Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Tübingen »Abteilung 2 »Aktuelle Meldung
RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    30.01.2018
    30.01.2018 | GESUNDHEIT: Hochsaison für Noroviren - sind wir gut vorbereitet?
     Bild zeigt kranke Frau im Bett, Foto Diana Drusig Fotowerk | Fotolia


    Infektionen mit Noroviren können das ganze Jahr auftreten, wobei die „Hochsaison“ zwischen Oktober und März läuft. Dies bestätigen aktuell die hohen Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz.

    Noroviren zeichnen sich durch eine kurze Inkubationszeit von ca. 6-50 Stunden aus, die Erkrankung beginnt meist akut mit heftigem schwallartigem Erbrechen und starken Durchfällen. Da nur wenige Viren für eine Ansteckung ausreichend sind, verbreitet sich die Krankheit sehr schnell. Oft bestehen ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Übelkeit, Kopfschmerzen und Mattigkeit, die Körpertemperatur kann leicht erhöht sein. Die Krankheit kann jedoch auch ohne oder nur mit leichten Krankheitserscheinungen einhergehen. Die Symptome sind meist nach zwei Tage verschwunden.


    • Da gegen Noroviren keine Medikamente oder Impfungen existieren, empfiehlt das Referat „Ärztliche und pharmazeutische Angelegenheiten“ im Regierungspräsidium Tübingen mit seiner landesweiten Zuständigkeit für den Infektionsschutz folgendes zur Vorbeugung und zur Genesung:
    • Erkrankte sollten zum Ausgleich des erheblichen Flüssigkeitsverlustes ausreichend trinken, sich körperlich schonen und möglichst den Kontakt mit anderen Personen einschränken.
    • Bei der Beseitigung von Erbrochenem empfiehlt sich der Einsatz von Mund-Nasenschutz und Einmalhandschuhe
    • In Gemeinschaftseinrichtungen müssen die allgemeinen Hygieneregeln einschließlich Desinfektion beachtet werden. Die zu verwendenden Desinfektionsmittel müssen eine nachgewiesene viruzide Wirkung haben.
    • Eine besondere Bedeutung kommt der sorgfältigen Händehygiene zu. D.h. keinen direkten Kontakt mit Erkrankten (z. B. Händeschütteln) oder mit kontaminierten Flächen und Gegenständen (z. B. Waschbecken, Türgriffe, Zugtüren etc.) bzw. regelmäßiges Händewaschen mit Seife ist besonders wichtig!

     

    Bild: Diana Drubig, Fotowerk | Fotolia