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RP Tübingen, Marktüberwachung
  • 10.12.2019
    10.12.2019 | MARKTÜBERWACHUNG: Sicherheit von Messebesuchern vor manipulierten Maschinen-Sicherheitseinrichtungen an Laser-Schneidanlagen
     Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen an einer Laser-Schneidanlage auf einer Messe; © Regierungspräsidium Tübingen | Stephan Czarnecki

    ​Messen bieten Herstellern eine Plattform, neue innovative Produkte dem breiten Publikum vorzustellen. Dort werden Maschinen vorgeführt und dem interessierten Publikum präsentiert. Im Umfeld einer Industriemesse stellt gerade das Vorführen der Maschinen immer auch ein gewisses Gefahrenpotential dar. Häufig werden speziell konfigurierte Messeapplikationen oder gar Messemaschinen vorgeführt und dem Publikum die Arbeitsabläufe sehr nah präsentiert. Die Abteilung Marktüberwachung des Regierungspräsidiums Tübingen ist deshalb regelmäßig auf Messen in Baden-Württemberg präsent – seien es nun Messen für den Verbraucher oder Industriemessen.

    Kürzlich musste das Regierungspräsidium Tübingen bei einer Messe in Stuttgart, auf der Blechbearbeitungsmaschinen präsentiert wurden, eine Laseranlage stilllegen. Aufgrund eines Besucherhinweises übernahm die Marktüberwachungsbehörde unverzüglich die Vorort-Ermittlungen. Diese ergaben eindeutige Anhaltspunkte für eine Manipulation an den Sicherheitseinrichtungen der Lasermaschine - leider kein neues Phänomen: Um potentiellen Kunden einen besonders guten Einblick in die Funktionen des zum Kauf stehenden Produktes zu verschaffen, werden immer wieder sicherheitsrelevante Bauteile überbrückt oder außer Kraft gesetzt. Im vorliegenden Fall ermöglichte es eine vorsätzliche Manipulation der Sicherheitsschalter an den Türen, die Maschinenschutztüren bei laufender Maschine zu öffnen. Einen Laser, der Blech schneiden kann, bei offenen Türen vorzuführen ist besonders gefährlich, weil der Laser auch nicht sichtbare, aber genauso gefährliche Lichtanteile aussendet, die zu Augenschäden führen können.  
    Die Stilllegung der Lasermaschine war deshalb unbedingt notwendig, um die Besucher und die Beschäftigten auf der Messe vor dem Verletzungsrisiko durch austretende Laserstrahlung zu schützen. Der Aussteller der Maschine hatte seinen Sitz außerhalb des EU-Wirtschaftsraums und hat die Maschine mittlerweile wieder aus der EU ausgeführt.

    Bild: Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen an einer Laser-Schneidanlage auf einer Messe; © Regierungspräsidium Tübingen | Stephan Czarnecki