Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Tübingen »Abteilung 2 »Pressemitteilung
RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    26.11.2015
    11. Wettbewerb „Vorbildliches Heimatmuseum“ im Regierungsbezirk Tübingen
    Heimatmuseum Rottenacker wird „Vorbildliches Heimatmuseum 2015“

    ​Weitere Auszeichnungen gehen an die Heimatmuseen in Dettingen/Erms, Neustetten und Rosenfeld- Leidringen
     
    Das Heimatmuseum Rottenacker (Alb-Donaukreis) ist der Gewinner des diesjährigen 11. Wettbewerbs „Vorbildliches Heimatmuseum“ des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e. V. Weitere Auszeichnungen gehen an die Heimatmuseen in Dettingen/Erms (Landkreis Reutlingen), Neustetten (Landkreis Tübingen) und Rosenfeld- Leidringen (Zollernalbkreis). In einer Feierstunde am 25. November 2015 in Rottenacker übergaben Regierungspräsident Dr. Jörg Schmidt und der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e. V., Karlheinz Geppert, den mit 3.000 € dotierten Preis an den Gewinner und die jeweils mit 1.000 € dotierten Auszeichnungen.

    Die Jury hat unter Leitung des Arbeitskreisvorsitzenden Karlheinz Geppert (Rottenburg a. N.) die Preisträger unter einer Reihe hervorragender Bewerbungen aus dem Regierungsbezirk Tübingen ausgewählt. Als Sachverständige war erneut Frau Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger (Esslingen) Mitglied der Jury. Für die Auszeichnungen waren vor allem die Form der Geschichtsvermittlung, die Dokumentation regionaler Entwicklungen und Besonderheiten, die Art der Aufbereitung und Präsentation, die Besucherfreundlichkeit sowie das ehrenamtliche Engagement maßgebend.
     
    Heimatmuseum Rottenacker „Wirtles Haus“ in Rottenacker (Alb-Donau-Kreis):
    Das im Jahre 2003 eröffnete Heimatmuseum in der neuen Dorfmitte ist das älteste Wohnhaus in der Gemeinde Rottenacker. Nachweise gehen bis auf das Jahr 1470 zurück. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt, der Aufbau erfolgte in der Zeit 1685 /1687. Das Gebäude wurde in den Jahren 2000 / 2001 grundlegend saniert. Ausgestellt werden neben der Wohnkultur und dem Arbeitsleben um 1900 auch das Leben an der Donau. Weitere Themenfelder sind der Separatismus, die Auswanderung und das Wirken von berühmten Menschen aus Rottenacker: Konrad Sam (1483 – 1533), Ulmer Reformator; Franz Carl Hiemer (1768-1822), Maler und Schauspieler sowie Gerhard Storz (1898-1993), Schriftsteller und Politiker.
     
    Heimatmuseum Dettingen/Erms (Landkreis Reutlingen):
    Das Anwesen Hengel, ein mächtiger Fachwerkbau von 1790, diente, bevor es zum Heimatmuseum umgebaut wurde, in den Jahren 1871 bis 1978 drei Schmiedgenerationen als Wohn- und Arbeitsstätte. In den vier Obergeschossen erhält der Besucher Einblick in die Wohnkultur einer wohlhabenden Handwerkerfamilie in vergangenen Tagen. Die Einrichtung der Küche, Kammer und Stube auf der ersten Etage stammt noch aus dem 19. Jahrhundert, während im Stockwerk darüber dieselbe Raumnutzung mit der Ausstattung des 20. Jahrhunderts gezeigt wird. Das Museum erhielt bereits 2004 den entsprechenden Museumspreis; aufgrund zahlreicher Ergänzungen und Veränderungen wird es in diesem Jahr erneut ausgezeichnet.
     
    Heimatmuseum Neustetten (Landkreis Tübingen):
    Die heimatkundlichen Sammlungen konnten erstmals 1977 der Öffentlichkeit gezeigt werden. Von Anfang an von hohem ehrenamtlichem Engagement begleitet, ist das Heimatmuseum Neustetten seit 2013 in einer kleinen, ehemals neuapostolischen Kirche untergebracht. Es zeigt insbesondere das Leben und die Arbeit des letzten Jahrhunderts im Haus und auf dem Feld. So werden der Hopfenanbau sowie die Flachs- und Hanfverarbeitung dokumentiert.
     
    Heimatmuseum Rosenfeld-Leidringen (Zollernalbkreis):
    Getragen und betrieben wird das Leidringer Heimatmuseum von der örtlichen Trachtengruppe; die Anfänge reichen bis ins Jahr 1978 zurück. 2001 konnte das Heimatmuseum in den neuen Räumen des stattlichen Vogthofs untergebracht werden. Die umfangreichen Sammlungen werden seither in einer Wohnung und in einem sogenannten unbeheizten „Kaltteil“ gezeigt; in dem landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte sowie ein historisches Klassenzimmer zu sehen sind.

    Hintergrundinformation:
    Der Wettbewerb „Vorbildliches Heimatmuseum“ wird alle zwei Jahre vom Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e. V. veranstaltet. Die Geschäftsführung des Vereins liegt beim Regierungspräsidium Tübingen.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung stehen Ihnen Herr Geppert als Vorsitzender des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen e.V., Tel. 07472 165-310, oder Herr Dr. Daniel Hahn, Pressereferent, Regierungspräsidium Tübingen, Tel. 07071/757-3078, gerne zur Verfügung