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Luftreinhalte- und Aktionspläne für den Regierungsbezirk Tübingen

​Luftreinhaltung in der Stadt Ravensburg

In 2016 wurde an der Schussenstraße 9 in Ravensburg eine Stickstoffdioxid-Belastung von 49 µg/m3 im Jahresmittel und an der Schussenstraße 5 eine Belastung von 54 µg/m3 gemessen. Diese Werte lagen über dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 40 µg/m3 im Jahresmittel. Aus diesem Grund hatten die Stadt Ravensburg und das Regierungspräsidium damit begonnen, Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Erstellung eines Luftreinhalteplans zu entwickeln und umzusetzen.

Im Jahr 2018 hat die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) die Stickstoffdioxid-Belastungen an zwei Stellen der B 32, Ortsdurchfahrt Ravensburg, gemessen. Am Messpunkt auf Höhe Schussenstraße 5 wurde das ganze Jahr gemessen und ein Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert von 40 µg/m³ festgestellt. Die Messung entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Am Referenzmesspunkt Schussenstraße 9 wurde im Zeitraum Mai bis Dezember 2018 gemessen und ein Mittelwert dieser acht Monate von 37 µg/m³ festgestellt. Der Mittelwert der Stickstoffdioxid-Werte von Mai bis Dezember am Profilmesspunkt Schussenstraße 5 betrug 40 µg/m³. Er war im Vergleich zum Referenzmesspunkt Schussenstraße 9 somit der Messpunkt mit den höheren Stickstoffdioxid-Belastungen.

Im Bereich der Schussenstraße wurde der Stickstoffdioxid-Jahresmittelgrenzwert von 40 µg/m³ im Jahr 2018 eingehalten.

Messergebnisse Stickstoffdioxid (NO2) Ravensburg Schussenstraße

Grafik Messergebnisse Stickstoffdioxid (NO2) Ravensburg Schussenstraße, Quelle: Regierungspräsidium Tübingen, Referat 54.1
Quelle: Messwerte LUBW; Grafik Regierungspräsidium Tübingen, Referat 54.1; bis 31.12.2019 wurden folgende Stickstoffdioxid-Belastungen gemessen, der Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid liegt bei 40 µg/m³

Die von der LUBW fortgeführten Messungen in 2019 ergaben eine Grenzwerteinhaltung für den Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert am Referenzmesspunkt mit 36 µg/m3 sowie einen Jahresmittelwert von 38 µg/m³ am Profilmesspunkt. Die Erstellung eines Luftreinhalteplans für Ravensburg war aufgrund der Grenzwerteinhaltung nicht mehr erforderlich.

Unabhängig von der Verpflichtung zur Erarbeitung eines Luftreinhalteplans hat die Stadt Ravensburg eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität umgesetzt.

So fördert die Stadt Ravensburg E-Mobilität durch Ausbau der Ladeinfrastruktur, setzt auf emissionsarme Erdgasbusse, fördert das ÖPNV Angebot durch 1 Euro-Tickets an Samstagen und baut das Radwegenetz weiter aus. Weiterhin wurde der Verkehrsfluss durch eine Aufrüstung des Verkehrsleitrechners und kontinuierliche Optimierung der Ampelschaltungen weiter verbessert. Der Verkehr in der Altstadt wurde durch Verkehrsverbote für LKWs außerhalb der festgelegten Lieferzeiten reduziert.

All diese Maßnahmen haben, wie auch die allgemeine Kfz-Flottenverbesserung, zu einer Verbesserung der Luftqualität beigetragen.

Fachgutachten

Das Regierungspräsidium Tübingen hat ein Fachgutachten beauftragt, in dem Maßnahmen zur Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastungen in Ravensburg sowohl hinsichtlich der verkehrlichen Auswirkungen wie auch hinsichtlich der Wirkung auf die Luftqualität untersucht wurden.
Ausgehend von Maßnahmenvorschlägen der Bevölkerung und der Stadt Ravensburg wurde eine Abschätzung unter Berücksichtigung der Wirkung auf die Luftbelastung sowie der zeitlichen und rechtlichen Umsetzbarkeit vorgenommen. Die besten Maßnahmen wurden in einem weiteren Schritt detailliert untersucht.

IVU Umwelt GmbH - Fachgutachten Luftreinhaltung Ravensburg (pdf, 6 MB)

Die Ergebnisse des Fachgutachtens werden zur weiteren Verbesserung der Luftqualität und für den Klimaschutz in Ravensburg genutzt.

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