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Uferrenaturierung des Bodensees im Bereich des Landungssteges Kressbronn
Uferrenaturierung Kressbronn

Uferrenaturierung Kressbronn

Uferrenaturierung des Bodensees im Bereich des Landungssteges Kressbronn

Stand: 12.02.2018

Lageplan Kressbronn

Aktueller Stand (12.02.2018)

  • Bislang musste die Umsetzung des Vorhabens wegen der anhaltend hohen Wasserstände für den westlichen Teil auf die nächste Niedrigwasserperiode (Winter 2018/19) verschoben werden. Außerdem steht für den westlichen Teil eine endgültige Baugrundbegutachtung noch aus. Die aktuelle Einschätzung auf der Basis der bislang vorliegenden Baugrundbeprobungen prognostiziert Setzungen im Bereich der Anschüttung des Seegrunds, die sich auf Anliegergrundstücke auswirken können. Setzungen im Bereich des Seegrunds selbst sind aus wasserbaulicher und ökologischer Sicht unproblematisch.

  • Verlässliche Aussagen und Entscheidungen über eventuell erforderliche Sicherungsmaßnahmen können erst nach weiteren Baugrunderkundungen - insbesondere auch auf Anliegergrundstücken - erfolgen. Da es sich hier um einen Sachverhalt handelt, der große Sachkenntnis erfordert, ist außerdem vorgesehen, einen Zweitgutachter mit einzubeziehen. Dem Regierungspräsidium ist es wichtig, dass durch die im Rahmen der Renaturierungsmaßnahme im westlichen Bereich vorgesehene Anschüttung keine Gefahr von Gebäudeschäden bei den Anliegern entsteht. Deshalb wird diese Anschüttung vor einer abschließenden, belastbaren Baugrundbegutachtung nicht erfolgen.

  • Sobald in den verwaltungsgerichtlichen Verfahren die Bauarbeiten freigegeben werden, ist geplant, im östlichen Teil der Renaturierungsmaßnahme vom Landungssteg bis zur bayerischen Landesgrenze mit der Umsetzung zu beginnen. Um das weitere Vorgehen abzustimmen, ist noch im Februar ein Austausch mit der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Institut für Seenforschung und dem Planungsbüro terminiert. Bis zu diesem Abstimmungstermin mit der Genehmigungsbehörde wird die Umsetzung - unabhängig von eventuell schon vorliegenden gerichtlichen Entscheidungen - weiter ausgesetzt.

  • Die Baumaßnahme als Ganzes ist nur in einer Niedrigwasserphase möglich, die nach den langjährigen Pegeldaten regelmäßig in der Zeit zwischen November und April gegeben ist. Aufgrund völlig ungewöhnlicher Wasserstände und der laufenden Gerichtsverfahren, in denen die Aussetzung der Maßnahme gefordert wurde, konnte bislang nicht mit einer Umsetzung begonnen werden. Da im Herbst 2017 davon ausgegangen wurde, dass die Umsetzung erfolgt, wurde bereits Material angeliefert, um eine zügige Umsetzung im Zeitfenster zu ermöglichen. Sofern das Material für eine aktuelle Baumaßnahme nicht benötigt würde, wird dieses zeitnah wieder abtransportiert.

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Hintergrund

Seit den 1980er Jahren wird sich in der Gemeinde Kressbronn gemeinsam mit den Behörden Gedanken gemacht, wie eine Verbesserung des ökologischen Zustands und eine optimierte Zugänglichkeit der Menschen ans Bodenseeufer erfolgen kann. So haben massive Uferbefestigungen und –mauern, aber auch zahlreiche Hafen- und Steganlagen sowie andere Eingriffe dazu geführt, dass einige Uferabschnitte stark durch Menschenhand verändert sind. Damit einher geht eine Beeinträchtigung der Wasserwechselzone (Bereich in dem der Wasserstand häufig wechselt).

Gleichzeitig ist an vielen Stellen die Verbindung mit dem Hinterland unterbrochen; eine Durchgängigkeit zwischen den aquatischen und terrestrischen Lebensräumen besteht damit nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt.

Weitere Informationen

Ausführungsplanung


Planfeststellung


Antragsunterlagen auf eine wasserrechtliche Ausbaugenehmigung für die Bodenseeuferrenaturierung vor der Ortslage Kressbronn

Gerichtsurteile

Petition

Weitere Informationen

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Hintergrund

Regierungspräsidium Tübingen

Referat 53.2

Murat Aydin
Landesbetrieb Gewässer
Neckar-Bodensee
Telefon 0751 806-1909
0751 806-1933
E-Mail murat.aydin@rpt.bwl.de

Glossar

Eine neue Auflage des Glossars folgt in Kürze