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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe
Gebiete um Bisingen (Quelle: Wolfgang Herter)

Gebiete zwischen Bisingen, Haigerloch und Rosenfeld (FFH 7619-311)

Ehemalige Gebietsbezeichnung:

Gebiete zwischen Rosenfeld und Haigerloch (FFH 7618-341) / Magerwiesen um Bisingen (FFH (7619-341)

Im Norden des Zollernalbkreises, wo der Naturraum »Südwestliches Albvorland« an die »Oberen Gäue« angrenzt, liegt das FFH-Gebiet »Gebiete zwischen Bisingen, Haigerloch und Rosenfeld« (740 ha). Es umfasst zahlreiche Naturschutzgebiete sowie große Ackerflächen insbesondere um Bisingen.

Bunte Nachbarschaft

Das mittlere Eyachtal zeichnet sich dadurch aus, dass viele extensive Nutzungen an den Hängen erhalten geblieben sind. Zwar sind die Reben am Stettener Weinberg längst verschwunden, aber die Kalk-Magerrasen, Wacholderheiden, Feldhecken und Mageren Flachland-Mähwiesen durchziehen die Eyachhänge wie ein Flickenteppich. Die schweren und tonigen Böden des Gipskeupers neigen zum Versumpfen, so dass sich – an wasserzügigen Stellen im Hang – stellenweise sogar kleine Niedermoore ausbilden. Dieses Mosaik unterschiedlichster Lebensbereiche beherbergt eine große Artenfülle. Gerade die Übergangsbereiche zwischen unterschiedlichen Lebensräumen – wie z. B. Säume entlang von Gebüschen – werden von Insekten und Vögeln bevorzugt besiedelt.

Schützenswerte Arten

Kleine Spezialisten

In den Wacholderheiden im FFH-Gebiet ist die große Anzahl an Schmetterlings-, Heuschrecken- und Käferarten bemerkenswert. Auch besonders schutzwürdige Wildbienenarten fühlen sich hier wohl – dank des trocken-heißen Kleinklimas, der vielen offenen Bodenstellen und des kontinuierlichen Angebots an Blüten. Die Pflege der Heiden wird gezielt auf die Bedürfnisse dieser Arten abgestimmt, wobei die vielerorts aufgegebene traditionelle Hüteschafhaltung durch neue Beweidungsformen ersetzt werden muss.

Große Bedeutung

Die Ackerflächen um Bisingen beherbergen eine Besonderheit, die Spelz-Trespe oder Dicke Trespe (Bromus grossus), ein einjähriges Ackerwildgras, das bevorzugt in Äckern mit Wintergetreide wächst. Sein Bestand ist europaweit auf wenige Restvorkommen geschrumpft, die größtenteils in Baden-Württemberg liegen. Die Äcker um Bisingen haben damit eine große Bedeutung für den Erhalt der Art in Europa und weltweit!

Weitere Informationen

LUBW: Managementplan-Endfassung

  
  
  
BisingenHaigerloch_Mitteilung_Mai2016.pdfMitteilung vom Mai 2016 - Bekanntgabe der Endfassung23 KB
BisingenHaigerloch_Mitteilung_Jan_2016.pdfMitteilung vom Januar 2016 - Öffentliche Auslegung des Planentwurfs27 KB
BisingenHaigerloch_InfoMAP_Juni2014.pdfInformationen zum Managementplan vom Juni 2014425 KB
BisingenHaigerloch_Mitteilung_Juni_2014.pdfMitteilung vom Juni 2014 - Einladung zur Informationsveranstaltung23 KB
BisingenHaigerloch_Flyer.pdfFlyer vom Mai 2014373 KB
BisingenHaigerloch_Mitteilung_Maerz2014.pdfMitteilung vom März 2014 - Erstellung eines Managementplans21 KB

Hintergrund  

Ansprechpartner:

Referat 56

Silke Jäger
Telefon 07071 757-5217
E-Mail silke.jaeger@rpt.bwl.de

Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
In Planung Natura 2000 Managementpläne (MaP)
Abgeschlossene Natura 2000 MaP