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RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    12.12.2016
    SOZIALWESEN: Steigende Schülerzahlen an Schulen für soziale Berufe im Regierungsbezirk Tübingen

    ​2.600 Schülerinnen und Schüler besuchen im Schuljahr 2016/2017 die privaten Schulen für soziale Berufe im Regierungsbezirk Tübingen und damit einhundert mehr als im ver-gangenen Jahr.

    Den Hauptanteil bilden jeweils rund 900 Auszubildende in der Altenpflege und in der Heilerziehungspflege. Das erst seit zwei Jahren bestehende Angebot, sich als Heilerziehungsassistent ausbilden zu lassen, wird inzwischen von 89 Schülern wahrgenommen. Sie können künftig ebenfalls in der Behindertenhilfe arbeiten, benötigen im Unterschied zum Heilerziehungspfleger jedoch keinen mittleren Bildungsabschluss. Zu Altenpflegehelfern werden unter anderem 26 Schüler mit Migrationshintergrund ausgebildet, die zusätzlichen Unterricht in Deutsch und Staatsbürgerkunde erhalten, weshalb ihre Kurse auf zwei Jahre verlängert wurden.

    Einen besonders hohen Zuwachs um 66 auf nun 415 Schüler verzeichnen die Fachschulen für Sozialwesen mit dem Schwerpunkt Jugend- und Heimerzieher. Zusätzlich zu den drei bestehenden Fachschulen in Ravensburg, Gammertingen und Tübingen hat in Tübingen eine weitere Schule ihren Betrieb aufgenommen. Die Ausbildungen in der Arbeitserziehung und Heilpädagogik, die bereits abgeschlossene Berufsausbildungen voraussetzen, sind ebenfalls weiterhin gefragt, da sie neue berufliche Perspektiven bieten. 

    Das Regierungspräsidium Tübingen ist für die Schulaufsicht über 30 private Fachschulen für Sozialwesen und Berufsfachschulen für Altenpflege/-hilfe bzw. Arbeitserziehung oder Heilerziehungsassistenz zuständig. Die Schulen werden in diesem Jahr mit rund 12,8 Millionen Euro bezuschusst, um die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften in pädagogischen und pflegerischen Berufen zu gewährleisten. Der steigende Personalbedarf in der Altenpflege, Kinderbetreuung, Behinderten- und Jugendhilfe bietet den Absolventen auch in Zukunft interessante Arbeitsplätze.