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B 30 neu - Friedrichshafen; Bauabschnitt II B

Maßnahmenbeschreibung

Die Bundestraße B 30 ist eine wichtige Verkehrsachse. Sie verbindet das Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm mit den Oberzentren Friedrichshafen, Ravensburg und Weingarten. Die B 30 ist eine Hauptroute für den Durchgangsverkehr im südöstlichen Landesteil von Baden-Württemberg und hat eine große Bedeutung für den zwischenörtlichen und regionalen Verkehr. Die B 30 ist zwischen Friedrichshafen (B 31) und Ravensburg/Eschach nicht ausgebaut. Je Fahrtrichtung steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Hinzu kommen mehrere Ortsdurchfahrten. Insbesondere bei Messeveranstaltungen in Friedrichshafen oder während der Ferienzeit kommt es daher zu starken Verkehrsbehinderungen.

Im aktuell gültigen Bedarfsplan aus dem Jahr 2004, der vom Bundestag auf der Basis des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2003 beschlossen wurde, ist die B 30 zwischen Friedrichshafen (B 31) und Ravensburg/Eschach in den „Vordringlichen Bedarf “ eingestuft. Das ist die Kategorie mit der höchsten Priorität.

Von der Maßnahme direkt betroffen sind vor allem die Gemeinde Meckenbeuren (mit den Ortsteilen Liebenau, Brochenzell und Kehlen), die Stadt Tettnang und die Stadt Friedrichshafen.

Als Weiterführung der Ortsumfahrung Ravensburg nach Friedrichshafen übernimmt die B 30 neu wichtige verkehrliche Funktionen. Sie soll die Nord-Süd-Verkehre auf einer leistungsfähigen B 30 neu bündeln. Dadurch wird die Verkehrsverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Ravensburg und Friedrichshafen sowie Ulm/Neu-Ulm gestärkt. Gleichzeitig entlastet die B 30 neu die Ortsdurchfahrten zwischen Ravensburg und Friedrichshafen. Die B 30 neu zwischen Friedrichshafen (B 31) und Ravensburg/Eschach ist ein Kernbestandteil des „Planungsfall 7“. Dieser Name bezeichnet ein Konzept zur Neugestaltung des klassifizierten Straßennetzes im nördlichen Bodenseeraum. Das Konzept sieht die Bündelung der Verkehre auf zwei leistungsfähigen Achsen vor: einer Ost-West-Achse, der B 31/B 31 neu und einer Nord-Süd-Achse, der B 30 neu.

Die B 30 zwischen Friedrichshafen (B 31) und Ravensburg/Eschach befindet sich in der Planungsstufe der Vorplanung / Linienfindung. Die Vorplanung ist eine grundsätzliche, konzeptionelle Planungsstufe. Die Planung ist noch nicht detailliert bzw. parzellenscharf. Die Vorplanung dient der Entscheidung über die auf den folgenden Stufen zu verfolgende Variante (Vorzugsvariante). In der Vorplanung müssen alle in die Diskussion eingebrachten sinnvollen und zumutbaren Varianten betrachtet werden. Für jede Variante müssen die verkehrlichen, raumstrukturellen und umweltbezogenen Wirkungen sowie die Kosten ermittelt und beurteilt werden. Ziel ist es, Konflikte zu erkennen und zu vermeiden, die später eine Zulassung der gewählten Linie im Genehmigungsverfahren (Planfeststellung) infrage stellen.

Aktuell werden für einen möglichen Verlauf der B 30 neu drei unterschiedliche Lösungsansätze untersucht: Variante „West“, Variante „Ost“ und der Korridor „Mitte“ (siehe Übersichtspläne (pdf, 3 MB).