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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Donau-Iller) des Regierungspräsidium Tübingen
Gewässerstrukturen in der Ille, © A. Lutz, Regierungspräsidium Tübingen

Arbeitsprogramms „Agile Iller“

Grundlagen des Arbeitsprogramms „Agile Iller“ - Gewässerentwicklungskonzept Untere Iller

Aus dem Auftrag der Wassergesetze, der Naturschutzgesetze, des Landesentwicklungsprogramms und der Agenda 21 ergibt sich die Verpflichtung zu einer ökologisch orientierten Pflege und nachhaltigen Entwicklung von Gewässern mit ihren Uferbereichen und Überschwemmungsgebieten sowie zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Um die Pflichten der gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, wurde das Gewässerentwicklungskonzept (GEK) als wesentliche Grundlage für sämtliche Maßnahmen und Entwicklungen im und am Gewässer erstellt. Dabei deckt es den Bereich der Untere Iller von der Mündung in die Donau (Flusskilometer 0,0) bis Fl.-km 56,725 auf Höhe der Gemeinde Aitrach ab.

Logo Agile Iller, © Regierungspräsidium Tübingen 

Arbeitsprogramm „Agile Iller“

Zur Umsetzung der im Gewässerentwicklungskonzept benannten Entwicklungsziele und Maßnahmen wurde das Arbeitsprogramm „Agile Iller“ erstellt, in dem die gewässerökologischen Maßnahmen zur Zielerfüllung der WRRL im Bereich der Unteren Iller aufgezeigt sind.

Am 4. November 2017 unterzeichneten die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg den Staatsvertrag zum Arbeitsprogramm „Agile Iller“. Das Programm beinhaltet 59 Umbaumaßnahmen auf einer Länge von ca. 60 km zwischen Aitrach und Neu-Ulm. Die geplanten Maßnahmen sollen sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken und widmen sich im Wesentlichen der freien Migration, der Wiederansiedlung einheimischer Arten, Schaffung strukturreicher Lebensräume und der Vernetzung zwischen Seitengewässer und Auen.

Neben den reinen Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen soll die Iller wieder ein lebendiges Gewässer mit vielfältigen ökologischen Funktionen werden. Durch die angrenzenden Uferwege und Schautafeln sowie dem Iller-Radweg kann die Entwicklung der Iller hin zu einem naturnahen Gewässer direkt miterlebt werden. Flache Ufer- und Gewässerzonen sorgen dafür, dass man den Fluss neu begreifen und erleben kann.

Das Maßnahmenprogramm „Agile Iller“ wird durch die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam finanziert. Die Gesamtkosten betragen rund 70 Millionen Euro.

Das Gewässerentwicklungskonzept, das Arbeitsprogramm sowie eine Beschreibung aller 59 Maßnahmen finden Sie unter:

https://www.agile-iller.de