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RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    04.11.2015
    Regierungspräsidium Tübingen leitet das Anhörungsverfahren im Planfeststellungsverfahren zur Elektrifizierung und Ertüchtigung der „Allgäubahn“ im Planfeststellungsabschnitt 9 (Landesgrenze – Aichstetten) ein
    Unterlagen liegen vom 09.11. bis 08.12.2015 in den Gemeinden Aitrach, Tannheim und Kißlegg und im Regierungspräsidium zur Einsicht aus

    Das Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Stuttgart, führt im Auftrag der DB Netz AG das Planfeststellungsverfahren zur Elektrifizierung und Ertüchtigung der „Allgäubahn“ im Planfeststellungsabschnitt 9 (Landesgrenze – Aichstetten) der Ausbaustrecke München – Lindau – Grenze D/A (ABS 48) durch.
     
    In diesem Planfeststellungsverfahren hat das Regierungspräsidium Tübingen im Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes als zuständige Anhörungs- und Erörterungsbehörde das Anhörungsverfahren eingeleitet. Von Montag, 9. November 2015, bis einschließlich Montag, 8. Dezember 2015, werden der Plan und die Unterlagen zur Prüfung der Umweltverträglichkeit in den Rathäusern der betroffenen Gemeinden Aitrach, Tannheim und Kißlegg (Landkreise Biberach und Ravensburg) zur Einsicht ausgelegt. Das Regierungspräsidium Tübingen bittet, diesbezüglich auf die ortsüblichen Bekanntmachungen zu achten. Eine Auslegung in Aichstetten erfolgt nicht, weil die Gemarkung der Gemeinde Aichstetten nicht vom Planfeststellungsabschnitt 9 betroffen ist.
     
    Bis zwei Wochen nach Ende der Auslegungsfrist können Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben werden. Näheres ist den Bekanntmachungen zu entnehmen.
     
    Das Gesamtvorhaben zur Elektrifizierung und Ertüchtigung der Bahnstrecke Geltendorf – Memmingen – Lindau („Allgäubahn“) weist eine Länge von etwa 157 km auf, davon verlaufen etwa 106 km in Bayern und etwa 51 km in Baden-Württemberg. Von den insgesamt 19 Planfeststellungsabschnitten liegen sieben in Baden-Württemberg. Der Planfeststellungsabschnitt 9 bezieht sich auf einen etwa 11 km langen Streckenabschnitt zwischen der Landesgrenze Bayern/Baden-Württemberg und Aitrach. Die Planung umfasst die Elektrifizierung der Strecke durch die Ausrüstung mit einer Oberleitungsanlage (Maste, Fundamente, Oberleitungen), die entsprechende Anpassung der Signalisierung sowie landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen zur Vermeidung, Minderung und Kompensation unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft.
     
    Für das Bauvorhaben, einschließlich der landschaftspflegerischen Maßnahmen, werden Grundstücke in den Gemeinden Aitrach und Tannheim beansprucht. Die Gemeinde Kißlegg ist im vorliegenden Planfeststellungsabschnitt nur mit einem landeseigenen Grundstück im Arrisrieder Moos betroffen, auf dem eine Wiedervernässungsmaßnahme vorgesehen ist.
     
    Das Regierungspräsidium Tübingen ist nur für die Durchführung des Anhörungsverfahrens als Teil des Planfeststellungsverfahrens zuständig. Den Planfeststellungsbeschluss, der das Baurecht für die Maßnahme erteilt, erlässt nach Abschluss des Anhörungsverfahrens das Eisenbahn-Bundesamt.
     
    Die Unterlagen zum Verfahren können ab dem 9. November 2015 auch beim Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen, Raum N 451, eingesehen werden und werden zudem auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Tübingen abrufbar sein unter: Bekanntmachungen - Planfeststellungsverfahren: Informationen zu aktuellen Planfeststellungsverfahren - Aktuelle Planfeststellungsverfahren - Schienen: Elektrifizierung der Allgäubahn (Landkreise Biberach, Ravensburg).

    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Dr. Steffen Fink, Pressereferent, Tel.: 07071 / 757-3076, gerne zur Verfügung.