Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Tübingen »Abteilung 5 »Pressemitteilung
RP Tübingen, Umwelt
  • Abteilung 5
    08.04.2019
    Hochwasserschutz für Allmendingen
    Land fördert den Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Schmiech mit über einer Million Euro

    Die Gemeinde Allmendingen setzt die vorgeschlagenen Maßnahmen der 2008 gemeinsam mit der Stadt Ehingen durchgeführte Flussgebietsuntersuchung zum Hochwasserschutz weiter um. Die Kosten für den Hochwasserschutz und die Revitalisierung der Schmiech werden mit 885.000 Euro bzw. 228.000 Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert.

    „Hochwasser kann nur schwer vollständig verhindert werden. Es ist jedoch enorm wichtig, dass sowohl das Land als auch die Kommunen in Maßnahmen zum Hochwasserschutz investieren, um Risiken zu minimieren und Schäden zu begrenzen“, so der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller.

    Zur Hochwasservorsorge mit aktuellen Alarm- und Einsatzplänen oder der Hochwasservorhersagezentrale zählt auch ein vorausschauendes Flächenmanagement von Städten und Gemeinden und die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Die Gemeinde Allmendingen realisiert mit dem „Wasserteiler Große Schmiech/Kleine Schmiech“, der Aufweitung an der Brücke „Kleindorfer Straße“ sowie der Geländeauffüllung nördlich der Marienstraße Maßnahmen für einen 50-jährlichen Hochwasserschutz. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,26 Millionen Euro. Hiervon trägt das Land 885.000 Euro, die Gemeinde beteiligt sich mit 375.000 Euro.

    Regierungspräsident Klaus Tappeser betont, dass Hochwasserschutz mehr sei als der Bau von technischen Anlagen. „Gerade in Allmendingen wird deutlich, dass wir nicht nur den Hochwasserschutz oder die Ökologie im Fokus haben, sondern die ganzheitliche Betrachtung der Gewässer. Es geht darum, das Leben an den Gewässern sicherer und gleichzeitig besser erlebbar zu machen, aber auch der Natur Raum zu geben.“

    Zusätzlich zu den Hochwasserschutzmaßnahmen wird die Schmiech auf 400 Metern ökologisch aufgewertet. Das Einbringen von Störelementen soll Strömungsunterschiede, verschiedene Gewässertiefen und Strukturvielfalt der Gewässersohle ermöglichen. Lokal werden Aufweitungen und Böschungsabflachungen hergestellt sowie eine Insel in der Schmiech geschaffen. Durch die Einbringung von Totholz entstehen Unterstände für Fische und Kleinstlebewesen.

    Für die parallel durchgeführte Revitalisierung der Schmiech unterhalb der Hochwasserschutzmaßnahmen fallen Kosten in Höhe von 286.500 Euro an, die das Land mit einer Zuwendung von 228.000 Euro unterstützt.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Telefon: 07071 757-3005, gerne zur Verfügung.