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RP Tübingen, Umwelt
  • Abteilung 5
    27.08.2015
    25 Jahre Gentechnikaufsicht
    Das Regierungspräsidium Tübingen überwacht seit 25 Jahren die Sicherheit gentechnischer Anlagen in Baden-Württemberg

    ​Vor 25 Jahren wurde auf der Grundlage des Gentechnikgesetzes, das zum 1. Juli 1990 in Kraft getreten war, die Gentechnikaufsicht der Länder ins Leben gerufen. In Baden-Württemberg wurde sie zentral beim Regierungspräsidium Tübingen angesiedelt. Das dortige Referat „Gentechnikaufsicht“ ist seither landesweit für die Zulassung und Überwachung gentechnischen Anlagen und Arbeiten zuständig. Zu dem zwölfköpfigen Team zählen auch zehn Biologen, die vor Ihrer Tätigkeit beim Regierungspräsidium bereits in verschiedenen Fachrichtungen wie Virologie, Mikrobiologie oder Zellbiologie berufliche Erfahrungen in der Gentechnik gesammelt haben. Sie prüfen bei den jährlich rund 250 Zulassungsverfahren vor allem, ob die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen zum Schutz der Beschäftigten, der Bevölkerung und der Umwelt eingehalten werden.

    Anlässlich des Jubiläums der Gentechnikaufsicht teilte Regierungsvizepräsidentin Grit Puchan gegenüber der Presse mit: „Das Regierungspräsidium Tübingen leistet seit 25 Jahren einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit gentechnischer Anlagen in Baden-Württemberg“. Für die Regierungsvizepräsidentin hat sich die zentrale Einrichtung der Gentechnikaufsicht im Regierungspräsidium Tübingen mit ihren hoch spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewährt. Gleichzeitig attestiert Puchan den Betreibern gentechnischer Anlagen einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie.
     
    Über mangelnde Arbeit können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gentechnikaufsicht nicht beklagen. In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 1.100 zugelassene gentechnische Anlagen. Dabei handelt es sich überwiegend um Laboratorien, die zu Forschungszwecken von Hochschulen, Kliniken und Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum oder den Max-Planck-Instituten betrieben werden. Dazu kommen private Betreiber, die überwiegend im Pharmabereich oder in der Diagnostik tätig sind. Nach Einführung der Fachrichtung Biotechnologie gibt es inzwischen auch bereits mehr als 50 berufliche Schulen und allgemeinbildende Gymnasien mit gentechnischen Anlagen.
     
    Ein Schwerpunkt dieser gentechnischen Arbeiten liegt in der Grundlagenforschung zu medizinischen Fragestellungen. Neben der Erforschung der Ursachen für die Entstehung von Krankheiten kommt die medizinische Gentechnik zum Beispiel bei der Entwicklung von diagnostischen Verfahren zur Krebsfrüherkennung oder bei der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen zum Einsatz.
    Gentechnische Arbeiten dürfen nur in zugelassenen gentechnischen Anlagen durchgeführt werden. Nach der Zulassung werden alle Anlagen in regelmäßigen Abständen überwacht. Dabei hat sich über die Jahre hinweg bestätigt, dass die Betreiber gentechnischer Anlagen sehr verantwortungsvoll arbeiten und es kaum Anlass zu Beanstandungen gibt.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Carsten Dehner, Pressereferent, Tel.: 07071 757-3080, gerne zur Verfügung.