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RP Tübingen, Umwelt
  • Abteilung 5
    03.11.2014
    Umgestaltung der Eyach im Bereich der ehemaligen Schlossbrauerei Haigerloch
    Eine gelungene Verbindung - Stadtentwicklung und Gewässerökologie beim Haigerlocher Eyachbogen

    ​Eine attraktive Verbindung zwischen städtebaulicher Entwicklung und ökologischer Aufwertung der Eyach im Stadtbereich ist mit der Überplanung des ehemaligen Haigerlocher Schlossbrauereiareals in Haigerloch gelungen. Die Umgestaltung ist das Ergebnis eines von der Stadt Haigerloch in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Tübingen und der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg im Jahre 2011 ausgelobten Planungswettbewerbes. Der Siegerentwurf kombiniert vorbildlich das anspruchsvolle Anliegen einer städtebaulichen Entwicklung des Brauereiareals mit der gewässerökologischen Entwicklung der Eyach.

    In einem ersten Schritt soll jetzt der gewässerökologische Teil zur Umgestaltung der Eyach durch den Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Tübingen in Angriff genommen werden. In einem späteren zweiten Schritt wird die Stadt Haigerloch den städtebaulichen Teil über einen Bebauungsplan realisieren.
    Der Landesbetrieb Gewässer gestaltet mit seiner Teilmaßnahme einerseits die Eyach für Fische und kleine Wasserlebewesen ökologisch durchgängig und verbessert anderseits die Gewässerstruktur im Ufer- und Flachwasserbereich, ohne in die historische Substanz der Wehranlage einzugreifen. Zur Verbesserung der Gewässerstruktur werden die Reste der Mauern und Uferbefestigungen aus Beton bis zur Gewässersohle entfernt und das Gelände bis zum späteren Rad- und Fußweg des städtebaulichen Teils neu gestaltet. Dabei entsteht eine naturnahe Flussaue mit einem parallel zur aufgestauten Eyach verlaufenden Gewässerseitenarm.
    Die Kosten dieses ökologischen Teils liegen bei insgesamt rund 500.000 Euro. Enthalten sind hier auch Aufwendungen für die notwendige Verlegung einer Trafostation und Leitungen aus dem Baufeld heraus. Die Maßnahme wird zu 40% aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bezuschusst.
    Mit der Bauleitung beauftragt wurde das Büro Menz Umweltplanung aus Tübingen. Das Büro war Mitglied jener Arbeitsgemeinschaft, welche den Planungswettbewerb gewonnen hat. Die Bauarbeiten werden von der Firma Schnug-Diener aus Fischen i. A ausgeführt.
    Ob es dabei gelingt das denkmalgeschützte Streichwehr der Stadtmühle, wie im Konzept vorgesehen, ökologisch durchgängig zu machen, hängt auch von der Bereitschaft der Eigentümer ab, ihren Teil dazu beizutragen.
    Mit der Maßnahme soll ab der 45. Kalenderwoche begonnen werden. Die Bauzeit wird je nach Witterungsverlauf zwischen zwei und drei Monate betragen.
    Ansprechpartner für Auskünfte und Rückfragen im Landesbetrieb Gewässer Tübingen ist Herr Beck unter der Nr. 07071/ 757-0.