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RP Tübingen, Wirtschaft, Raumordung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen
  • Abteilung 2
    24.10.2016
    Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, Modul 1
    Die Planfeststellungsverfahren für den 6. Abschnitt (Haltepunkte Tübingen-Neckaraue und Tübingen-Güterbahnhof) werden eingeleitet.

    ​Das Regierungspräsidium Tübingen hat das Planfeststellungsverfahren für den sechsten Planfeststellungsabschnitt (PFA 6) des Moduls 1 der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb eingeleitet. Gegenstand dieses Abschnittes sind die Haltepunkte Tübingen-Neckaraue und Tübingen-Güterbahnhof an der Neckar-Alb-Bahn Strecke 4600 Metzingen – Tübingen. Die Planunterlagen liegen ab Mittwoch, den 26. Oktober 2016, bei der Stadt Tübingen aus.

    Die geplanten Haltepunkte liegen auf dem Areal des früheren Güterbahnhofes Tübingen. Die Anlage der Bahnsteige für die Haltepunkte erfordern je nach Ausbildung der Bahnsteige Eingriffe in die vorhandene Gleisinfrastruktur.
     
    Der Haltepunkt Tübingen-Neckaraue soll als Mittelbahnsteig zwischen den beiden Streckengleisen der Neckar-Alb-Bahn mit einer Länge von 120 m und einer Breite von 2,50 m angelegt werden. Zusätzlich soll ein Bahnsteigzugang als Fußgängerüberführung von der Schaffhausenstraße zur Eisenbahnstraße errichtet werden. Erreichbar ist dieser Bahnsteig von der geplanten Überführung über eine Treppe und einen Aufzug. Um den Mittelbahnsteig im Gleisbereich platzieren zu können, muss das Gleis 101 (Richtungsgleis Reutlingen – Tübingen) nach Norden verschwenkt werden. Das Gleis muss hierzu auf einer Länge von ca. 650 m neu errichtet werden. Dies erfolgt auf Bahngelände und erfordert die Aufgabe von heute vorhandenen Eisenbahnkleingärten.
     
    Beim Haltepunkt Tübingen-Güterbahnhof sind zwei Außenbahnsteige an den durchgehenden Hauptgleisen (Gleise 101 und 102) der Neckar-Alb-Bahn mit einer Länge von 120 m und einer Breite von 2,50 m geplant. Eine barrierefreie Anbindung an die Bahnsteige bzw. die Möglichkeit für Fußgänger und Radfahrer, das Gleisfeld zu queren, soll durch eine Unterführung sichergestellt werden. Die Bahnsteige des neuen Haltepunkts werden an die geplante Unterführung angeschlossen. Der zweite Bahnsteig am Gegengleis (Gleis 102) liegt auf der Achse des heutigen Gleises 203, das als Durchfahrtsgleis dafür entfällt. Erreichbar sind die Bahnsteige von der geplanten Unterführung über Treppen und Aufzüge.
     
    Gegenstand der Planung sind auch die mit den Maßnahmen verbundene Errichtung und Anpassung der Oberleitungsanlage (Oberleitungen, Fundamente, Maste) sowie die notwendigen Folgemaßnahmen und Rückbauten an bestehenden Bauwerken.
     
    Für das Bauvorhaben, einschließlich landschaftspflegerischer Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung sowie zur Kompensation unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft, werden Grundstücke in der Stadt beansprucht.
     
    Einwendungen gegen die Planung können schriftlich oder zur Niederschrift bis einschließlich 9. Dezember 2016 erhoben werden. Einwendungen per E-Mail sind nicht möglich.
    Näheres über Auslegungsorte und -zeiten entnehmen Sie bitte der Bekanntmachung der Stadt Tübingen.
     
    Ab Mittwoch, den 26. Oktober 2016, sind die Unterlagen auch im Internet auf der Seite des Regierungspräsidiums unter Bekanntmachungen/ Planfeststellungsverfahren zu finden.

    Hintergrundinformation
    Mit dem Gesamtbauvorhaben Regional-Stadtbahn Neckar-Alb sollen die Städte Tübingen und Reutlingen umsteigefrei mit der Region verbunden werden. In den Innenstädten von Tübingen und Reutlingen ist der Neubau von Stadtbahnlinien als Straßenbahnen vorgesehen, die an den jeweiligen Bahnhöfen mit den bestehenden Eisenbahnstrecken verbunden werden sollen. Die Bestandsstrecken der Region werden elektrifiziert, um eine Durchbindung und Erhöhung der Taktfrequenz zu ermöglichen. In Tübingen und Reutlingen  ist die Errichtung neuer Haltepunkte geplant.
    Das Modul 1 ist die erste Ausbaustufe des Gesamtbauvorhabens Regional-Stadtbahn Neckar-Alb und betrifft die Elektrifizierung und den Ausbau der Bestandsstrecken Ermstalbahn (Metzingen – Bad Urach) und Ammertalbahn (Tübingen – Herrenberg).
     
    Die Planfeststellungsabschnitte 1 und 2 beinhalten die Elektrifizierung der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach mit Erstellung entsprechender Oberleitungsanlagen. Die Planfeststellungsbehörde befindet sich derzeit noch in Abstimmung mit einzelnen Betroffenen. Nach erfolgter Abstimmung ist vorgesehen, den Planfeststellungsbeschluss zeitnah zu erlassen. Die Planfeststellungsabschnitte 3 und 4 betreffen die Elektrifizierung der Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg. Der Planfeststellungsbeschluss kann voraussichtlich Anfang 2017 erlassen werden. Bei dem Planfeststellungsabschnitt  5, der die neuen Haltepunkt Reutlingen-Storlach und Reutlingen-Bösmannsäcker umfasst, finden noch Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt Reutlingen und der Vorhabenträgerin statt.

    Hinweis für die Redaktionen
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Steffen Fink, Pressereferent, Tel.: 07071 757-3076, gerne zur Verfügung.