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RP Tübingen, Marktüberwachung
  • 07.09.2018
    07.09.2018 | MARKTÜBERWACHUNG: Verbraucherschutz auf neuen Wegen
     Überprüfung von Spielzeug

    ​Unter dem Motto „Verbraucherschutz auf neuen Wegen“ vermittelte die Abteilung „Marktüberwachung“ des Regierungspräsidiums Tübingen bei einem Pressetermin Einblicke in die praktische Arbeit der Kontrolleure im Bereich der Marktüberwachung. Dabei ging es vor allem um die Themen Sicherheit und Energieverbrauch von Produkten, deren chemische Unbedenklichkeit und den Energieverbrauch. In seiner Einleitung betonte Regierungspräsident Klaus Tappeser die Notwendigkeit unabhängiger staatlicher Produktkontrollen. Die Abteilung Marktüberwachung stellt sich mit jährlich 12.000 Prüfungen den Herausforderungen eines dynamisch wachsenden und sich schnell verändernden Marktes.


    Die Vorstellung der Messgeräte und Hilfsmittel, die die Marktüberwachung bei den Kontrollen vor Ort einsetzt, macht das große Themenspektrum deutlich. Ob es um die Sicherheit von Elektrogeräten oder Gesundheitsgefahren für Kleinkinder geht – mit Elektrotestgeräten oder Probezylindern für Kleinteile von Spielzeugen ist die Marktüberwachung gut aufgestellt. So lässt sich herausfinden, ob Steckdosen defekt sind und welche Kleinteile von Kindern verschluckt und in die Lunge eingeatmet werden können.

    Bei Kontrollen der Marktüberwachung sind in Modeschmuck Cadmiumgehalte gefunden worden, die den erlaubten Grenzwert um das 3000-fache überschreiten. Diese Überschreitung konnte mittels einer Röntgenfluoreszenz(RFA)-Analyse festgestellt werden, die ein Bild von der chemischen Zusammensetzung ermöglicht. Dem Screening mit dem RFA-Gerät folgt – wie in allen anderen Verdachtsfällen auch – anschließend noch eine vertiefte Untersuchung der Produkte. In diesem Fall im chemischen Labor, in anderen Fällen in speziellen Prüflabors, die nach den Methoden, die die Normen vorgeben, prüfen. Beim Thema „Energieverbrauch“ wurde der Presse vorgeführt, wie sich der Energieverbrauch von Leuchtmitteln testen lässt. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig, dass die Lichtleistung, die auf der Verpackung abgedruckt, tatsächlich auch abgestrahlt wird.


    Auf die aktuellen Entwicklungen der Marktüberwachung ging der Abteilungsleiter Peter Goossens ein. So muss beispielsweise der stark fluktuierende Onlinemarkt auf die Einhaltung der europäischen Vorgaben an die Sicherheit der Produkte geprüft werden. Dazu ist aktuell eine Task-Force gegründet worden. Aufgrund der dezentralen Aufstellung der Abteilung mit acht Dienstorten war es notwendig, die Papierakten so zu ersetzen, dass verschiedene Bearbeiterinnen und Bearbeiter an unterschiedlichen Orten auf die Akte zugreifen können. Für die Bundesländer konnte im Juni eine Servicestelle „Stoffliche Marktüberwachung“ beim Regierungspräsidium Tübingen angesiedelt werden. Sie unterstützt im Auftrag der Bundesländer den Vollzug der Regelungen im Bereich der Chemikaliensicherheit in Deutschland.