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Verlegung der B 463 bei Albstadt-Lautlingen (Ortsumfahrung Lautlingen), Regierungspräsidium Tübingen

Verlegung der B 463 bei Albstadt-Lautlingen
(Ortsumfahrung Lautlingen)

Maßnahmenbeschreibung

Ziel der Ortsumfahrung

Die B 463 stellt eine wichtige Verkehrsachse zwischen dem östlichen Bodenseegebiet und dem mittleren Schwarzwald dar. Sie verbindet den Raum Balingen (BAB 81, B 27) über Sigmaringen (B 32) mit der Region Oberschwaben/Bodensee. Die Ortsdurchfahrt Albstadt-Lautlingen ist mit bis zu 23.000 Kfz/24h und einem Schwerverkehrsanteil von rund 11 Prozent (Stand 2006) belastet. Das Verkehrsaufkommen auf der B463 besteht zum größten Teil aus Durchgangsverkehr.

Ziel der geplanten Ortsumfahrung ist die Entlastung der Ortsdurchfahrt in Lautlingen und somit auch des Ortskerns vom Durchgangsverkehr. Die Gefährdung der Anlieger, Fußgänger und Radfahrer infolge der Lärm- und Schadstoffbelastungen wird dadurch deutlich reduziert.
Gleichzeitig verringert sich die innerörtliche Trennwirkung und eröffnet sich die Möglichkeit zur städtebaulichen Aufwertung und Erhöhung der Wohnqualität des Ortskerns von Lautlingen.

Trassenverlauf

Die Trasse (Variante 1G1) liegt südlich von Lautlingen und wird über drei Anschlüsse mit dem nachgeordneten Straßennetz verknüpft. Sie beinhaltet zwei 3-streifige Abschnitte im Bereich der Steigungen und berücksichtigt das geplante Gewerbegebiet „Hirnau“ der Stadt Albstadt.

Durch die ausgewogene Anordnung von Zusatzfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen – richtungsabhängige Überholvorgänge – ist ein gesichertes Überholen zur Entflechtung der langsameren und schnelleren Fahrzeuge gewährleistet. Dadurch wird die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität der B 463 in diesem Planungsabschnitt erhöht.

Die Umfahrung beginnt westlich von Lautlingen in Höhe des Lauterbaches, wo auch die Ortsdurchfahrt der heutigen B 463 angeschlossen wird. Von dort schwenkt sie nach Süden ab und unterquert die Eisenbahnlinie Balingen-Sigmaringen südwestlich des Gewerbegebietes „Eschach“. Sie verläuft dann in östlicher Richtung.
Zwischen dem Höhenrücken „Bühl“ und dem Meßstetter Tal wird die Kreisstraße 7151 über eine Verbindungsrampe angeschlossen, wodurch die Ortsdurchfahrt zusätzlich entlastet werden kann. Das Meßstetter Tal wird auf einem 330m langen Viadukt gequert. Die Kreisstraße 7152 wird über die Bahn hinweg, bis zur neuen Umgehung verlängert und mit einem Anschluss, der gleichzeitig das Gewerbegebiet „Hirnau“ anbindet, verknüpft. In Höhe der Wasserscheide östlich von Lautlingen erreicht die neue Straße wieder die bestehende B 463.

Lärmschutzmaßnahmen

Entlang der Trasse sind im Bereich der Allgemeinen Wohngebiete „Unter der Burg“ und „Stettiner Ring“ 4 m hohe Lärmschutzwände vorgesehen.

Kompensationsmaßnahmen und artenschutzrechtliche Maßnahmen

Zur Kompensation der erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft werden umfangreiche Maßnahmen z.B. Wiedervernetzung, Nutzungsextensivierung, Waldaufforstung, landschaftlichen Einbindung und Artenschutzrechtliche Maßnahmen vorgesehen. Die Maßnahmen befinden sich unter anderem entlang der Fließgewässer Lauterbach, Stettbach, Meßstetter Talbach, Eyach und in den Gewannen „Reuten“, „Bühl“, „Galgenbühl“, „Mehlbaum“, „Langes Tal“ sowie Tailfingen und Stetten a.k. Markt.

Weitere Informationen können Sie den folgenden Plänen entnehmen (genehmigt vom Landesverkehrsministerium im Jahr 2014):

Lageplan der Trasse (pdf, 5.2 MB)
Höhenplan 1 der Trasse (pdf, 1.3 MB)
Höhenplan 2 der Trasse (pdf, 808 KB)
Maßnahmenübersichtsplan (pdf, 3.2 MB)

Hinweis: Derzeit werden die vom Landesverkehrsministerium im Jahr 2014 genehmigten Planunterlagen für das zu beantragende Planfeststellungsverfahren auf die aktuellen rechtlichen und fachlichen Vorschriften angepasst. Aktuelle überarbeitete Pläne liegen derzeit noch nicht vor.