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RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    16.12.2015
    RAUMORDNUNG: Regierungspräsidium lässt Zielabweichung vom landesplanerischen Zersiedelungsverbot für das Interkommunale Gewerbegebiet Kißlegg - Waltershofen (IKOWA) zu

    ​Ein Gewerbegebiet der geplanten Größe ist mit den erforderlichen Immissionsabständen von bewohnten Bereichen in der kleinteiligen und landschaftlich äußerst sensiblen Landschaft des württembergischen Allgäus nur an wenigen Standorten überhaupt umsetzbar.

     

    Die Konzentration der gewerblichen Entwicklung der beteiligten Kommunen Kißlegg, Amtzell, Argenbühl und Wangen an der Anschlussstelle Kißlegg dient der Stärkung des Ländlichen Raums und setzt das raumordnerische Gebot der Bündelung und Konzentration gewerblicher Entwicklung an einem verkehrsgünstigen Standort um. Mit der A 96 und der Anschlussstelle Kißlegg ist eine Verkehrsinfrastruktur vorhanden, die den Bereich maßgeblich überprägt und zugleich der Gewerbeansiedlung in hohem Maß dienlich ist.

     

    Bei dieser Konstellation würde ein Festhalten an dem normierten Zersiedelungsverbot jedenfalls dann zum reinen Selbstzweck werden, wenn mit einer Anbindung an die vorhandene Siedlungsstruktur – wie im Verfahren nachgewiesen – größere ökologische und landschaftliche Auswirkungen und eine geringere Funktionalität verbunden wären.