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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe
Nägelesfelsen, copyright: Carsten Wagner

Uracher Talspinne (FFH 7522-341)

Das FFH-Gebiet »Uracher Talspinne« liegt am Nordrand der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen und umfasst 4.737 ha, davon 88 Prozent Wald. In Bad Urach treffen mehrere Täler zusammen, die samt ihrer bewaldeten Hänge und angrenzenden Hochflächen das FFH-Gebiet bilden.

Felsen, Höhlen, Wasserfälle

Die Kalkfelsen, Höhlen und Kalktuffquellen wie Rutschenfelsen, Falkensteiner Höhle und Uracher Wasserfall zählen zu den imposantesten der Schwäbischen Alb. Sie stehen unter dem Schutz von Natura 2000 und spielen für den Arten- und Biotopschutz eine große Rolle. Felsen zählen zu den ursprünglichsten Lebensräumen, die oft nur kleine, dafür aber umso kostbarere Flächen einnehmen. Ihre Flora und Fauna zeichnet sich durch viele seltene Arten aus, die nur auf diesen klimatisch extremen Standorten vorkommen. Die Höhlen des Gebiets sind für die nach der FFH-Richtlinie geschützten Fledermausarten als Winterquartier von großer Bedeutung. Der Uracher Wasserfall ist als FFH-Lebensraumtyp Kalktuffquelle geschützt. Im Quellwasser gelöster Kalk wird hier in Form von Kalktuff ausgefällt und bildet an der Absturzstelle eine Kalktuffnase.

Wälder, Wiesen und Kalk-Magerrasen

Rund 300 Meter tief ist das Ermstal bei Bad Urach in die Schwäbische Alb eingeschnitten. Da Hangrichtung und geologischer Untergrund in der Talspinne auf engem Raum wechseln, kommen hier verschiedene Wald-Lebensraumtypen vor, die zu den ursprünglichsten in Mitteleuropa gehören, wie der Orchideen-Buchenwald sowie der Schlucht- und Hangmischwald. Im Alt- und Totholz der lichten Buchen-Hangwäldern lebt der Alpenbock, eine Holzkäferart, die nach der FFH-Richtlinie europaweit geschützt ist. Die Kalk-Magerrasen im FFH-Gebiet – die größten befinden sich auf dem Rossfeld – sind durch die Schafbeweidung entstanden und werden weiterhin durch diese Nutzung erhalten. Der Uracher Schäferlauf weist auf die ungebrochene Tradition der Schäferei hin. Typisch für die Lage am Albtrauf sind auch die ausgedehnten Streuobstwiesen rund um Glems, die sich am Hangfuß an den Wald anschließen. Wie die extensiv genutzten Mähwiesen auf der Albhochfläche sind sie teilweise dem Lebensraumtyp Magere Flachland-Mähwiese zuzuordnen.

Weitere Informationen

  
  
  
UracherTalspinne_Mitteilung_Nov2016.pdfMitteilung vom November 2016 - Öffentliche Auslegung des Planentwurfs23 KB
UracherTalspinneFlyer.pdfFlyer vom März 2015931 KB
UracherTalspinne_Mitteilung_Maerz2015.pdfMitteilung vom März 2015 - Erstellung eines Managementplans17 KB

Hintergrund  

Ansprechpartner:

Referat 56

Dr. Dorothea Kampmann
Telefon 07071 757-5207
E-Mail dorothea.kampmann@
rpt.bwl.de

Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
In Planung Natura 2000 Managementpläne (MaP)
Abgeschlossene Natura 2000 MaP