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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe
Scheibensee, © Luftbildagentur Frank Hofmann

Feuchtgebiete bei Waldburg und Kißlegg (FFH 8224-311)

Das 1.539 ha große FFH-Gebiet »Feuchtgebiete bei Waldburg und Kißlegg« umfasst mehrere Teilgebiete im Landkreis Ravensburg.

Während der Würmkaltzeit stieß der Rheingletscher aus den Alpen weit bis ins Alpenvorland vor. Er hinterließ hier nördlich des Bodenseebeckens seine Spuren in Form einer typisch welligen Jungmoränenlandschaft mit Senken und zahlreichen Toteislöchern. Manche Eisblöcke waren vom Gletscherschutt begraben und »konserviert« worden. Sie schmolzen später ab. Das darüber liegende Material sackte nach und es entstanden Toteislöcher.

Begünstigt durch Quellreichtum und kühles niederschlagsreiches Klima konnten sich natürliche nährstoffreiche Seen bilden und über lange Zeit durch Torfanhäufung Moorlebensräume entstehen wie Kalkreiche Niedermoore, Übergangs- und Schwingrasenmoore und Hochmoore. Das voralpine Hügel- und Moorland wird von zahlreichen naturnahen Bächen durchzogen, die streckenweise von Auenwäldern mit Erle, Esche, Weide gesäumt werden.

13 Naturschutzgebiete liegen im FFH-Gebiet. Besonders gut erhalten ist der zentrale Teil des Hochmoors im Naturschutzgebiet »Gründlenried-Rötseemoos«. In den nährstoffarmen Moorgewässern kann sich die europaweit geschützte Libellenart Große Moosjungfer zahlreich entwickeln. Trockenere Randbereiche wurden, von Moorbirken und anderen Arten besiedelt, im Laufe der Zeit zu Moorwäldern. In den kalkreichen Nieder- und Übergangsmooren des FFH-Gebiets kommt das seltene Sumpf-Glanzkraut vor. Auch die Feucht-, Nass- und Pfeifengraswiesen beherbergen eine große Zahl seltener gefährdeter Arten, so auch die seltene Schmetterlingsart Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Um die ökologisch hochwertigen Moor- und Feuchtgebiete zu erhalten und zu optimieren, und damit seltenen gefährdeten Arten weiterhin Lebensraum zu bieten, werden im Managementplan des FFH-Gebiets Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen wie z.B. die Pflege der Pfeifengraswiesen empfohlen.

  
  
  
WaldburgKisslegg_Flyer_Februar_2018.pdfFlyer vom Februar 20181142 KB
WaldburgKisslegg_Infoblatt_Januar_2018.pdfInformationen zum Managementplan vom Januar 20181533 KB
WaldburgKisslegg_Mitteilung_Januar_2018-2.pdfMitteilung vom Januar 2018 - Einladung zur Auftaktveranstaltung140 KB
WaldburgKisslegg_Mitteilung_Januar_2018.pdfMitteilung vom Januar 2018 - Erstellung eines Managementplans83 KB

Hintergrund  

Ansprechpartner:

Referat 56

Renate Riedinger
Telefon 07071 757-5211
E-Mail renate.riedinger@rpt.bwl.de

Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
In Planung Natura 2000 Managementpläne (MaP)
Abgeschlossene Natura 2000 MaP