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RP Tübingen, Steuerung, Verwaltung und Bevölkerungsschutz
  • Abteilung 01
    25.11.2014
    Für ein freies und selbstbestimmtes Leben
    Das Regierungspräsidium Tübingen und die Universitätsstadt Tübingen unterstützen in einer gemeinsamen Veranstaltung die Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2014
     Regierungspräsident Hermann Strampfer, Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan, Irene Jung und Erste Bürgermeisterin Dr. Christine Arbogast (von rechts) beim Hissen der Fahne

    Am 25. November 2014 hissten Regierungspräsident Hermann Stampfer, Dr. Christine Arbogast, Erste Bürgermeisterin der Universitätsstadt Tübingen, und Irene Jung, Leiterin des Filmfestivals „Frauenwelten“ von TERRE DES FEMMES, gemeinsam die Fahne „NEIN zu Gewalt an Frauen“. Bereits zum fünften Mal wird am Regierungspräsidium Tübingen der internationale Aktionstag für ein gewaltfreies Leben für Frauen begangen. Bis zum 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, wird die Fahne vor dem Regierungspräsidium wehen.

    Vor dreizehn Jahren, am 25. November 2001, ließ TERRE DES FEMMES zum ersten Mal die Fahnen wehen. Seither hat die Aktion nicht nur in Deutschland sondern auch international eine besondere Signalwirkung. Weltweit engagieren sich ‒ an diesem Tage besonders ‒ Männer und Frauen gegen die Verletzung der Menschenrechte der Frauen. Auch dieses Jahr wehen wieder über 6.000 Fahnen in allen Erdteilen und fordern Gleichberechtigung sowie eine Stärkung der Persönlichkeitsrechte und Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen.
    Auch frauenfeindliche Werbung stellt Menschenrechts¬verletzungen gegen Frauen und Mädchen dar, wenn mit plakativen Texten und Bildern ein bestimmtes, verletzendes Frauenbild vermittelt wird. Daher wurde „Frauenfeindliche Werbung ist strukturelle Gewalt“ zum diesjährigen Themenschwerpunkt der Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES erklärt.
    In seiner Ansprache betonte Hermann Strampfer, dass jeder Mensch das Recht auf ein gewaltfreies Leben habe. „Vor allem Frauen und Mädchen sind von spezifischen Gewaltformen betroffen. Wir müssen deshalb thematisieren, aufklären und helfen.“
    Dr. Christine Arbogast führte aus, dass strukturelle Gewalt häufig in das Gesellschaftssystem eingebaut und deshalb umso schwieriger zu bekämpfen sei. „Wir müssen ungleiche Machtverhältnisse thematisieren“, fordert sie. „Die Aktion ruft uns allen ins Bewusstsein, dass sexistische Werbung auch eine Form der Gewalt darstellt.“
    Irene Jung erklärte in ihrem Beitrag: „Wenn Frauen als käufliche Objekte dargestellt werden, wenn erst einmal ein Klima von Vorurteilen und Abwertungen geschaffen wurde, ist der Schritt zu weiterer Gewalt kleiner, wird die Hemmschwelle für Gewalt gesenkt. Bei Rassismus sprechen wir von „geistigen Brandstiftern“. Zu Recht! Gewalt beginnt bei diskriminierenden Bildern, bei dummen Sprüchen und bei abwertender Sprache. Und somit beginnt Gewalt gegen Frauen auch in der Werbung! Deswegen sagen wir: Schluss mit sexistischer Werbung! Für ein freies und selbstbestimmtes Leben von Frauen!“
     
    Bild: Regierungspräsident Hermann Strampfer, Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan, Irene Jung und Erste Bürgermeisterin Dr. Christine Arbogast (von rechts) beim Hissen der Fahne
     
    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Carsten Dehner, Pressereferent, Tel.: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.