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RP Tübingen, Umwelt
  • Abteilung 5
    26.04.2019
    Planungen zur Renaturierung der Donau bei Ulm-Gögglingen kommen voran
    Wasserrechtliche Planfeststellung für zwei Maßnahmen ist erteilt

    Die Donau wurde vor rund 150 Jahren verbaut und begradigt. Um für Pflanzen und Tiere wieder bessere Lebensbedingungen zu schaffen, wird die Donau Stück für Stück renaturiert. Der Landesbetrieb Gewässer am Regierungspräsidium Tübingen hat für Maßnahmen bei Ulm-Gögglingen die Planfeststellung erhalten. Die Umsetzung ist für Mitte 2020 geplant.

    Der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen plant für die ökologische Verbesserung der Donau bei Ulm-Gögglingen zwei Renaturierungsmaßnahmen auf rund 500 Meter Länge. Neben der Verlegung des linken Damms auf rund 350 Metern soll auf der rechten Uferseite ein zusätzlicher Gewässerarm sowie eine Insel unterhalb des Bereiches „Wertle“ angelegt werden. Ziel beider Maßnahmen ist es, den eintönigen 30 Meter breiten Flusslauf aufzuweiten und vielfältige Strukturen zu schaffen. Der renaturierte Donauabschnitt soll sich langfristig anhand vielfältiger Strömungsmuster, Tief- und Flachwasserzonen eigendynamisch zu einem artenreichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere entwickeln. Um dies für Naherholungssuchende erlebbar zu machen, wird am Brückenkopf der ehemaligen Zollbrücke ein Aussichtsplatz angelegt.

    Die Stadt Ulm hat dem Landesbetrieb Gewässer für die geplanten Maßnahmen die wasserrechtliche Planfeststellung erteilt. Dieser Genehmigung ist die Erörterung aller eingegangenen Anregungen und Bedenken gemeinsam mit den Trägern öffentlicher Belange, den Vereinen, den Betroffenen und der Planfeststellungsbehörde vorausgegangen.

    Die Umsetzung der Maßnahmen ist für Mitte 2020 geplant. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf eine Million Euro.

    Hintergrundinformation:
    Die europäische Wasserrahmenrichtlinie hat das Ziel, einen guten ökologischen Zustand von Gewässern herzustellen. Dieser wird anhand der Lebensgemeinschaften der Planktonalgen, Wasserpflanzen, Wasserkleinlebewesen und Fische bewertet. Abwechslungsreiche Strukturen wie unterschiedliche Wassertiefen, langsame und schnelle Fließgeschwindigkeiten oder schlammiges bis grobkiesiges Sohlsubstrat sind die Grundlage für die ökologische Funktionsfähigkeit des Gewässers.

    Natürliche Fließgewässer und Auen bieten nicht nur wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, sie stellen ebenso einen effektiven sowie nachhaltigen Hochwasserschutz dar und sind wichtige Erholungsgebiete.

    Weitere Informationen und das Arbeitsprogramm „Integriertes Donau-Programm“ sind online unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/WasserBoden/IDP/Seiten/Aktuell.aspx ​zu finden.

    Hinweis für die Redaktionen:

    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dirk Abel, Pressesprecher, Tel.: 07071/757-3005, gerne zur Verfügung.​​