruhe am Samstagnachmittag, zumeist aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, durchliefen nach ihrer Ankunft eine Erfassung durch die Alltagsbetreuung der Einrichtung und wurden im Anschluss von den Ärzten, die sowohl verschiedene Fachrichtungen für die Erwachsenen als auch eine kinderärztliche Behandlung abdecken konnten, in Augenschein genommen. Der Erstkontakt mit Personen, die ihre Sprache sprechen und die Fröhlichkeit, die sowohl die Dolmetscher als auch die Ärzte und ihre Assistenten versprühten, mündeten in eine entspannte Aufnahmesituation.
     
    Ein wechselndes Ärzteteam wird in der Einrichtung auch künftig eine tägliche Sprechstunde anbieten, die am ersten Tag nach der Ankunft bereits in Anspruch genommen wurde. Viele Ulmer Bürgerinnen und Bürger folgten an diesem Wochenende auch dem Aufruf des Vereins „Menschlichkeit Ulm“ und spendeten sowohl warme Kleidung für den Winter als auch Spielsachen für die vielen Kinder, die in der Bleidornkaserne angekommen sind. Am Samstagnachmittag verhalf Markus Kienle mit seinem Team und dem Spielmobil aus Ulm den Kindern zu ein paar aktiven Stunden.
     
    Das Regierungspräsidium Tübingen schaffte es in einem Kraftakt, für den lediglich zwei Tage zur Verfügung standen, die zur Nutzung bestimmten Gebäude der Bleidorn-Kaserne in einen Zustand der Bewohnbarkeit zu bringen. Das Wichtigste ist nun, es den untergebrachten Flüchtlingen zu ermöglichen - nach dem geschaffenen Dach über dem Kopf – möglichst schnell in eine Einrichtung verlegt zu werden, in der die Verfahrensschritte der Registrierung, der ED-Behandlung sowie der Gesundheitsuntersuchung abgebildet werden können.
     
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Frau Dr. Daniela Hüttig, Pressesprecherin, Tel.: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.
     
    Bilder: Ankunft des ersten Busses / Erfassung der Daten der Flüchtlinge