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RP Tübingen, Marktüberwachung
  • Abteilung 11
    08.06.2018
    Elektro-Kleingeräte weisen zu viel Blei auf
    Marktüberwachung des Regierungspräsidiums Tübingen überprüfte Toaster und batteriebetriebene Kleingeräte
     Ein untersuchter Toaster, Foto: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)

    ​Im Rahmen einer Schwerpunktaktion hat die Abteilung Marktüberwachung des Regierungspräsidiums Tübingen knapp 50 Elektro-Kleingeräte überprüft. Die für ganz Baden-Württemberg zuständige Verbraucherschutz-Abteilung stellte ein Drittel mangelhafte Toaster und batteriebetriebenen Kleingeräte fest. Knapp 30 % der untersuchten Geräte enthalten zu viel Blei.

    Am Wochenende in aller Ruhe bei einer Tasse Kaffee einen Toast mit Marmelade genießen – für Viele der gelungene Start in den Tag. Damit dieser Tagesbeginn unbeschwert erfolgen kann, hat die am Regierungspräsidium Tübingen angesiedelte Marktüberwachung in einer Verbraucherschutz-Schwerpunktaktion Toaster und verschiedene batteriebetriebene Kleingeräte wie z. B. Taschenlampen überprüft. Im Fokus lagen dabei gesundheitsgefährdende Stoffe wie Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom oder umweltgefährliche Flammschutzmittel. Bei den batteriebetriebenen Kleingeräten beschränkte sich die Untersuchung auf den Bleigehalt der Lötstellen.
     
    Sechzehn Toaster bestanden ohne Mängel die Prüfung. Bei drei Toastern wurden entgegen der Vorgaben bleihaltige Lote verarbeitet, so dass der Grenzwert von 0,1 Gewichtsprozent überschritten wurde. Zusätzlich wies eines dieser drei Geräte im Kunststoffgehäuse ein unter die Stoffverbote der Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung fallendes Flammschutzmittel auf, das sich in der Umwelt anreichert und gesundheitsgefährdend ist. Deutlich höher zeigte sich die Mängelquote bei den insgesamt 29 batteriebetriebenen Kleingeräten mit 45 %. Etwa jedes dritte Gerät enthält zu viel Blei in den Lötstellen, zusätzlich kommen Mängel bei der Kennzeichnung hinzu.
     
    Die insgesamt 19 untersuchten Toaster wurden in drei Fällen direkt beim Hersteller, in 14 Fällen im Einzelhandel und bei weiteren zwei Geräten über den Onlinehandel bezogen. Sämtliche batteriebetriebenen Kleingeräte wurden aus dem Präsenzhandel entnommen.
     
    Sofern Mängel festgestellt wurden, hat die Marktüberwachung des Regierungspräsidiums Tübingen die Händler über die Prüfergebnisse informiert. Daraufhin wurden sämtliche Produkte, die zu viel Blei enthielten, umgehend aus dem Verkauf genommen. Bei vorliegenden Mängeln erhielten die Händler einen Gebührenbescheid.
     
    Hintergrundinformationen:
    Die Abteilung Marktüberwachung des Regierungspräsidiums Tübingen hat die landesweite Aufgabe, die Produkt- und Chemikaliensicherheit bei Verbraucherprodukten, Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen, Chemieerzeugnissen und Bauprodukten zu überwachen. Ziel ist es dabei, die Verbraucherinnen und Verbraucher vor unsicheren Produkten zu schützen und möglichen Wettbewerbsverzerrungen bei Wirtschaft und Industrie entgegen zu wirken.
     
    Zur Vermeidung des Eintrags und der Anreichung von umweltgefährdenden toxischen und schwer abbaubaren Substanzen in die Umwelt sind bereits bei der Herstellung von Produkten der Elektrotechnik entsprechende Vorgaben zu berücksichtigen. In Deutschland gibt die „Verordnung zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten“ den gesetzlichen Rahmen vor. Die Überprüfung der Produkte erfolgte durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.
     
    Bildunterschrift:
    Ein untersuchter Toaster, Foto: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).
     
    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Daniel Hahn, Pressesprecher, Tel.: 07071/757-3078, gerne zur Verfügung.