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RP Tübingen, Umwelt
  • Abteilung 5
    29.04.2015
    Auftaktveranstaltung zum Naturschutzgebiet Lichternsee mit Oberbürgermeister Ivo Gönner und Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan
    Mit dem Lichternsee wurde Anfang dieses Jahres das 302. Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Tübingen ausgewiesen.
     Das Naturschutzgebiet Lichternsee

    Oberbürgermeister Ivo Gönner und Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan feierten dies heute (29. April 2015) mit einem Rundgang um den See.

    ​"Seit Anfang der neunziger Jahre haben Ulmer Gemeinderat, Verwaltung und zahlreiche Naturschutzverbände sich für ein Naturschutzgebiet Lichternsee neben dem Industriegebiet Donautal stark gemacht. Umso größer ist daher unsere Freude, dass der "Lichternsee" nun offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, als zweites und flächenmäßig größtes Gebiet in Ulm neben der "Gronne", – und es freut uns, dass das Beispiel "Lichternsee" zeigt, dass ein Nebeneinander von Industrie und Natur möglich ist.", so Oberbürgermeister Ivo Gönner. Auch Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan zeigte sich erfreut: „Der Lichternsee ist ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Vor allem als Überwinterungsgebiet sowie als Rast- und Nahrungsraum für Zugvögel ist er von unschätzbarem Wert.“


    Das Schutzgebiet liegt an der Donau zwischen Gögglingen und dem Industriegebiet Donautal. Es umfasst eine Fläche von etwa 94 ha. Beim Lichternsee handelt es sich um einen ehemaligen Donau-Altarm, der in der Nachkriegszeit ausgebaggert und erweitert wurde. Über dem See und über der Donau lassen sich oft zahlreiche Wasservögel beobachten. An den vegetationsarmen Steilwänden des Donauzuflusses brütet regelmäßig der Eisvogel. Besonders bemerkenswert ist, dass ab und zu sogar seltene Vogelarten wie Wasserrallen, Bekassinen und der Rohrschwirl im Gebiet zu Gast sind. Am Gewässerufer mit seinen Röhrichten, Hochstauden, Weidengebüschen und offenen Wasserflächen finden auch seltene Amphibien, Libellen, Tagfalter und Fische gute Lebensbedingungen.
    Mit der Ausweisung des Naturschutzgebiets soll die Erhaltung und Entwicklung der Gewässerufer mit Röhricht-Hochstauden und Weidengebüschen erreicht werden. Zudem sollen offene Wasserflächen als Lebens- und Rückzugsraum für Vögel geschützt werden. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung günstiger Lebensräume für Wasserlebewesen, insbesondere für Fische.
     
    Der Lichternsee wird der Ulmer Bevölkerung auch weiterhin für die Naturerholung zur Verfügung stehen. Mit Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt werden die Besucher aber auf vorhandene Wege gelenkt. Einige ufernahe Flächen sind jedoch vom Wegegebot ausgenommen, im Norden des Lichternsees bleibt das Baden erlaubt. Auch die Angelfischerei ist an vielen Uferabschnitten weiterhin möglich.

    Bild: Das Naturschutzgebiet Lichternsee

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Carsten Dehner, Pressereferent, Telefon: 07071/757-3080, gerne zur Verfügung.